Habt Ihr auch Sauerbrut?

  • Werbung

    melli

    Ich wünsche mir zudem etwas mehr Respekt gegenüber Prof. Job van Praagh. Auch wenn die "liebefelder" deine Favoriten sind.



    Sorry, wenn du das in den falschen Hals gekriegt hast:oops:, Ich meinte es eher humoristisch:wink:!
    Ich kenne Prof. Job van Praagh nicht und will Ihm keinesfalls Unsachkenntnis unterstellen. Ich weiss auch nicht ob er die Sauerbrut kennt.

    Ich werde meine Wortwahl in Zukunft dezenter wählen:cool:.

    Viele Grüsse Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • sabi(e)ne


    So wie ich das am Kurs verstanden habe, ist das Sauerbrutbakterium im Darm wesentlich länger aktiv als AFB. Aushungern und bauen lassen reicht da nicht.
    Die habens wirklich ausprobiert.


    Bucki
    Das mit der Wasserwabe kann ich nicht beurteilen, ich gebe jedenfalls immer eine:lol:.
    Ich wette mit dir um 50 "Stutz", dass bei deinem grösseren Carnicazüchter's anderen Imker, den er umgeweiselt hat, im 2010 anhand der PCR Analyse der Sauerbruterreger nachweisbar ist!!


    Viele Grüsse von Melli...! der fragt ob seine Wortwahl ok war:cool:!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • :confused: Warum steht in meinen schlauen Büchern dann überall, daß die EFB nahezu immer wieder von allein nach Juli verschwindet?
    Macht ihr eure Autodafes einfach zu früh?:confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • n'Abend miteinander.


    Was heisst hier zu früh??:confused:
    Bei starken akutem Befall, zusammenbrechenden Völker und dadurch auftretender Räuberei zweifle ich nicht daran, das eine Autodavé zu früh iss.
    Ok, Durchseuchen würde ich gar nicht schlecht finden, dies Idee führt aber zu gleichen Diskussionen wie ein Nichtbehandeln gegen die Varroa.
    Es ist eh fraglich, in welchem Ausmass die Varroa Mitschuld trägt an unserem
    Problem. In den Sechzigern hatte die CH auch mal eine starke Zunahme der Sauerbrutfälle, zeitgleich mit dem Auftreten der Acarapis woodi. Nachdem mit Folbex behandelt wurde, nahm der Krankheitsdruck wieder ab.


    Viele Grüsse von Melli...! der sagt: Lest hier http://www.agroscope.admin.ch/imkerei/index.html?lang=de
    unter Brutkrankheiten und Publikationen:wink:.

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Moin, Melli,
    da hast du aber doch dann deinen Zusammenhang, warum die EFB soviel schlimmer ausfällt: Varroa. Plus wahrscheinlich deren Sekundärinfektionen.
    Beides verträgt der Bien wohl nicht.
    Dann wäre aber die Korrektheit Milbenbehandlung bei den schwer EFB-befallenen Völkern zu überprüfen....oder siehst du das anders?
    Tracheenmilben hab ich gar nicht mehr kennengelernt, aber wenn da schon bei euch ein so eindeutiger Zusammenhang bestand, dürfte es jetzt dasselbe sein, theoretisier ich mal so....:wink:(nicht hauen, bitte)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin, Melli,
    da hast du aber doch dann deinen Zusammenhang, warum die EFB soviel schlimmer ausfällt: Varroa. Plus wahrscheinlich deren Sekundärinfektionen.
    Beides verträgt der Bien wohl nicht.
    Dann wäre aber die Korrektheit Milbenbehandlung bei den schwer EFB-befallenen Völkern zu überprüfen....oder siehst du das anders?
    Tracheenmilben hab ich gar nicht mehr kennengelernt, aber wenn da schon bei euch ein so eindeutiger Zusammenhang bestand, dürfte es jetzt dasselbe sein, theoretisier ich mal so....:wink:(nicht hauen, bitte)



    Tach Sabi(e)ne.

    ....deine Vermutung würde sich hier auch mit den Erkenntnissen von Paul Jungels decken: Zitat:

    Allerdings erkranken gewisse Völker bei höherem Varroadruck oft schleichend und unerkannt an Symptomen der gutartigen Faulbrut aber auch der Sackbrut, einer Viruserkrankung welche Brut und erwachsenen Bienen befällt. Alarmant wird der Ausbruch von Viruskrankheiten welche die verkrüppelten Bienenflügel als auffälligstes Symptom haben. Fällt diese Krankheitsphase in die Zeit wo die Völker die Winterbienen brüten, sind anfällige Völker rettungslos verloren.

    aus:

    http://www2.vo.lu/homepages/apisjungels/


    Mit den besten Grüssen Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]

  • Hallo Melli


    Über die 50 "Stutz" reden wir ein anderes Mal.


    Da ich den Tread "Künstliche Besamung" nicht noch länger mit dem EFB-Thema belästigen will, habe ich mir lange überlegt wo ich weiter schreiben könnte. Habe halt keinen Dr.-Titel.
    Da der geschätzte Nigra weiter auf die Adambienenhalter zielt (wir sind ja eigentlich mind. Adambienenvermehrer, gewisse auch Adambienenzüchter), muss ich Bruder Adam wieder einmal aus seinem Buch Züchtung der Honigbiene zitieren:
    " In der Bekämpfung der Gutartigen Faulbrut scheint nach allem was wir wissen, eine hoch entwickelte Lebenskraft der entscheidende- aber wohl nicht der einzige- Faktor zu sein.
    In der Schweiz kommt noch eine rassenbedingte Anfälligkeit dazu, welche durch verfehlte Zuchtmassnahmen noch weiter intensiviert wird. Wie unsere eigene Erfahrungen zeigte, ist die westeuropäische Biene, die Mellifica mellifica, anscheinend die anfälligste aller Rassen. Diese Anfälligkeit erstreckt sich auf beide Formen der Faulbrut, eigentlich auf alle Krankheiten der Brut. Diese Tatsache kam mir erst zum vollen Bewusstsein auf meinen Erkundungsreisen, auf denen ich die verschiedenen Rassen in ihrer Urheimat kennen lernte und die dortigen Zustäne durch die jeweiligen Imker direkt ermitteln konnte."


    Nun noch meine Worte: Da im Jahre 2009, 6 Belegstellen der Mellifera Sauerbrut hatten und 3 in einer Gebietssperre waren (Total waren es 29 Belegstellen in der Schweiz), stufe ich den züchterischen Fortschritt betreffend Brutkrankheiten als gering ein.
    Zudem kenne ich etliche Reinzüchter der Mellifera die ebenfalls enorm mit der Sauerbrut zu kämpfen haben.
    Andere Bienenrassen können ebenfalls an der EFB erkranken, doch ist ihre Anfälligkeit wesentlich geringer gegenüber der "Schweizer-Mellifera".


    Es grüsst ein Adambienenvermehrer

  • anscheinend die anfälligste aller Rassen. Diese Anfälligkeit erstreckt sich auf beide Formen der Faulbrut, eigentlich auf alle Krankheiten der Brut. Diese Tatsache kam mir erst zum vollen Bewusstsein auf meinen Erkundungsreisen, auf denen ich die verschiedenen Rassen in ihrer Urheimat kennen lernte und die dortigen Zustäne durch die jeweiligen Imker direkt ermitteln konnte.


    Wenn religiöse Eiferer ihr Produkt verkaufen wollen, dann tönt es halt so oder ähnlich. Erinnert mich ein bisschen an die Feldzüge von George W. Bush junior.
    Wann waren denn diese "Erkundungsreisen"? Die Reinzucht war nämlich vor den Möglichkeiten der DNA Fingerprints eine ziemliche Lotterie bei der enormen Bienendichte in der Schweiz.


    Zitat

    doch ist ihre Anfälligkeit wesentlich geringer gegenüber der "Schweizer-Mellifera"

    So nach dem Motto: Glauben macht selig?

  • ... Die Reinzucht war nämlich vor den Möglichkeiten der DNA Fingerprints eine ziemliche Lotterie ...


    Sicher? Morphometrische Merkmale wie Filzbinden, Haarlänge, Cubtialindex etc. zeigen auch ganz klar die Rassemerkmale.
    Werden denn heute DNA-Fingerprints bei Zuchtvölkern routinemäßig gemacht? Wer bezahlt das?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Sicher? Morphometrische Merkmale wie Filzbinden, Haarlänge, Cubtialindex etc. zeigen auch ganz klar die Rassemerkmale.


    Leider zu unsicher.


    Zitat

    Werden denn heute DNA-Fingerprints bei Zuchtvölkern routinemäßig gemacht? Wer bezahlt das?


    Ja. Die Kosten werden aufgeteilt zwischen Züchter und Rasseorganisation.


  • So nach dem Motto: Glauben macht selig?


    Und hierzu sage ich klar Bucki hat recht, hat aber sicher auch vieles mit dem Schweizerkasten und seiner Betriebsweise zu tun. Und da die wenigsten Adambienenhalter im Hinterbehandler imkern und die meisten Mellifera Mellifera-Halter schon, trägt dieses noch das seine dazu...!


    Grüsse Melli...!

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]