Wachsmotten oder was?

  • Hat hier jemand Erfahrungen, wie sich Wachsmottenlarven in einem Bienenvolk verhalten?
     
    Ich habe ein Volk, das wohl einige Zeit weisellos war, vermutlich habe ich bei einer Durchsicht anfang Mai die Königin gekillt. Mittlerweile scheint alles wieder in bester Ordnung zu sein. Das Volk hat ein schönes geschlossenes Brutnest und es ist Brut in allen Stadien vorhanden.
     
    Letzte Woche habe ich dann eine seltsame Beobachtung gemacht:
    Auf einer Wabe ist mir eine Reihe beschädigter Zellendeckel aufgefallen, in gerader Linie waren die Deckel teilweise geöffnet, man konnte den fast fertigen Bienen so zu sagen in die noch weißen Augen sehen.
    Ich dachte, dass ich vermutlich beim Rähmchen ziehen die Zellendeckel angerissen habe und habe das Volk wieder zugemacht.
     
    Was ich heute beobachtet habe, hat mich dann etwas erstaunt und beunruhigt:
    bei zwei Brutwaben konnte ich mehrere gut einen cm lange weiße Larven beobachten, die sich in zügigem Tempo weitgehend unbehelligt zwischen den Bienen bewegt haben. zwei davon habe ich mit dem Stockmeißel gekillt, bevor sie im Dunkel der Wabengasse verschwinden konnten. Eine dieser Larven ist dann in einer Wabenzelle verschwunden und wurde von einer Biene wieder ans Licht befördert und augenscheinlich totgebissen. Eine andere dieser Larven ist unter einem halb aufgebissenen Zellendeckel im Brutnest verschwunden.
    Die Viecher bewegen sich recht zügig.
     
    Sind das Wachsmottenlarven? Gibt es die überhaupt in lebenden Völkern?


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    ja, sind es höchstwahrscheinlich. Hatten wahrscheinlich in der Zeit, als Dein Volk schrumpfte, gute Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb wurde hier auch geraten, schwache Völker auch im Magazin einzuengen, überflüssiges Wabenmaterial zu entfernen, damit die Bienen mit der Pflege dessen nicht überfordert sind. Hatte das bei einem Ableger (3(Alt)Waben plus zwei Mittelwände), da sah ich auch ab und zu eine Made. Inzwischen ist er stärker und Wachsmottenmaden seh' ich keine mehr.
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Das klingt ja beruhigend, ich hatte schon überlegt, ob hier irgend ein mir unbekannter Brutparasit unterwegs ist......
     
    Gestern konnte ich leider nicht weitermachen, weil mir ein heftiger Regenschauer dazwischengekommen ist.
     
    Da werde ich wohl in den nächsten Tagen nochmal genauer nachsehen müssen und alle Waben, die unbebrütet und schon etwas älter sind, aus dem Volk entfernen. Honig ist von diesem Volk wohl in diesem Jahr sowieso nicht mehr zu erwarten.