Honig der Euodia (Bienenbaum) - schmeckt der?

  • Hallo, Imker,
    dieses Jahr setzt meine Euodia endlich zum ersten Mal Blüten an - habe das Bäumchen 2005 als angeblich ca. dreijährige Pflanze erworben was ja mit den 7 Jahren bis zur Blüte ganz gut hinkäme.
    Noch sind die Knospen dicht geschlossen aber ich bin gespannt.


    Frage: Wie schmeckt eigentlich "Bienenbaumhonig" - taugt der was oder eher wie das Indische Springkraut zum Abgewöhnen?


    Nicht, daß ich mir groß Hoffnung machen kann - das eine Bäumchen wird die Honigräume kaum noch füllen aber nur so mal interessenshalber...


    Melanie

  • Hallo Melanie,


    sobald die Blüten bei meinen (derzeit 3 knospenden) BB aufgehen, wird abgeschleudert.


    Vor 50 Jahren, wenn man vom Zahnarzt kam, hatte man "von weiß der Teufel was" so einen ekligen medizinischen Geschmack im Mund.
    Wenn Du das kennst, weißt Du wie BB-Honig schmeckt... :cool:


    Trotzdem gibt es Leute, die mögen ihn.:roll:
    (Es soll ja auch welche geben, die Buchweizenhonig lecker finden.)
    Prost Gülle...


    Fazit: Laß´ es den Bienen, aber steck mal den Finger rein.
    Der Geschmack ist nicht zu "übersehen"...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • (Es soll ja auch welche geben, die Buchweizenhonig lecker finden.)
    Prost Gülle......


     
    Hey! der ist lecker auf frischem Schwarzbrot :daumen: :liebe002:
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Du bist pervers...
    Außerdem gehörst Du längst in`s Bett!


    Nacht allerseits... :-D

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • (Es soll ja auch welche geben, die Buchweizenhonig lecker finden.)
    ..

    ... oder "Edelkastanie" - brrrrr!:eek:
    (allerdings nur annähernd so widerlich wie BWHo., der uns auf dem letzten Honigtag mit fast tabletten-großen Kristallen angepriesen und angeboten wurde)

  • Ich finde den BB-Honig eigentlich ganz ok, würde ihn aber den Bienen lassen als Ergänzung zum Winterfutter. Mittlerweile habe ich an Nachbarn, Gartenbesitzer und Honigkunden über 200 Bäume verschenkt, von denen die ersten blühen.
    Im Herbst wird auf dem Betriebsgelände gerodet, dann werden auf etwa 2ha Bienenbäume gepflanzt. Und mein Nachbar - eine große Bundesbehörde - ist auch schon interessiert.


    Mein Fernziel wäre, mir die Winterauffütterung mit Zuckerlösung sparen zu können. Mal ganz im Ernst, durch den sich abzeichnenden Klimawandel verschieben sich die Blühzeitpunkte der meisten Trachtpflanzen ewit nach vorn, da finde ich es fast schon verpflichtend, für einen entsprechenden Ersatz zu sorgen. Kann ja nicht sein, daß die Bienen mit dem Ende der Lindenblüte nur noch Läppertracht vorfinden.


    Gruß, Klaus

  • Wo wir beim Thema Bienenbaum sind, wo bekommt man Setzlinge bzw. Samen günstig her? In Baumschulen?
    Werden diese Bäume sehr groß oder sind sie eher wie Büsche? Überlege gerade, ob ich auch welche planzen soll. Vor allem im Wald wo meine Bienen stehen ist eine große Schneise :daumen:.


    Liebe Grüße,
    die Feuerwehrbiene

  • Ich finde den BB-Honig eigentlich ganz ok, würde ihn aber den Bienen lassen als Ergänzung zum Winterfutter. Mittlerweile habe ich an Nachbarn, Gartenbesitzer und Honigkunden über 200 Bäume verschenkt, von denen die ersten blühen.
    Im Herbst wird auf dem Betriebsgelände gerodet, dann werden auf etwa 2ha Bienenbäume gepflanzt. Und mein Nachbar - eine große Bundesbehörde - ist auch schon interessiert.
     
    Mein Fernziel wäre, mir die Winterauffütterung mit Zuckerlösung sparen zu können. Mal ganz im Ernst, durch den sich abzeichnenden Klimawandel verschieben sich die Blühzeitpunkte der meisten Trachtpflanzen ewit nach vorn, da finde ich es fast schon verpflichtend, für einen entsprechenden Ersatz zu sorgen. Kann ja nicht sein, daß die Bienen mit dem Ende der Lindenblüte nur noch Läppertracht vorfinden.
     
    Gruß, Klaus


     
    Wie steht's denn da mit der Genehmigung für das großflächige Anpflanzen von Neophyten? Der Bienenbaum ist doch bestimmt keine einheimische Pflanze oder? Fremdländisches darf aber zum Schutz der heimischen Flora außerhalb vom Hausgarten nur mit Genehmigung angepflanzt werden. Bei einzelnen Bäumen wird da bestimmt ein Auge zugedrückt, bei großflächiger Anpflanzung bestimmt nicht!
    Für mich passt das irgendwie nicht richtig zusammen: Einerseits zieht man (zu Recht!) gegen Paketbienenimporteure zu Felde, andererseits pflanzt man großflächig fremde Arten an.

  • Hallo Wulle,


    sehe ich nicht so problematisch.
    BB ist zwar ein Neophyt, aber absolut kein aggressiver.
    Der ist froh, wenn er über den Winter kommt.
    Es gibt weniger sinnvolle Neos...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Wo wir beim Thema Bienenbaum sind, wo bekommt man Setzlinge bzw. Samen günstig her? In Baumschulen?
    Werden diese Bäume sehr groß oder sind sie eher wie Büsche?


    Guggst Du hier:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=13379&highlight=Bienenbaum


    Bei mir geht bald die Blüte los.
    Wenn Du Samen willst, melde Dich nochmal Anfang September per PM.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Wulle,
     
    sehe ich nicht so problematisch.
    BB ist zwar ein Neophyt, aber absolut kein aggressiver.
    Der ist froh, wenn er über den Winter kommt.
    Es gibt weniger sinnvolle Neos...


     
    Hallo,
     
    es geht mir hier weniger um aggressiv oder problematisch, sondern um den Widerspruch in sich!
    Wie sich großflächige Bienenbaum-Anpflanzungen auswirken, ist vermutlich noch nicht untersucht. Es gibt bestimmt auch problematischere oder auch unsinnigere Anpflanzungen fremder Arten. Bei den schwierigen denke ich u.a. auch an die von uns Imkern ebenfalls sehr geschätzte Robinie. Platanen oder Blutbuchen haben sicherlich weniger Nutzwert als ein Honigbaum.
    Grundsätzlich geht es mir einfach um die Frage ob es richtig ist, einerseits das weltweite Versenden und ortsfremde Ansiedeln von Honigbienen-Unterarten zu bekämpfen, gleichzeitig aber sehr großzügig mit Pflanzen umzugehen, die aus anderen Erdteilen stammen und durchaus geeignet sind, das lokale Ökosystem zu stören.
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie uns eine Nachbarin vor gut 30 Jahren das Springkraut wärmstens zur Aussaat im Hausgarten empfahl, weil sie gehört hatte, es würde Wühlmäuse vertreiben. Damals dachte vermutlich auch noch keiner daran, dass diese "Zierpflanze" eines Tages großflächig die heimische Fauna an Bachläufen verdrängen würde.


  •  
    Varroen oder afrikanische Bienen sind auch keine Außerirdischen! Riesenbärenklau und Ambrosia stammen auch nicht von fernen Galaxien.