KS verstärken

  • Hallo, an alle profis im forum,
    habe vor 2 wochen einen KS gebildet, um wieder ein 2. volk zu kriegen.
    läuft fast alles prima, vor allem, daß die flugbienen in massen orangefarbenen pollen ranschleppen.
    Bloß: das völkchen hat nicht genug "wachpersonal" am "eingang". Habe das flugloch schon auf 1x1cm verkleinert und gegen dauernde fremdeindringlinge (wespen, hornissen--eine konnte ich gestern erwischen/töten u. auch räuber-bienen) gestern abend zusätzlich ein 15cm breites gitter (4mm) vor das flugloch getackert,so daß rechts u. links nur ein enger zugang zum kleinen flugloch bleibt.Und den habe ich noch etwas mit tannenzweigen versteckt/blockiert.
    Ich denke, wenn ich noch ein paar hundert bienen zugeben könnte (das "muttervolk" strotzt noch vor bienenmasse), könnte sich der KS wohl besser schützen. Meine frage: darf ich das jetzt noch ? Und wie?
    Danke für die hilfe im voraus. ....willyho

  • Wenn du Bienen zugibst Fliegen die zurück und es gibt garantiert Räuberei. Häng lieber eine bienenfreie Brutwabe rein, wo die Brut kurz vor dem Schlupf steht.

  • Genau mein Denken!


    Oder verstelle die Kisten. Also Tausch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Kennt Ihr nicht die Versuche wo verdeckelte, schlüpfende Brutwaben anderen Völkern zugehängt wurden und festgestellt wurde dass diese schlüpfende Bienen von dem Spendervolk schon als Larven konditioniert wurden?
     
    Über Subfamilien in Bienenvölker schrieb auch: http://vivo.cornell.edu/lifesc…idual/vivo/individual5562
     
    Nicht umonst hat der Drohn Euch empfohlen hier mal eine Anfrage zu starten: jph@tiho-hannover.de
     
    Es würde sich lohnen von diesem Wissen zu profitieren!!:u_idea_bulb02:
     
    Der
    Drohn

  • Egal ob konditioniert: Ankommen und drin sein tun sie dann. :p

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Sam und Henry,
    danke für eure schnellen tipps. Aber an Henry eine nachfrage: du schreibst ".......oder einfach die kästen tauschen". Hört sich ja prima an, aber ich fürchte, ich verstehe dich falsch. Nach dem platztausch fliegen die flugbienen des großen bisherigen "muttervolks" an den alten platz, wo nun der KS mit den früheren "bienenschwestern" u. der neuen mama steht. Die akzeptieren die geänderte situation ohne probleme?
    Gruß....willyho

  • Nach dem platztausch fliegen die flugbienen des großen bisherigen "muttervolks" an den alten platz, wo nun der KS mit den früheren "bienenschwestern" u. der neuen mama steht. Die akzeptieren die geänderte situation ohne probleme?


    Moin,


    das nennt man Verstellen und das funktioniert, weil die Heimkehrer ja immer betankt zurückkommen und die Fluglochwachen mit Nektarübergabe leicht zu überzeugen sind. Wenn nicht gerade Räuberei herrscht kann man so Völker regelrecht aufpeppen. Man nimmt sie mit von Stand zu Stand und stellt sie für zwei Tage an den Platz eines überstarken Volkes, z.B. einer Brutscheune. Nur bitte nie vergessen, daß es einen Zuwachs an Flugbienen gibt. Flugbienen leben nicht lange und dienen als Initialzünder für ein gesund gemischtes Völk. Pimpt man einen 3 Waben-Ableger mit zwei Zargen Flugbienen, dann legt die Königin wie blöde, kachelt alles voller Stifte und die Brut kann dann nicht versorgt werden, wenn schon nach 2- 3- Wochen die Altbienen in großer Zahl abgehen. (Das ist auch das Problem an fluglochgekehrten KS. 2 kg Altbienen 60 Drohnen und eine Königin, sieht zwar schön aus; wird aber oft nix)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi, Henry,
    danke für deine superschnelle antwort. Läßt mich die sache doch etwas skeptischer sehen. Ich werde doch lieber deinen (u. Sams) 1. vorschlag anwenden u. dem KS morgen -bei hoffentlich besserem wetter- eine schlupfreife brutwabe zuhängen und ihn zudem an einen anderen platz in meinem garten stellen--30m vom bisherigen platz weg. Hoffe, daß das völkchen dann mehr ruhe vor räubern hat. Wespen u. hornissen habe ich inzwischen mit einer falle (bier/apfelsaft) viele weggefangen, so daß es am flugloch ruhiger geworden ist--heute bei dem schietwetter sowieso, wenigstens bisher.
    Gruß....willyho

  • ...Wespen u. hornissen habe ich inzwischen mit einer falle (bier/apfelsaft) viele weggefangen...


    Schade um die Hornissen.
    Machen doch kaum Schaden bei den Bienen.
    Ich freue mich über jedes Hornissennest.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin,


    beräuberte Ableger zu verstellen bringt - aus meiner Erfahrung - nüschd, sondern erhöht stattdessen die Probleme. Die Wespen, die Räuberbienen und auch die Hornissen kennen nicht nur den Ort, sie kennen auch längst den Geruch und den Trick rein zu kommen oder sich Bienen zu fangen. Stellst Du den Ableger jetzt bloß 30m weit weg, verliert er neben Biene auch noch Fluglochwachen, die mal etwas weiter weg gekämpft haben und zum alten Platz zurückfliegen. Die Räuber beginnen dagegen die Großsuche und greifen dann alles an, was genauso riecht. Wenn Du Pech hast die andern Völker ehe sie den Ableger wieder finden.


    Wenn Du also wegstellen willst, dann aus dem Flugkreis raus!


    Ein Flugloch darf wirklich fingerdick bzw. -dünn sein. Die Bienen kommen damit klar und können es gut verteidigen. Alle Fluglochveränderungen und Ortsverschiebungen schwächen die Abwehr. So Gitter und was es alles gibt, wirkt nur dann gut, wenn's früh eingesetzt und angewöhnt wurde. Eng sitzenden Völker, viele Innenbienen, wenig Geruch, wenig leicht zu stehlendes Futter helfen gegen Räuberei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder