Fluglochgröße Bergwinkelbeuten

  • Hallo zusammen,
     
    habe folgende Frage zur Fluglochgröße: Bei meinen Bergwinkelbeuten DNM besteht ja nur die Möglichkeit, den Fluglochkeil drin zu lassen, ca.70*7mm Flugloch, oder rauszunehmen, d. h. dann volle Breite, volle Höhe. (Oder halt umdrehen, zugemacht)
     
    Habe irgendwie das Gefühl, dass das eine irgendwie zu klein ist für einen Zwei/Dreizarger, das andere irgendwie zu groß... Wie handhabt ihr das? sollte man sich noch nen anderen Keil machen, etwa so 12*120? Aber warum bietet Bergwinkel das dann nicht an? Vertrauen sie auf den Bastelinstinkt des Imkers?
     
    Grüsse
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Warum zu klein?
     
    Schau dir mal die alten Hinterbehandler an, da ist das Flugloch selten größer. Ich vermute mal, dass das große Flugloch an den meisten Beuten nur eine Vereinfachung der Konstruktion und im Frühjahr eine Erleichterung für die Bienen beim Ausräumen des Totenfalls ist. Ansonsten ist ein kleines Flugloch, so lange es für ein halbes Dutzend Bienen gleichzeitig rein oder raus Platz bietet, meiner Meinung nach groß genug. In Trachtarmer Zeit ist eher besser, weil sich die Völker besser gegen Räuberei verteidigen können.

  • Hallo Hagen,


    hatte mich auch im Frühjahr über die kleinen Fluglöcher bei Bergwinkelbeuten gewundert. Die bisherige Erfahrung zeigt aber, dass die Einflugschneise voll ausreicht. Habe das Flugloch bei meinem Kunstschwarm noch wesentlich kleiner gehabt - auch das war o.k. da die Räuberei ausblieb.


    Gruß Henry

    Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern wie wir sind. (Anais Nin)

  • Ich habe auch die Bergwinkel DNM Beuten und habe den Fluglochkeil komplett entfernt. Super gute Erfahrung, ich habe das Gefühl dass sich die Völker so besser entwickeln. Ich habe aber den Varoaschieber im Boden belassen, so dass es ein breites Flugloch ca. 40 cm gibt, dann aber im Inneren müssen die Bienen durch einen ebenfalls 40 cm breiten aber ca. nur 1,5 hohen Schlitz und sofort dann nach oben laufen,ebenfalls ca 1,5 cm breit, wegen Varoaschieber. Den finde ich sehr praktisch und lasse den im Boden. Im Spätherbst werde ich aber das Flugloch wieder verkleinern. Ich habe auch die Lüftung komplett hinten und unten geöffnet.

  • Hmmm, wie immer verschiedene Meinungen. Habe z. Z. auch den Fluglochkeil raus, bin aber nicht recht überzeugt. Die hintere Lüftung habe ich zugemacht, nachdem ich bemerkte, dass sich dort die Bienen drängen und ans Licht wollen... Nach unten wollen sie nicht, dort ist es dunkel, die Beuten stehen auf Dreiecksleisten ca. 3cm darüber.


    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hi Hagen,
     
    hinten habe ich mir aus dem gleichen Grund auch ´ne passende Leiste gemacht und setze das Gitter dann zum Transport ein.
     
    Das kleine Flugloch finde ich ausserhalb der Massentrachten vollkommen ausreichend, da durch bessere Einlasskontrolle weniger Verflug und Räuberei vorkommt => weniger Varroaeintrag!!!
     
    Mollinski

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hi Hagen,
     
    ...............
    Das kleine Flugloch finde ich ausserhalb der Massentrachten vollkommen ausreichend, da durch bessere Einlasskontrolle weniger Verflug und Räuberei vorkommt => weniger Varroaeintrag!!!
     
    Mollinski


     
    Hmmm, unter Varroa- Gesichtspunkten habe ich es noch gar nicht betrachtet.
     
    werde trotzdem mal an einer Beute das Flugloch etwas vergrößern, so 130*10.
    Es ist sogar im Vergleich mit Hinterbehandlern etwas klein im Original.
    Mal sehen, wie sich das macht.
     
    Gruss
    Hagen
     
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Erzgebirgler, ich habe auch Bergwinkelbeuten auf Zander, und habe auf der einen Seite das Orginalflugloch gelassen. Auf der Gegenseite zum verschließen der Beute hab ich ein längeres Flugloch gesägt, dabei ca. 7 cm auf jeder Seite stehen gelassen. Ich drehe also nur das Fluglochbrett jeweils um. Anstelle des Gitters habe ich ein passendes Brett eingepasst. Das Gitter liegt bei mir vor denm Flugloch. Zum verschließen kann ich ja dann das Gitter nehmen. Habe auch die Erfahrung das die Bienen sonst immer am Gitter raus wollen.
    Wollte mich kurz vorstellen, imkere im Maintal (Oberfranken) habe zur Zeit 6 Wirtschaftvölker und 12 Ableger.
    imkerliche Grüße aus dem Maintal
    Toni

  • Hallo Toni,


    so werde ich es auch machen. Denke, dass es eine praktische Lösung ist.


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Vielleicht noch eine Anmerkung, ich habe ja den Varoaschieber (ohne Windel) eingeschoben, dadurch kommen die Bienen nicht mehr am das hintere Lüftungsgitter. Der Schieber selbst ist nach hinten Bienendicht. Die Windel kommt aber nur nach Bedarf in die Beute.