Bienenmaden vor Warrèbeute

  • Wer weiß was das sein könnte: Gestern 4 Maden vorm Flugloch, heute 2.
    Meinem Arbeitskollegen (Imker) habe ich es genauer erklärt, er meinte es könnte Futtermangel sein. Es ist ein Naturschwarm 4Wochen alt. Am Anfang habe ich regelmäßig gefüttert, jetzt da es schön Wetter ist und Phacelia blüht und ein stillgelegter Acker mit div Blumen dachte ich die müssen es jetzt auch so schaffen. Die Maden sind weder trocken, hart noch matschig, eher so wie Raupen. Werd heute abend lieber mal wieder füttern :confused:


    LG Georg


  • Einfach mal die Beute anheben und Gewicht prüfen, oder das Abdecktuch zurückschlagen. Dann siehst du schon ob die Wabenreihen verdeckelt sind.


    Ansonsten keine Panik, oft räumen die Bienen auch kranke oder Varroageschädigte Brut aus. Ein Verhalten das du bei Völkern in Oberträgerbeuten und im Naturbau verstärkt beobachten kannst.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Danke erst mal für die schnelle Antwort Finvara, was mir halt auch noch etwas Sorge bereitet hat ist unser derzeitiges Wetter. Ständiger Regen und nachts oft kühle Nächte mit zum Teil 10Grad. Z.Zt ist es morgens immer neblig bis ca 10Uhr wie im Herbst. Ein bisschen Sommerwetter würde den Bienchen bestimmt mal guttun.



    LG Georg

  • Danke auch für Eure Antworten. Varroa :-O , ich kann den Schwarm doch unmöglich dieses JAhr schon behandeln, da kann ich doch gleich den Totenschein mitausfüllen. Wahrscheinlich hab ich die mit der füttrerei eingefangen, da waren Anfangs Nachbarsbienen unterwegs :-(. Am Samstag werd ich mal oben rein schauen ob ich verdeckelte Zellen seh, vielleicht begreif ich dann ja was.
     
    LG Georg

  • Danke auch für Eure Antworten. Varroa :-O , ich kann den Schwarm doch unmöglich dieses JAhr schon behandeln, da kann ich doch gleich den Totenschein mitausfüllen. Wahrscheinlich hab ich die mit der füttrerei eingefangen, da waren Anfangs Nachbarsbienen unterwegs :-(. Am Samstag werd ich mal oben rein schauen ob ich verdeckelte Zellen seh, vielleicht begreif ich dann ja was.
     
    LG Georg


    Warum sollte den dein Schwarm keine Varroa gehabt haben? Und warum nicht behandeln in diesem Jahr?

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hast ja recht Reiner :roll:.Ich bin halt Anfänger und mach mir immer gleich zu viele Sorgen. Ich muß den Tatsachen halt ins Auge sehen. Eingentlich sollte ich froh sein wenn die Bienen so schlau sind und kranke Brut rausschmeissen. Nun zur Behandlung, der Schwarm war halt relativ klein, denke so 1kg und da jetzt ja erst langsam Jungbienen schlüpfen müssten, muß das Volk ja noch kleiner sein. Ich habe halt schon von einigen gelesen, daß sie einen Naturschwarm die ersten 3Jahre ohne Behandlung hatten. Nun der eine sagt so der andere so. Und wenn mein einziges Volk den Winter wg. Varroa nicht überlebt kann ich es wenigstens auf die Umstände der Natur zurückführen, behandle ich das Volk aber und es geht dann zugrunde habe ich erstens ein schlechtes Gewissen und zweitens weiß ich nicht ob ich dann noch Bienen halten will. Ich lass mich aber sehr gerne eines besseren belehren :daumen:
    Drohn vielleicht könnts ja auch ein Fliegenschiss sein, weiß ja nicht wie lange die Made schon draussen lag ;-)


    PS Ich weiß Imkerpate und so, aber das lassen die momentanen nachbarlichen Gegebenheiten nicht zu :evil:


    LG Georg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Distelbauer () aus folgendem Grund: Grammatik

  • Wenn dein Volk mit Milben befallen ist, was sicher ist, (alle Bienenvölker in Deutschland haben Milben), wird es in Anbetracht der jetzigen Volksstärke ohne Behandlung nicht einmal den Spätherbst überleben.
    ( Den Totenschein kannst du also schon heute ausfüllen wenn du nicht behandelst.) Wenn dein Volk eine überwinterrungsfähige Population aufbauen soll dann mußt du jetzt im Juli behandeln. Denn deinen Winterbienen werden ab August erzeugt !
    Günstig und am einfachsten wäre es gewesen den Schwarm gleich in den ersten noch brutlosen Tagen mit Oxalsäure zu behandeln (träufeln). Da nun Brut da ist empfehle ich Ameisensäure. (Alles was du dazu wissen mußt findest du hier im Forum).
    In Anbetracht der kleinen Volksstärke würde ich auch trotz Trachtangebot in kleinen Portionen alle ein/zwei Tage zufüttern.
    (Um gut zu Überwintern sollten wenigstens ein und eine halbe Warrezarge ausgebaut sein, und rund 17-20 kg Futter eingelagert sein.)


    Die ersten drei Jahre nicht zu behandeln geht mit Sicherheit schief !
    Wenn dein einziges Volk wegen Varroa den Winter nicht überlebt dann liegt das wohl am Imker. Wenn es trotz Behandlung auch drauf geht, liegt es auch am Imker.
    Ein schlechtes Gewissen muß nur der haben der wieder besseren Wissens die Sache einfach sich selbst überlassen hat.
    Ist leider so. Sich selbst zu betrügen macht uns nicht zu besseren Imkern.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Zitat

    Die ersten drei Jahre nicht zu behandeln geht mit Sicherheit schief !


    Wenn ich das mit den 3 Jahren von einem Imker mit Warrebetriebsweise hätte würde ich Dir ja glauben, das hat mir aber ein Imker mit über 80 Völkern erzählt: Er erzählte mir, daß er von einem weiß, der die Warre 3Jahre lang ohne Behandlung hatte, dann wurde Ihm übel mitgespielt und die Beuten einfach zusammengeschlagen. Ich kenn jetzt auch schon einen Imker aus meinem Bekanntenkreis, der wegen der Milbenbehandlung aufgehört hat. Wenn man immer behandeln wird, gibt man den Bienen ja auch keine Chance das selber in den Griff zu bekommen. Wenn ich nun behandle werd ich halt nie erfahren,ob sies auch ohne geschafft haben. Ich weiß, das hört sich etwas nach Tierversuch an, aber ich glaube es gibt weitaus größere Gefahren für die Bienen.
    Sollte es nicht klappen werd ich mir einfach überlegen ob ich doch bei der Wildbienenhaltung bleiben werde (Die fühlen sich inzwischen wieder Pudelwohl hier). Soll aber nicht heißen, daß ich für Eure Beiträge nicht dankbar wäre, greif mir halt so wie jeder nur das raus was ich für richtig halte


    LG Georg

  • Hat dir schon mal einer gesagt, dass man das Rad nicht stets neu erfinden muss. Ich käme nicht auf die Idee meine Kuh nicht zu füttern um zu sehen ob sie es nicht auch ohne fressen schafft. Gehe doch mal davon aus, dass in Deutschland und der Welt deinen Versuch schon tausende gemacht haben und er ging immer in die Hosen. Letztes Jahr konnte man auch hier viele Beiträge lesen. Jetzt herrscht Friedhofsruhe. Einfach ein Volk dem Schicksal überlassen ohne die Varroaausgangspopulation zu kennen. Überhaupt noch nie eine Volk überwintert zu haben. Bienenkenntnisse annähernd null und du willst die Bienenhaltung revolutionieren. Entschuldige die harten Worte - aber sie müssen sein.
     
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hab jetzt inzwischen einiges hier über Varroa gelesen und muß feststellen, daß man "Nervenkostüm" momentan dafür zu schwach ist. Bitte versteht das, auf die näheren Umstände möcht ich hier nicht eingehen.:liebe002:

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Distelbauer () aus folgendem Grund: Wieder gescheiter geworden