Ab welcher Luftfeuchtigkeit wird`s kritisch?

  • Guten Abend zusammen!
    Aufgrund der aktuellen Wetterlage und der damit einhergehenden Luftfeuchtigkeit frage ich mich, ab welcher Luftfeuchte es kritisch für den Honig wird hinsichtlich Wasser ziehen und daraus resultierender Gärung.
    Bei mir im Keller, wo ich den Honig lagere haben wir momentan eine gefühlte Luftfeuchte von 110 %, soll heißen es fühlt sich dort sehr unangenehm feucht an und ist das auch.
    Muss ich den Honig umräumen? Kann ich sonst irgendetwas tun?


    Dank und Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Oder:
    - einen Luftbefeuchter anwerfen
    - Türen und Fenster unbedingt geschlossen halten. Wenn die feucht-warme Luft in den kühlen Keller gelangt, dann wird's richtig feucht bis naß und dann auch schnell schimmelig...

  • .
    Muss ich den Honig umräumen? Kann ich sonst irgendetwas tun?
     
    Dank und Gruß
    Patrick


     
    Hallo Patrick ,die Eimer mit einem Klebeband ( z B.Tesafilm ) abdichten .
     
    Mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • N`Abend zusammen!
    Danke euch für die Ratschläge. Ich habe der Einfachheit halber sämtliche befüllten Honiggefäße aus dem Keller geräumt, zumal ich dort auch noch feuchte Stellen in der Wand entdeckt habe :evil:.
    Der Honig steht jetzt in der Wohnung und muss da wohl bis auf Weiteres auch bleiben. Da ich entsprechend Platz habe sollte das allerdings kein Problem darstellen. Besser so als gärigen Honig zu kriegen.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Oder:
    - einen Luftbefeuchter anwerfen
    ...


    Ich würde einen LuftENTfeuchter anwerfen :lol:
    Habe solch einen beim Rapsschleudern gehabt. Ich hatte letztes Jahr das Gefühl, dass der Honig, den ich am nächsten Morgen geschleudert habe (und die Nacht über im Schleuderraum stand) "flüssigen=wässriger" war, als den Tag zuvor.
    Und die Honiguntersuchung hat mich auch bestärkt in dem Beschluss, denn der Wassergehalt konnte merklich gesenkt werden.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Guten Abend zusammen!
    .....
    Bei mir im Keller, wo ich den Honig lagere haben wir momentan eine gefühlte Luftfeuchte von 110 %, soll heißen es fühlt sich dort sehr unangenehm feucht an und ist das auch.
    Muss ich den Honig umräumen? Kann ich sonst irgendetwas tun?


    Dank und Gruß
    Patrick


    Hallo,
    gefühlt ist nett, aber nicht wissenschaftlich.
    Besorg Dir ein Hygrometer, wenn Du genaues wissen musst.


    Wir lagern den Honig seit Jahrzehnten auf dem Dachboden - auch wenn's Schleppen schwer fällt. Mit Wasseraufnahme oder gärigem Honig hatten wir noch nie ein Problem seit 1955.


    Es gibt aber auch Keller, in denen sogar eine Modelleisenbahn funktioniert und die verträgt auch keine hohe Luftfeuchte.


    Daher im Zweifel Messen und dann überlegen.


    Außerdem sollte Honig möchlichst dicht verschlossen gelagert werden, um ihn vor der Aufnahme fremder Gerüche zu schützen, womit der Einfluss der umgebenden Luftfeuchte auch (nebenbei) weitgehend ausgeschlossen ist.


    Grüßer ralf_2

  • Moin Ralf!
    Die konkrete Luftfeuchte liegt derzeit bei 85% im besagten Keller und dichter als in Glas und Eimer kriege ich den Honig leider nicht verschlossen. Wobei die Tesa-Methode vom Bocholter auch okay ist, ich die aber nicht bei jedem Honigglas anwenden möchte :wink:.
    Ich empfinde die o.g. Luftfeuchte als ziemlich hoch und habe mir deshalb auch so meine Gedanken gemacht. Vielleicht übertrieben, aber lieber so als mir den Honig vergammeln zu lassen.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,


    ich habe mir -auch wegen luftundurchlässiger Betonmauern im Keller usw-einen Entfeuchter geleistet.
    Die 150 Euros sind kein herausgeworfenes Geld.
    Der Unterschied, zumal man die Luftfeuchte am Gerät anwählen kann, sind schon erheblich.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,
     
    bei meinem Honiglehrgang vor 2 Jahren schilderte der Lehrgangsleiter (Dr. Dr. ) seine Honiglagerung:
     
    Gewölbekeller, zwar feucht aber recht konstant 14 Grad kühl.
     
    Hobboks zum Schutz gegen Feuchtigkeit in Plastiksäcke verpackt und diese mit Klebestreifen luft- und feuchtigkeitsdicht verpackt.

  • Hallo,
    der größte Teil meiner Sommerblüte ist geerntet und das ist auch gut so. Ich habe in fast allen Wirtschaftvölkern junge Königinnen drinnen und diese haben nochmals richtig große Brutnester angelegt, so dass dementsprechend die Honigvorräte in den letzten Tagen abgenommen haben.
    Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit der letzten Wochen habe ich erst nur die verdeckelten Waben geschleudert. Ich wollte sehen, ob es eventuell Probleme mit dem Wassergehalt der offnen Waben gibt um diese dann getrennt verwerten zu können. Doch dann kam alles anders als gedacht. Ein kurzer Stromausfall sorgte nach etwa der Hälfte der Ernte für eine Zwangspause. Ich nutzte diese um den bisher geernteten Honig mit einem Refraktometer zu überprüfen. Was sahen meine Augen? Selbst der Honig aus den verdeckelten Waben lag schon bei 19,5 %. Völlig frustriert beschloss ich die Arbeiten gegen 12 Uhr Nachts einzustellen. War doch damit zu rechnen, dass der Honig aus den offenen Waben bei sicherlich 21-22 % liegen würde und über Nacht bei 75 % Raumfeuchte weiter Wasser zieht.
    Am nächsten Morgen fragte mich meine Frau, ob ich mit aller Arbeit fertig wäre. Ich erzählte ihr daraufhin meine Situation. Kurz und bündig fragte sie mich auf Deutsch: Ob ich denn immer noch nicht die Schnauze voll hätte mit der ganzen Imkerei. Mir blieb fast das Brötchen im Halse stecken, ohne zu wissen ob vor Empörung oder weil ich die Wahrheit nicht hören wollte.
    Noch „besser“ gelaunt als vor dem Frühstück fuhr ich gleich darauf zu einem Baumaschinenmietpark. Ich fragte nach einem Bautrockner (Luftentfeuchter)und entschied mich für das größte und leistungsstärkste Gerät. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, nannte es sich Heylo KT2000 und soll laut Vermieter bei „optimalen“ Bedingungen bis zu 80 Liter Wasser am Tag ziehen. Beim Mietpreis kam mir das fast steckengebliebene Brötchen wieder hoch und es lag mir auf der Zunge zu sagen, ich will es doch nur mieten und nicht kaufen. Wenigstens konnte ich die 25€+MWST/Tag auf 20€ runterhandeln.
    Zu Hause angekommen, wurde das Gerät sofort im Schleuderraum angeschlossen. Innerhalb des Tages senkte sich die rel. Luftfeuchtigkeit von 75 % auf 28 %.
    Am Abend des nächsten Tages setzte ich die Schleuderung fort. Nach Beendigung habe ich den Honig in den gesiebten Eimern abermals auf Wassergehalt untersucht. Zu meinem Erstaunen, lagen die Werte von den offenen Waben zwischen 17,5 und 18,5 %!!!


    Gruß Peter

  • Zu meinem Erstaunen, lagen die Werte von den offenen Waben zwischen 17,5 und 18,5 %!!! Gruß Peter


     
    Moin , Moin aus Hamburg ,
    vorher gerührt und dann gemessen ? oder nur von oben abgenommen ?:roll:
    Sonst unbedingt in DIB Glas füllen. Ist dann immer unter 18 %:wink:
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)


  • vorher gerührt und dann gemessen ? oder nur von oben abgenommen ?:roll:


    Hallo Daniel,
    erst durch 3 Siebe gelaufen und dann 1x gerührt bevor ich gemessen habe.

    Zitat

    Sonst unbedingt in DIB Glas füllen. Ist dann immer unter 18 %


    Du meinst, ich hätte mir lieber DIB Gläser statt TO kaufen sollen??:roll:
     
    Nein, mal im ernst, für den Notfall ist es eine Alternative.


    Gruß Peter