Hat schon jemand Varroa-Kontrolle gemacht?

  • Hallo zusammen,


    hat von Euch schon jemand Varroa-Kontrolle gemacht? Wie sieht's aus dieses Jahr?


    Ich werde nächste Woche Mittwoch mal die Schubladen einschieben und am Samstag darauf mit dem freudigen Zählen beginnen...


    Gruß Wolfgang

  • Moin


    Nööö hab noch nichts gemacht.
    Bei den Durchsichten sehe ich sehr selten Varroen.
    Es sieht von daher noch recht gut aus bei mir.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo,
    ich habe gestern die ersten Ergebnisse ausgezählt. 40% der Völker haben besorgniserregenden Milbenfall, der Rest gut bis sehr gut. Ich muss (und werde) diese Völker schnellstmöglich behandeln. Die Varianz war außerdordentlich hoch.
    Behandlung: AS im Spätsommer und Herbst, OS im Winter, keine Brutableger, Drohnenwabe nicht geschnitten.

  • Hallo Boris,
    kann man Deine Zählergebnisse in Zahlen hier einmal lesen?
    Wieviel ist Besorgniss erregend; bzw. wieviele Milben pro Tag.
     
    Hallo Patrick,
    wenn ich Milben im Volk sehe, zu dieser Zeit mache ich mir schon Sorgen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hi!
    es sollten nicht mehr als 10 Milben pro Tag sein [M/d]. Hatte einen "Ausreißer" mit fast 40M/d! Gemessen über 7 d. Die Kritischen Völker hatten sonst 10-20 M/d.
    Ich werde nächstes Jahr noch früher den Befall kontrollieren, und die Völker bei Bedarf noch ehr aus der Tracht nehmen.

  • Hallo Boris,
    danke für die Info. Das klingt für die Jahreszeit wirklich kritisch.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo,
    das erste Volk ist auch bei mir aussortiert worden. Auffallend bei allen Völkern ist eine große Brutlücke in dieser miserablen Trachtzeit. Hierdurch wurden bei diesem Volk viele Milben auf den Bienen sichtbar. Das Volk ist bereits abgeräumt und wird morgen mit OS behandelt.
    Die Wetteraussichten sind beunruhigend. Die Völker gehen auf dem Zahnfleisch. Wenn nicht in Kürze die Temperaturen steigen, gibt es echte Probleme aus einem Mix von Futterproblemen, daraus resultierender verminderter Brut und Milbenbelastung pro Brutzelle. Dann ist im Herbst die Kiste leer.
    Vereinzelt gibt es sogar Berichte über kürzlich verhungerte Völker!
    Gruesse
    seb

  • Hallo,
    das Wetter macht mir auch zu schaffen. Ich werde morgen eine Totalbauerneuerung machen. Damit gewinne ich etwas Zeit, an AS ist nicht zu denken, OS träufeln hingegen geht. Die Restlichen Bienen mit Brut kann ich bei günstigeren Wetterbedingungen entweder mit AS behandeln, oder beträufeln. Auf Honig verzichte ich gerne, solange ich damit den Bienen halfen kann.

  • Hab mal über vier Tage den Milbenfall kontrolliert...0,5-2 Milben je Tag.
     
    @ Windmüller :daumen:
     
    ich möchte dir nicht widersprechen, kenn auch deine Trachtverhältnisse nicht, hier ist es ganz anders, hier herrscht die Linde und die honigt...aber wenn man viele Milben auf den Bienen sieht, dann ist das dramatisch, egal in welcher Trachtsituation.Was ich meine ist das man sich die vielen Milben nicht durch das außen herbei erklären sollte, wenn jetzt zu hauf Varroen auf den Bienen herum spazieren dann ist was schief gegangen bei der Varroabehandlung, ist meine Meinung. Und ich hab dort leidvolle Erfahrungen machen müssen. Ich mach mir Sorgen wenn ich nur eine Varroa auf den Bienen sehe, wenn man dauernd welche sieht ist es zu spät. bzw dann helfen nur noch heftige Eingriffe...eine normale Varroabehandlung nach Trachtschluss kommt dann zu spät, die Völker emittieren bis zum Winter jede Menge Varroen, nach dem Winter sind sie fott. ´Die Völker die den Winter an einem solchen Stand überleben haben schon im Frühjahr ein heftiges Varroa-Problem, so hab ich es hier erlebt.
     
    Imkerliche Grüße

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Eine Kontrolle habe ich schon gemacht. Eins von drei Voelkern hatte in drei Tagen eine Milbe.
    AS(Spaetsommer), OS(Winter, traeufeln) Behandlung, Drohnenbrutentnahme, Ablegerbildung und ein (nicht beabsichtigter) Schwarmabgang habe ihre Wirkung gegen die Milbe nicht verfehlt.
    Die Jungvoelker wurden noch nicht kontrolliert aber bei Bildung mit MS behandelt. Sollte also auch in Ordnung sein.
    Ist noch alles im gruenen Bereich wuerde ich sagen.
    Allerdings sieht man gelegentlich Ameisen aus dem Schieber die ja gerne auch was mitnehmen. Vielleicht sollte man die Puderzucker Diagnose Methode mal in Betracht ziehen... Hat das hier schon jemand gemacht?

  • Hallo zusammen,
     
    ich habe heute meine Bodenschubladen gezogen und gezählt. Ergebnisse lagen bei 0,3 ... 7,4 M/d. Bei meinen fünf Ablegern konnte ich keine Milbe finden.
     
    Auffällig ist, dass das Volk mit dem stärksten Befall (7,4 M/d) den schwächsten Flugbetrieb zeigt. Ich denke ich werde frühzeitig Mitte bis Ende Juli den restlichen Honig abernten und dann sofort mit der AS-Behandlung beginnen.
     
    Wie schön muss doch das Imkern in den Zeiten gewesen sein, als es noch keine Varroa gab...
     
    Gruß Wolfgang

  • Ich hab einen meiner Ableger behandelt bevor ich die Weisel zugesetzt habe.
    Der Varroabefall war sehr gering. Werde daraus aber nicht auf alle Völker schließen, vorsichtig soll man trotzdem sein.
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance