Schön gefüllte Honigzarge....

  • Dann kommt noch dazu das Ihr Deutsch normal habt.

    Bei 2/3 langstroh ist es leichter was dazwischen zusetzen und den Schwarmtrieb zulenken da die Honigkappe einfach hochgesetzt wird und dazwischen ne Zarge. ........



    Hallo Micha,

    hmmm, ich habe auch bei meinem Start an 2/3 Langstroth gedacht, habe es allerdings zurückgestellt, weil hier halt DN und Kuntzsch vorherrscht. Naja, der Stoff zum Nachdenken wird wohl nicht alle werden.

    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo Hagen,
    "Aber das hätte ich damals meinem Imkerpaten nicht vermitteln können..."
    Ein Eingriff ins Volk statt drei!
    Dein Imkerpate weiß sicherlich, wie lange es dauert, bis ein Volk so einen Eingriff wieder ausgeglichen hat, Stockklima, Beute gegen Durchzug verkitten usw..
    Hallo Miteinander,
    das ist schon öfter angesprochen worden, die unterschiedlichen Ziele von HBB und Magazinen betreffs Bienenmasse und Auswahl der Zuchttiere danach.
    Es hat ja in der Magazinimkerei hierzulande auch einige Jahrzehnte des Umdenkens gedauert, bis man "Magazinbienen" hatte.
    Wenn man mal Imkerliteratur aus den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts liest, stößt man noch oft auf einzargige Betriebsweisen.
    Einen Satz habe ich da in Erinnerung:
    "Wenn der Imker eine dritte Zarge benutzt, dann nur, weil er da einen Ableger drin hat."
    Heute setzt sich langsam zumindest zeitweise ein dritter Brutraum durch...
    Das eine jahrzehntelang auf einen begrenzten Raum einer HBB geführte Biene da nicht mithalten kann, scheint verständlich.
    Rieß z.B. empfiehlt für das Umwohnen auf Dadantbeuten zwei HBB-Völker zu nehmen.
    Sicherlich nicht von ungefähr.
    Daher wundert es mich nicht, wenn ein zusätzlich angebotener dritter Raum kaum benutzt wird und ein als zweiter Brutraum vorgesehener zum Honigraum wird.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    Ziel erkannt, ich brauche eine "Magazinbiene".
    Nun wäre die Frage, wie führe ich meine jetzigen in den Winter? Hat es Zweck, sie zweizargig einzuwintern? Wird wohl auf die weitere Entwicklung ankommen. Mal sehen, wie sie Ende September aussehen.


    Mein Imkerpate (Hut ab vor ihm, er hat schon Ahnung!) hat vor ca. 4 Jahren auch bereits einem Jungimker auf dem Weg geholfen. Jetzt schreibt dieser auf seiner Homepage was von Buckfast... Sicher nicht ohne Grund. Muss mich mit dem mal in Verbindung setzen.


    edit: net vor 4 Jahren, war vor 10 Jahren!


    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: edit

  • Da muss ich doch mal ne Lanze für den Erzgebirgler brechen: In der Imkerliteratur (Liebig etc.) wird die Erweiterung zargenweise empfohlen, je nachdem, wie die Damen den Platz brauchen. Erst wenn die Zarge gut gefüllt ist sei es Zeit zum erweitern, so heißt es. Und bei der dritten Zarge ebenso. Also hat er wohl gemäß der Theorie nichts falsch gemacht (wie auch ich nicht), aber durch Eure Tips schon wieder was gelernt fürs nächste Jahr... :daumen: (wie auch ich). Das scheint wohl der Unterschied zu sein zwischen Theorie und Praxis... Schade nur, weil gerade Anfänger verwirrt werden. Habe nen Imker in der Nachbarschaft, der hatte seine Stöcke bereits Anfang April 4-zargig. Jetzt weiss ich auch, warum...:u_idea_bulb02:


    viele Grüße

    Wenn nichts unmöglich ist, kann "gut" nicht ausreichend sein...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Bienen-Belej () aus folgendem Grund: Verzeihung - die Wechstaben verbuchselt

  • Das ist sowieso so ein Ding mit der Imkerliteratur. Gerade Liebig und der Pfefferle widersprechen sich in zentralen Punkten derartig, dass ich denke, die konnten sich nicht leiden.


    Pfefferle: "aufritzen der Vorratswaben", Kult für ihn, wesentlich für die Entwicklung im Frühjahr.
    Liebig: hat keine Wirkung, Bienen lassen sich nicht reizen.


    Pfefferle: in die Ordnung der Völker eingreifen, damit der Antrieb nicht erlahmt
    Liebig: bringt nichts


    usw.


    hmmm, ne Quintessenz ist schwer zu ziehen, zumal, wenn man noch keine praktischen Erfahrungen hat.


    Aber vielleicht macht das gerade die ganze Sache so interessant? Jeden tag ne neue Entdeckung?


    Viele Grüße
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Gerade Liebig und der Pfefferle widersprechen sich in zentralen Punkten derartig, dass ich denke, die konnten sich nicht leiden.



    Hallo Hagen,
    man sollte eines nicht vergessen, zwischen Liebig und Pfefferle liegen fast 2 Generation. Das sind 40 Jahre Entwicklung der Magazinimkerei. Da muss es fast zwangsläufig zu Widersprüchen kommen, wenn man beide Bücher neben einander legt und vergleicht. Ob Liebig, Pfefferle Br. Adam oder wie sie auch heißen mögen, sie haben alle Leitfäden über IHRER Betriebsweise geschrieben und keine "Kochbücher" die 1 zu 1 zu übernehmen sind.
    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010