B I E N E N S T A N D: Welche maximale Innenhöhe?

  • Liebe Bienenfreunde,


    ich habe mich entschlossen, für drei Beuten einen 220 cm breiten Beutenstand zu zimmern, der 40 cm über Boden ist. Vorne unten über die ganze Breite ein etwa 10 cm offener Streifen für die Beuteneingänge, sonst vorne geschlossen, seitlich geschlossen, hinten und oben offen. Drauflegen werde ich eine Eternitplatte zum Feuchtigkeits- und Sonnenschutz, die etwa 50 cm Überstand auf allen Seiten hat (vermutlich sauschwer).


    Frage 1:
    Eine Dadant ist serienmäßig knapp 80 cm hoch. Welche Innenhöhe soll dieser Stand haben? Wieviel Honigzargen könnten da also max. draufkommen?


    Frage 2:
    Kann dieser Stand bei Bioimkerei normal deckend lackiert werden oder muß der auch einen "Bio"- Anstrich haben?


    Vielen Dank!


    Liebe Grüße,


    Hannes


  • ....gern geschehen.

  • Lieber Jonas,


    ich mache die Umbauung, damit ich die Beuten optimal vor stürmischem Wetter (Hanglage) und Feuchtigkeit schützen kann und einige Sachen (Werkzeug etc) drinnen liegen lassen kann (meine Beuten stehen in meinem garten).


    Warum bist Du gegen eine Umbauung?


    Liebe Grüße,


    Hannes


  • kurze Antwort Summ,


    ganz einfach summ, es ist mir zu viel Arbeit etwas doppelt zu verpacken. Umbauung bingt nichts, sondern ich sehe darin eher Nachteile. Einen der wesentlichen ist, (ich sehe das bei einem Kollegen) dass er mit jedem Öffen der Umbauung, ALLE seine Völker weckt und diese ihn immer herzlich begrüßen. Auch Bienen haben ein 'Gedächnis' und bringen gewissen Abläufe in einen Zusammenhang. Aber nicht so wie Säugetiere. Denke nur an die Nektarzeiten der Pflanzen.
    Freistandbeuten vergammlen (wittern ab) wie die Umbauung. Nach 15-25 Jahre sind sie wahrscheinlich hin. Bei Hanglage beachte, dass die Völker im thermischen Aufwind stehen könnten. Das wäre schlecht. Auch Kaltluft könnte von oben 'fallen'.


    Umbauungen sind mir etwas zu menschlich gedacht. Mensch > Haus > ich fühle mich besser als im Zelt. Die Beuten sind (Dadant in Deinem Fall) eine gute und sicher Behausung für unsere Honigsammler. Zusätzliche Umbauung = doppelte Arbeit.


    Unsere Beuten stehen alle als Freistand. Werden naß und grau und wittern ab. Das stört uns nicht. Wenn's Holz naß wird, wird's auch wieder trocken. Dafür bemalen wir die Vorderseite mit lustigen sehr bunten Bienenmotiven, damit die Mädeln weniger Verflug haben. Zusätzlich finden wir, schaut das toll aus und viele Menschen bleiben interessiert davor stehen. Was auch Absicht ist = Neugier und Interesse für Bienen.


    Aber bedenke. Mein Standpunkt ist nur einer von vielen möglichen.


    ... schönen Tag noch
    Jonas


    Anderseits wenn Du einen bauen willst und es stellt sich als Schei... raus, dann kannst'e ihn immer noch verheizen. Grins.

  • Umbauungen sind mir etwas zu menschlich gedacht. Mensch > Haus > ich fühle mich besser als im Zelt. Die Beuten sind (Dadant in Deinem Fall) eine gute und sicher Behausung für unsere Honigsammler. Zusätzliche Umbauung = doppelte Arbeit.


    Ganz meine Meinung! Und besonders dann wenn an meinen Bienenhäusern mal wieder die Dachpappe ein Loch hat, die Tür von Vandalen engetreten wurde, der Sturm den Freiständer umwarf, die Dachrinne mal wieder abgerissen ist, man mit jeder Wabe ans Licht rennen muss um die Eier zu finden usw...
    An ganz wenigen Tagen bin ich mal froh um die Häusl, aber viel schöner ist das Arbeiten an den Völkern im Freien. Überlege auch mal wieviele sinnvolle(!) Sachen du dir für die Kosten der "Umbauung" leisten könntest.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Summ,
     
    ich würde die Höhe nicht von der maximalen Beutenhöhe abhängig machen sondern von der eigenen Körpergröße. Da kommst Du vermutlich auf mehr als die Höhe des Zargenturms bei Volltracht.
     
    Bei einem Dachüberstand von 50 cm (den ich übrigens für sehr sinnvoll halte) sollte das Dach so weit oben sein, dass Du darunter aufrecht stehen kannst ohne oben anzustoßen.
     
    Ich habe einen Teil meiner Völker unter einem Dach stehen (Altes Bienenhaus, in dem ursprünglich Hinterbehandler eingebaut waren). Das Dach ist leider etwas zu niedrig für meine Körpergröße, deshalb muss ich immer wenn ich mich über die Beuten beuge aufpassen, dass ich mir den Kopf nicht stoße. Bei einem Neubau werde ich auf jeden Fall auf Kopffreiheit achten.
     
    @ jonas:
     
    Warum sollte er beim Öffnen alle Völker wecken?
    der Stand soll doch hinten offen sein, da muss er nichts öffnen.
    Eternit enthält schon seit vielen Jahren kein Asbest mehr! Der Einsatz von Asbestfasern ist weitestgehend verboten. Gipsfaserplatten (so ist der allgemeine Begriff für die unter anderem unter der Bezeichnung Asbest verkauften Platten) werden schon lange mit anderen Fasern hergestellt.
     
    Ich kann in einem einfachen Freistand keine Nachteile erkennen, dafür viele Vorteile:
     
    Ich brauche nicht für jede Beute einen eigenen Blechdeckel.
    Ich kann die Völker auch bei Regenwetter öffnen, ohne dass es in die Beute regnet, was die Bienen meistens mit erhöhter Stechbereitschaft quittieren.
    Die Bienen sind beschattet.
    Ich kann Werkzeug wie Stockmeißel, Besen, Rauchmaterial, Smoker etc. bei den Bienen lassen und muss die Sachen nicht immer transportieren
    Eine Umbauung bietet einen gewissen Schutz gegen Vandalismus und Unwetter.
    .........

  • Ganz meine Meinung! Und besonders dann wenn an meinen Bienenhäusern mal wieder die Dachpappe ein Loch hat, die Tür von Vandalen engetreten wurde, der Sturm den Freiständer umwarf, die Dachrinne mal wieder abgerissen ist, man mit jeder Wabe ans Licht rennen muss um die Eier zu finden usw...
    An ganz wenigen Tagen bin ich mal froh um die Häusl, aber viel schöner ist das Arbeiten an den Völkern im Freien. Überlege auch mal wieviele sinnvolle(!) Sachen du dir für die Kosten der "Umbauung" leisten könntest.


     
    Jedem seine Meinung, aber:
     
    Ein Freistand ist kein Bienenhaus, da tritt keiner die Tür ein.
    Ein Loch im Dach kann es auch bei einer einfachen Beutenabdeckung geben.
    Eine Beute im Freistand kann keiner so einfach umwerfen wie eine Beute, auch der Sturm nicht.
    Wozu braucht ein Freistand eine Dachrinne? Höchstens damit ich Regenwasser als Bienentränke sammeln kann.
    Bei einem Freistand muss ich nicht ans Licht rennen, um die Brut zu sehen, ein Schritt nach hinten ist vollkommen ausreichend.

  • einige Sachen (Werkzeug etc) drinnen liegen lassen kann (meine Beuten stehen in meinem garten).


    Summ,
    habe noch was vergessen.
    Werkzeug aufheben?
    Einfach eine weitere Beute bauen. Dort kannst'e alles gut reinstellen und ist alles beieinander .....und notfalls kannste auch mal einen Schwarm reinstecken.


    Aber bedenke. Mein Standpunkt ist nur einer von vielen möglichen.


    Ich selbst habe eine altes Bienenhaus übernommen. Dort habe ich außer Begattungsvölkchen nur noch 'Zubehör' drin stehen. Die Arbeiten darin sind wegen der schlechten Sicht wirklich nicht gut. Allerdings wenn's regnet ist das eine tolle Sache. Umbauungen würde ich mir aber NIE bauen, dazu bin ich zu bequem und nutze meine Zeit sinnvoller.

  • Summ,
    habe noch was vergessen.
    Werkzeug aufheben?
    Einfach eine weitere Beute bauen. Dort kannst'e alles gut reinstellen und ist alles beieinander .....und notfalls kannste auch mal einen Schwarm reinstecken.
     
    ...


     
    Hallo Jonas,
     
    super Idee:p_flower01:
     
    Gruß
    Werner


  • Du erzählst mir keine neuen Sachen. Dennoch ist ein Freistand doppelte Arbeit, tja einfach meine Meinung :lol:

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Ich danke Euch vielmals für Eure Meinungen und werde mir jetzt überlegen, was ich mache. Ich habe die Möglichkeit,


    1.
    ... einen Beutenbock aus Holz zu bauen, bei denen die Füße nicht 40 cm, sondern etwa 1,9 Meter hoch sind und oben eine große Eternitplatte draufzulegen. Ich baggere gerade bei Eternit, ob die Ausschuß haben.


    2.
    ... eine Umbauung zu machen, wie ich sie beschrieben habe. Ist natürlich viel Arbeit, macht aber Spaß, weil ich das Holz umsonst bekomme. Die Eternitplatte brauch ich hier natürlich auch.


    Der Unterscheid ist eigentlich, dass ich die 4 Steher vorne oder seitlich mit Holz verkleide oder nicht. Der größere Teil der Arbeit ist der Beutenbock mit den Stehern. Da ich nächstes Jahr 50 werde, werde ich die Beuten in jedem Fall nicht mehr erneuern müssen... ;-)


    Liebe Grüße,


    Hannes

  • überlesen?


    Eternit = Astbest = Gesundheitsschädlich = Feinsstäube = würde ich mir ganz gut überlegen ob ich mir so was hinmachen würde. Für Bio, nein geht nicht. Wirst Du sicher eine Beanstandung bekommen.

  • ...Da ich nächstes Jahr 50 werde, werde ich die Beuten in jedem Fall nicht mehr erneuern müssen... ;-)


    Hallo Hannes,


    bist Du ein Pessimist, oder glaubst Du daß die Beuten 50+X Jahre halten...? :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.