Zucker auflösen

  • Hallo Forumsgemeinde,
     
    kann mir jemand einen guten Tipp geben, wie man Zuckerwasser in größeren Mengen selbst herstellt? Bei einem 20 Liter-Eimer ist das ja noch unproblematisch, aber wenn ich nun 400 kg Zucker auflösen muss, dauert das doch ewig - auch bei warmen Wasser, oder?
     
    Danke für Eure Ratschläge,
     
    Jan

  • Hallo Jan....


    wieso willst du dir denn die Mühe machen und eine so große Menge Zucker selbst auflösen....also mir wäre das wirklich viel zu viel Arbeit und auch von den Kosten wäre es mir viel zu teuer.
    Selbst aufgelöst habe ich bis heute nur einmal meinen Zucker und das für zwei Völker. Ich kann nur sagen...ich werde es nie wieder machen.
    1. musst du den Zucker besorgen
    2. auflösen und aufkochen (Abtötung der Hefebakterien sonst schimmelt dir das Gebräu schon vor dem Frühjahr.....
    3. bei mir kostet das Futter in diesem Jahr 59 Cent und ein Kilo Zucker zum Vergleich 89 Cent...


    Klar kann man nicht sagen, dass in einem Liter Futter, ein Kilo Zucker drin ist, aber wenn du dir 30 Liter kaufst kommst du aufs Gleiche heraus und hast weniger Arbeit.

  • Klar kann man nicht sagen, dass in einem Liter Futter, ein Kilo Zucker drin ist, aber wenn du dir 30 Liter kaufst kommst du aufs Gleiche heraus und hast weniger Arbeit.

    Doch das kann man! Ein Liter Futter wiegt 1,4kg! Und das Futter wird direkt eingelagert und muss nicht wie die Zuckerlösung erst noch invertiert werden, wodurch von dem Zucker einiges verbraucht wird. Die Zeit des Zuckerpanschens sollte eigentlich vorbei sein.

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    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Ich versuche mal eine Antwort, weil ich denke, dass der Sinn einer Anfrage hier nicht darin besteht, 10 verschiedene Gründe genannt zu bekommen, warum man keinen Zucker auflösen sollte.
     
    Das Wichtigste ist, dass der Zucker im Wasser in Bewegung bleibt.
    Ein alter Imker hier hat mir das so beschrieben: Zuckerwasser in einem großen Fass zu mischen. Möglichst warmes Wasser ins Fass, eine kleine Tauchpumpe ins Fass und einschalten. Dann den Zucker einrieseln lassen und die Pumpe laufenlassen, bis der Zucker gelöst ist.
     
    Ich habe im letzten Jahr auch etwa 200 kg Zucker, den ich per Vitamin B sehr billig eingekauft habe aufgelöst. Ich habe eine Reihe 14-Kilo-Futtereimer in denen ich im Vorjahr Futtersirup gekauft hatte und Farbmischeimer aus dem Baumarkt aufgestellt und mit der entsprechenden Wassermenge befüllt. Dann habe ich der Reihe nach mit einem Mörtelrührer in der Bohrmaschine das Wasser in Bewegung gebracht und den Zucker einrieseln lassen. In jedem Eimer habe ich gerührt bis der Zucker eingerieselt war, dann bin ich zum nächsten Eimer. Nach dem letzen Eimer bin ich mit meinem Rührer wieder zum ersten Eimer und habe den inzwischen zu Boden gesunkenen Zucker wieder aufgerührt. u.s.w.. Nach 3X Rühren in jedem Eimer war aller Zucker aufgelöst.
     
    In diesem Jahr füttere ich Fertigfutter, weil ich zwar etwas mehr für mein Futter bezahle aber die Zuckerkleberei nicht habe. Außerdem hält sich das Fertigfutter besser und ich muss nicht befürchten, dass etwas im Futtertrog gärig wird.

  • Hol dir eine Regentonne aus dem Baumarkt, oder einen Mörtelkübel. ( Die großen.) Oder wenn vorhanden fahre in die nächstgelegene Mosterei. Dort haben sie die großen ( 200 Lieter ??? ) Eisenfässer in denen sie das Fruchsaftkonzentrat bekommen. Diese geben sie in der Regel für ein paar Euronen ab , da Einweg.
    Dann nimm eine starke Bohrmaschiene mit einem Farbquirl aus dem Baumarkt. Dazu warmes !!! ( kein heißes !!!) Wasser, und
    ab und zu mal 5 min rühren und abends ist die Lösung fertig.
    Schimmeln tut die Lösung nur wenn die Bienen sie nicht abnehmen und sie Tagelang im Futtergefäß steht. Einmal verarbeitet und von den Bienen invertiert ist sie genauso haltbar wie Honig .


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Zucker auflösen.....
    ....ganz einfach!


    Wie schon oben einmal beschrieben- mittels Tauchpumpe.
    Ich habe ein 100 Liter Plastik-Fass worin ich 50 lt. kaltes Wasser gebe.
    Dann wird die *Schmutzwasserpumpe* (gekauft um 29,90) mittig hinein gehängt und gestartet.
    Das Fass hat oben eine Querstrebe wo ein Metallhaken angemacht ist, sodass sich die Pumpe nicht drehen (verquirlen) kann.
    Der Pumpe wurde nur ein ca 20 cm langes Auslaufstück belassen, welches einfach gegen die Fasswand gerichtet ist.
    Dann lasse ich den Zucker langsam einrieseln.
    In verhältnismässig kurzer Zeit sind dann ca 70 lt.Fertigfutter parat.
    Die Einfütterung erfolgt seit 2 Jahren mittels Sabi(e)nes Beutelmethode.
    Die Ableger bekommen jeweils 1/2 Liter 1:1 als langsames Dauerfutter, und die
    Wirtschaftsvölker erhalten jeweils 21/2 Liter 3:2.
    Geht ganz einfach und kann auch tagsüber gefüttert werden.
    Über der 2. Einheit liegt die Plastikfolie, wo ein kleines Eck für den Aufstieg umgestülpt ist.
    In die 3.Einheit lege ich den so genannten *Transfusionsbeutel* (meine gedankliche Anlehnung an die Bluttransfusion) mit einem Nagel -je erwünschter Vorgabe- ein paar Löcher gestochen, eine Vertiefung gedrückt - und schon funktioniert die Fütterung.
    Die total leeren Sackerl bleiben einfach liegen. Nicht weil die Schlamperei durchschlägt, sondern weil ich dadurch ganz einfach die eingefütterte Futtermenge ermitteln kann.
    Warum nicht Fertigfutter?
    Hab ich auch schon probiert, war genau so zufrieden....nur, ich hab mich halt auf Zucker *eingeschossen*.

  • Hallo zusammen,
     
    danke für Euren vielen Antworten.:daumen: Ich wollte mir eigentlich einen IBC-Container kaufen. Der ist recht praktisch, da stabil, eckig und fasst 1000 Liter. Also noch Platz für Wachstum ;-)
     
    Da der Einfüllstutzen nur 15 cm Durchmesser hat, passt eine Schmutzwasserpumpe nicht rein. Und mit einem Rührer komme ich bei ca. 100 cm Tiefe auch nicht bis unten hin. :roll:
     
    MIt den IBC-Containern hat jetzt hier niemand Erfahrungen, oder?:confused:
     
    Ach ja: Zucker deswegen weil ich jetzt auf BIO-Schiene imkere und da gibt es nix fertiges - leider.
     
    Grüße,
     
    Jan

  • Hallo,
    an den Auslaufstutzen des Containers einen Schlauch zur Schmutzwasserpumpe anschließen, den Pumpenausgang mit Schlauch an den Einfüllstutzen verlegen. Pumpe einschalten und Zucker einrieseln lassen. Auf Dichtigkeit der Schlauchanschlüsse achten und den Pumpenschlauch an der Containereinfüllöffnung gegen verrutschen sichern.
    Konstruktion vorsichtshalber zunächst nur mit Wasser laufen lassen und auf Dichtigkeit und Sicherheit der Anschlüsse prüfen.
    Viel Glück.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk