Bienensterben(in englisch)

  • Fazit:


    Achtet die Bienen, liebt Sie von ganzem Herzen, sie begleiten uns Menschen seit unserem URBEGIN!
     
    wenn Ihr in Zukunft nur noch Weizen, Reis, Fleisch fressen wollt, dann macht so weiter mit Eurer modernen Landwirtschaft!
     
    Die Krisen der Banken und ihren Kollaps,
    werden nichts gegen die Krisen bedeuten,
    die einen Kollaps der Landwirtschaft hervorrufen!


    Und die Bienen sind "Zeiger" für diese Zustände, die herrschen!
     
    Der
    Drohn

  • Hallo Drohn,
    Du sprichst mir aus der Seele, Die Bienen sind unser Wegbegleiter, ohne Sie geht es nicht.


    Eine weise Frau hat mir letztes Jahr gesagt: "Die Bienen wollen uns was erzählen, mitteilen"


    Für mich stellt sich immer wieder die Frage ob die Masse der Menschen überhaupt noch verstehen kann oder schon so degeneriert ist das nicht wahrzunehmen. Von denen die nicht wollen (Gier) ganz zu schweigen.


    Sonnige Grüsse, Markus

    Die Natur ist Perfekt, die Fehler macht nur der Mensch. (Sepp Holzer)


  • Grundsätzlich auch meine Einstellung.
    Die 'moderne Landwirtschaft' zerstört viel, nein sehr viel. EIN Weg ist die Umstellung auf eine biologische Landwirtschaft. Wenn alle Imker dies unterstützen würden - z.b. nur noch Kauf von Bio-Lebensmittel - sähe es bereits anders aus...ich weiß, ich weiß, das ist realitätsfremd ... aber wir gehen diesen Weg.


    ... und DOCH: wir überschätzen (in unserer Funktion als Imker) die Bestäubung der Honigbienen. Ich kenne die ungefähren Zahlen der Zuwächse der Erträge durch die Bestäubung unserer Bienen, doch sollten wir uns nicht einbilden, das der Insekten- und Wildbienenbestand diese Funktion nicht auch übernehmen 'könnte', nochmals 'könnte'.


    Der Spruch: Ohne Bienen stirbt auch der Mensch, halte ich für einen schönen Werbespruch die Imkerei voranzutreiben, doch ich halte ihn für nicht wahr. Es würden viele Menschen verhungern, dies wird wahrscheinlich auch eintreffen, doch die Menschheit rottet sich gänzlich anders aus. Ihre Technik wird sie dabei (immer schneller) unterstützen.


    ... schönen Tag noch
    Jonas

  • doch sollten wir uns nicht einbilden, das der Insekten- und Wildbienenbestand diese Funktion nicht auch übernehmen 'könnte', nochmals 'könnte'.


    Ein Insektizid ist ein Insektizid, und kein Honigbienizid. Das bedeutet, dass auch der Wildinsektenbestand akut durch Neonicotinoide bedroht ist. Und wenn die Bienen aufgrund der Neonicotinoide ausfallen, sind ihre wilden Vertreter schon lange tot.


    Zitat

    EIN Weg ist die Umstellung auf eine biologische Landwirtschaft...ich weiß, ich weiß, das ist realitätsfremd ...


    Jeder behauptet munter, dass es realitätsfremd ist - ich höre allerdings nie, wieso eigentlich? Ich wäre froh, wenn man hier eine Liste der Gründe, weshalb man Landwirtschaft heutzutage nicht "biologisch" (ich würde eher "naturverbunden" sagen) betreiben kann.



    Des Weiteren finde ich es realitätsfremd, einfach weiterzumachen wie bisher. Gründe:


    - das Erdöl ist alle
    - unser Finanzsystem ist alle
    - das ökologische Gleichgewicht der Erde ist im Eimer
    - die Folgen unserer Landwirtschaftsweise zerstören die Ernährungssicherheit in der Zukunft unserer Kinder


    Alles gute und gewichtige Gründe umzustellen. Bisher ist mir, wenn überhaupt nur der betriebswirtschaftliche Zwang als Grund gegen eine Landwirtschaft ohne PSM genannt worden.


    Vielleicht führen sich diese Gedanken selbst ad absurdum, wenn das Finanzsystem zusammenbricht und alle sich gegenseitig ins Gesicht kloppen. Hunger macht rasend.


    Ich finde, es ist an der Zeit, sich umzustellen. Das wäre realitätsnah.


    veritas vincit omnia
    Bernhard

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von BernhardHeuvel () aus folgendem Grund: Vitae summa brevis spem nos vetat incohare longam.

  • ... und DOCH: wir überschätzen (in unserer Funktion als Imker) die Bestäubung der Honigbienen. Ich kenne die ungefähren Zahlen der Zuwächse der Erträge durch die Bestäubung unserer Bienen, doch sollten wir uns nicht einbilden, das der Insekten- und Wildbienenbestand diese Funktion nicht auch übernehmen 'könnte', nochmals 'könnte'.


    Wenn die Honigbienenpopulation verschwindet, wird die Wildbienenpopulation auch verschwinden, weil diese Arten kaum in der Lage sind, die Pflanzen, die sie zum Leben benötigen, ausreichend zu bestäuben, um deren Fortbestand zu sichern. Die Honigbienen helfen den Wildbienenarten, indem sie als Globalbestäuber die Pflanzen, auf die die Wildbienenarten angewiesen sind, mitbestäuben und dadurch die Nahrungsgrundlage der Wildbienen sichern.


    Dies erkennen immer mehr Insektenkundler.


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Dies erkennen immer mehr Insektenkundler


    Dies war auch Thema der Hymnopterologentagung des vergangenen Jahres in Stuttgart. Ein Entomologe aus Bonn hatte seine Studie vorgestellt, in der er die Auswirkungen von Bienenvölkern im Naturschutzgebiet auf andere Hymnopteren untersuchte. Fazit: nur in Zeiten, wo der Nektarfluss gering ist, überschneiden sich die Trachten, so dass eine geringe Auswirkung zu verzeichnen wäre.


    Jedenfalls wurde in dem Zusammenhang auch diskutiert, inwiefern die Honigbienen sogar förderlich seien, weil sie die Bestäubung so massiv betreiben, dass auch die Wildkräuter davon profitieren.


    Dieses Thema sollte jedenfalls weiter beobachtet und diskutiert werden. Meine Meinung ist, dass es Honigbienen schon >45 Millionen Jahre auf dem Planeten gibt und der Naturhaushalt sich an ihre Existenz gewöhnt haben dürfte. Und somit auch die ganzen anderen Hymnopteren.


    Gruß


    Bernhard

  • BernhardHeuvel@


    ...kurz noch etwas zu 'realitätsfremd'.
    Seit über 30 Jahren kenne und arbeite ich in der Bio-Branche. 1976 mit der ersten Naturkostläden habe ich begonnen und arbeite heute weiter als 'Hobby' Bio-Imker. Der Umsatz in D von Biowaren (Lebensmittel) wird wohl derzeit zwischen 4-6% liegen. Nach über 30 Jahren wohlgemerkt!!! Die genauen Zahlen kenne ich aber mom nicht. Obwohl die Wallwalla-Leute bereits da schon wesentlich länger nach BIO-Richtlinien arbeiten.
    Aus meiner Arbeit in und mit diesem Thema, habe ich nicht den Eindruck, dass da sooo viel vorwärts geht.
    Konkret: Es ist für mich realitätsfremd, wenn ich davon ausgehe, dass alle Imker/innen ihre Lebensweise auf Bio umstellen - OBWOHL sie doch ach so nahe am Thema dran sind und mit ihren Bienen wie wenige am Geschehen beteiligt und die Zusammenhängen erleben. Das meinte ich in diesem Fall mit realitätsfremd.


    Wir sind uns aber gänzlich einig, dass nur die Umstellung auf BIO, unseren Planeten retten kann. Einmal ganz plakativ gesprochen.


    Was mein provokativer Einwurf "-... ... und DOCH: wir überschätzen (in unserer Funktion als Imker) die Bestäubung der Honigbienen.." betrifft, so sind dafür jede Menge Argumente von Euch gekommen, warum es nicht so ist oder sein kann/darf. Ich kann das auch gut nachvollziehen. UND doch ist es so, ohne unsere Hilfe als Imker wird die Honigbiene - zumindest was den heutigen Stand betrifft - ja überhaupt nicht in Europa überleben können. Dieser Zustand wurde durch den Menschen herbeigeführt. Hoffnung besteht; vereinzelte Imker arbeiten bereits gänzlich ohne 'Hilfestellung durch Behandlungsmittel'. Reicht die Zeit ?
    Oder ist es eher das Problem, dass die derzeitge Vielfalt (?) der Blüten für die Honigbiene eine Nahrungskultur hervorbringt, die jener einseitigen Ernährung von Pommes, Döner, Pizza und belegten Semmeln gleichzusetzten ist. Nämlich einseitig und falsch und gesundheitsschädlich.


    Zitat:
    "Die Bienen sind unser Wegbegleiter, ohne Sie geht es nicht."
    Toller Spruch, mit viel Erwartung und Hoffnungen. Ich teile ihn nicht. Es geht auch ohne Honigbiene weiter - dann aber gänzlich anders. Und wie immer im Leben, wird's da wohl einen Zwischenweg geben, den wir noch nicht er-kennen.


    ... schönen Tag noch
    Jonas


    PS.
    ...ab und zu mal 'ne Pizza, Pommes ... auch ok.



    Nachtrag:
    Die Gründe für eine Umstellung würden eine lange Liste ergeben. Es ist aber nicht so, dass so eine Liste ein Umschwung einleiten würde. Sachargumente haben noch nie geholfen menschliche Einstellungen zu ändern - AUSSER die Menschen leiden (körperlich) und haben große (wirtschaftliche) Nachteile davon. Oder aber die Menschen essen vom Baum der Erkenntnis und werden erleuchtet. Diese kannste aber wirklich an der Hand abzählen - sofern sie sich 'finden' lassen. Kurz die Sachargumente sind seit Jahrzehnten bekannt (Club of Rom: Klimawandel/Erhitzung der Erde/Wassermangel), doch wen scherts?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jonas () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Seit über 30 Jahren kenne und arbeite ich in der Bio-Branche. ...Der Umsatz in D von Biowaren (Lebensmittel) wird wohl derzeit zwischen 4-6% liegen. Nach über 30 Jahren wohlgemerkt!!!


    Naja, wenn Du Dir aber vor Augen hältst, dass die industrielle Landwirtschaft eine ziemlich kurze Geschichte auf diesen Planeten hat, und vermutlich bleibt es eine Episode!, dann besteht doch Hoffnung, dass der eingeschlagene destruktive Weg nicht weiter begangen wird.


    Außerdem setzte ich immer auf die Exponentialität (http://de.wikipedia.org/wiki/Exponential), weswegen der Wachstum schon sehr rasch ansteigen kann - wenn man Druck auf den Kessel gibt!



    Konkret: Es ist für mich realitätsfremd, wenn ich davon ausgehe, dass alle Imker/innen ihre Lebensweise auf Bio umstellen


    Solange nicht alle aus Sachzwängen müssen, wird dies wohl nicht geschehen. Aber jeder, der es versucht, führt die Situation einen Schritt weiter in die richtige Richtung. Richtig bedeutet hier, weniger destruktiv, mehr dem Leben zugewandt.



    UND doch ist es so, ohne unsere Hilfe als Imker wird die Honigbiene - zumindest was den heutigen Stand betrifft - ja überhaupt nicht in Europa überleben können.


    Das scheint ein Dogma zu sein, oder ein Gebet?


    Ernsthaft - ich habe etwas gegen Aussagen, wie: Das geht nicht, das geht nicht! Ich kann Dinge als temporär nicht umsetzbar akzeptieren, aber bestimmt würde ich niemals aufgeben und immer weiter bohren. Das Leben an sich funktioniert teilweise nur über Ausnahmen oder Lücken. Daher ist mein Credo: Mut zur Lücke.



    Kurz die Sachargumente sind seit Jahrzehnten bekannt (Club of Rom: Klimawandel/Erhitzung der Erde/Wassermangel), doch wen scherts?


    Mehr Menschen, als man in seiner Isoliertheit glauben kann. Oder man glauben soll. Die meisten, die es interessiert, krauten für sich herum. So lebt man teilweise nur einen Kilometer auseinander, weiss aber nichts voneinander. Und fühlt sich allein und als Sonderling.


    Ich bin in meinem bisherigen so vielen tollen Menschen begegnet, die voller Mut diese riesigen Herausforderungen angehen. Teilweise allein auf weiter Flur und unter den herabblickenden Augen der Mitmenschen. Aber das macht den Meisten nichts aus, sie schöpfen ihre Kraft aus der Tat und der Natur.


    Viele Grüße


    Bernhard


    PS: Entschuldigt meine vielen eher philosophischen Beiträge. :oops: