Kunstschwarm

  • Kann man jetzt noch mit einem Kunstschwarm (ca 1,5 Kg) ein neues Volk heranziehen für nächstes Jahr?
    Und kann ich ihn nach Lieferung (will einen kaufen) mit Apifonda auffüttern?
    Da ich Verluste hatte und die bis jetzt noch nicht richtig ausgeglichen sind will ich sehen, dass ich für nächstes jahr wieder mehr Völker habe.
    Vielen Dank für eine Antwort
    Detlef

  • Das kann klappen. :wink: Flüssig füttern bringt mehr Wabenbau und mehr Brutreiz. Ich mache derzeit dickere KS. 2 kg und mehr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wie lange sollte ich denn einen Kunstschwarm im Keller lassen?
    Habe ihn vorgestern um 17 Uhr gemacht und seitdem im Keller. Würde ihn aber gern sobald wie möglich da wieder raus haben da er irgendwo undicht ist und somit immer ein paar Bienen im Keller rumfliegen. Finde das Loch einfach ned :-(
     
    Liebe Grüße

  • Reichen gute zwei Tage nicht auch? Bei mir im Keller fliegen inzwischen einige Bienen rum, und weis einfach ned wo die raus kommen. Der KS soll schon am alten Standort der Völker aufgestellt werden, einen anderen Platz hab ich ned :-(. Würde ihn am liebsten heute Abend wegbringen, das Flugloch öffnen und morgen dann die Weisel zum Ausfressen frei geben.


    Liebe Grüße,
    Stefan

  • Hallo


    wenn Du nicht willst das er viele Bienen verliert
    und vielleicht auch noch ausgeraubt wird
    dann warte noch einen Tag


    das Loch muß doch zu finden sein
    sind die Bienen überhaupt aus dem Käfig
    oder hast Du sie außen dran mitgebracht


    Gruß Uwe

  • Bie der Gelegenheit hab ich gleich ein Räubereigitter vors Flugloch platziert. Da haben die Bienen kein Problem damit, weil sie sich von Anfang an drauf einfliegen.
    Später dann wirds problematischer, sie dran zu gewöhnen.

  • Der Summ! möchte als Anfänger von seinen ersten Tagen berichten :-D


    Ich habe am Freitag 4 Kunstschwärme geholt und bin dafür 200 km mit dem Auto gekoffert. Da ich noch immer nicht wusste, ob oder wann ich mit Oxalsäure behandeln soll (2 haben mir spätestens 5 Tage danach empfohlen), habe ich meine Bienenlieferantin gefragt, die mit ihrem Bruder insgesamt 1600 Stöcke hat. Sie hat mir gesagt, wenn ich meine Königin umbringen will, soll ich nach 5 Tagen mit Oxalsäure beahndeln. Ansonsten frühestens nac h3 Wochen mit AS. Die Bienen hätten angeblich so gut wie keine Milben. Ich habe der Bienenmutter vertraut.


    Am Abend habe ich ganz erregt ;-) und mit Hilfe einer lieben Imkerin aus dem Ort einen Schwarm eingeschlagen, verlief wie im Traum. Man hat mir empfohlen, wenn es spät wird, die restlichen drei am nächsten Tag einzuschlagen. Diesmal 2 Tipps: einer empfahl den Abend, der andere den frühen Morgen (4:30 Uhr).


    Ich habe mich für den frühen Morgen entscheiden. Diemal hatte ich allein gewerkt. Die Bienen waren deutlich aufgeregter und sehr viele flogen um mich herum und hatten überhaupt keine Lust, in die Beute zu hopsen. Irgenwann musste ich zumachen. Leider war eine Königin tot, somit füllte ich die Bienen in die Beute, ohne die tote Königin vorläufig dazuzuhängen, was angeblich ein Fehler war, denn dann wären sie ruhiger gewesen.


    Ich habe das Ausflugloch verschlossen und bin wieder 200 km gekoffert und habe eine neue Königin auf Garantie erhalten (Was ist da geschehen, passiert das öfter, dass sie stirbt?) Dann habe ich 4 x drei Liter 1:1 Biohonig gefüttert, da ich vorerst 6 Liter füttern sollte. Heute habe ich die letzten 1,5 Liter auf 6 Liter aufgefüllt, die saufen offensichtlich wie ein Loch. Ein Adamfütterer war zu hoch eingestellt und die Bienen krochen unten durch, um die Zarge auszuschlecken. Ihr könnt Euch vorstellen, wie schwierig es war, diese wieder zu befüllen und diese Bienen zu retten.


    Zu den Bienen: Ich saß am ersten Tag drei Stunden vor den Ausfluglöchern (statt fernsehen). Es war einfach faszinierend. Ich rückte immer näher und war dann mit dem Kopf 40 cm bei den Anfluglöchern, die Bienen haben mich nicht einmal ignoriert. Zuletzt hatte ich die flache Hand auf das Anflugbrett gelegt, die Bienen sind darauf gelandet und/oder darübergekrabbelt. Unglaublich. Die Züchterin sagte vorher, sie seien extrem sanfmütig. Das Nachfüllen und retten der Bienen habe ich dann überhaupt ohne Handschuhe und Anzug gemacht. Ich habe ganz stolz die Bienen nach Anweisung der Züchterin am Körperchen genommen und auf die Nebenbeute gesetzt.


    Alles in allem fühle ich mich eng verbunden mit diesen Tierchen, ich entdecke jeden Tag neues und seit drei Tagen fliegen sie mit vollen weißen oder gelben Pollen-Höschen zur Flugöffnung, die ich gestern auf 2-3 cm verkleinert hatte.


    Das war der erste Bericht, wenn ich es schaffe, findet Ihr anbei Fotos.


    Liebe Grüße,


    Hannes

  • Also ich muss schon sagen - klasse Bienenstand und der Lavendel - supi
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Danke Olli!


    Den Bienenstand habe ich in meinem Haus gebaut, war echt mühsam und hat mir Nerven gekostet und auch viel länger gedauert als geplant. Ich bin zum Abholen deer Kunstschwärme eine Stunde zu spät gekommen, weil ich noch das dach fertig machen musste. Ich habe in meinem Leben noch nicht oft einen Schraubenzieher in der Hand gehabt ... :wink:


    Liebe Grüße,


    Hannes.

  • ... schöne Fotos und schöner Stand.
    Schaut prima aus - auch Du scheinst mit dem Erbegnis zufrieden zu sein.


    Kleiner Einwand, den ich mir nicht verkneifen kann. Wechsle die Anflugbretter aus. Das dunkelbraune Betaplan-Brett heizt sich bei Sonnenbestrahlung auf und die Wärme/Hitze könnte in die Beute ziehen. Das würde die Bienen veranlassen Wasser zur Kühlen holen zu müssen statt Nektar. Zudem dunsten die Platten Phenol aus.
    Einfaches Holzbrett unten mit einer Querleiste versehen reicht aus, zumal die Bienen sich dort auch besser festhalten könnten.