Drohnenmaden zubereiten

  • Huhu,
    ich hab welche eingefroren und sie anschließend gefroren in eine Pfanne mit Butter geworfen. Darin hab ich sie dann rausgebraten und mit etwas Salz/Pfeffer gewürzt. Muss sagen sie schmecken echt ned schlecht. Eigentlich wie ein Ei mit einem Erdnuss/Honig Geschmack. Wegwerfen ist auf jeden Fall zu schade. Und SEHR gesund solln sie ja auch sein ;-)

    Liebe Grüße,
    Feuerwehrbiene


    So ähnhlich hab ich´s auch gemacht und mir schmeckt´s vorzüglich. Das einzige Problem was ich habe: wie kriege ich die Larven schön sauber ohne Wachs in die Pfanne? Wenn ich die ganze Drohnenwabe einfriere, klappt das rauspulen der Larven zwar etwas einfacher, aber Wachs ist trotzdem immer noch etwas dran.
    Lieben Gruß

  • Hallo Fitis,

    nach dem Ausschneiden der Drohnenbrut aus dem Baurahmen (Hierbei gibt es sicherlich einige Verluste an Larven) frierst Du die komplette Wabe erstmal ein. Danach kannst Du die eingefrohrenen Larven einfach aus den Waben herausklopfen.

    Gruß Mimi2k


    Wie soll denn das Herausklopfen gehen? Die Drohnenbrut ist doch verdeckelt; da fällt bei mir nichts raus nach dem Einfrieren. Ich suche nach einer Methode wie ich die eingefrorenen Larven ohne Wachsreste aus der Wabe bekomme. Hat da jemand Erfahrung?
    Viele Grüße.

  • Versuch mal die Zelldeckel mit `ner Heißluftpistole "aufzuploppen"...


    Wird vermutlich nicht funktionieren, da es nicht nur die Wachsdeckel sind, die weg müssen, sondern - je nach Madenalter - auch die Gespinste der Puppe. Wenn bei der Honigernte doch mal Waben mit etwas gedeckelter Brut dabei sind geht mit dem Heißluftfön jedenfalls nix.

  • Zu dem Thema gibt es mittlerweile eine wissenschaftliche Veröffentlichung im Rahmen des COLOSS-Projektes:

    "Standard methods for Apis mellifera brood as human food"

    (http://www.coloss.org/beebook/III/brood-food)


    Kann man als PDF runterladen. Lohnt sich.

    Wie bei solchen Veröffentlichungen üblich findet sich am Ende des Artikels eine umfangreiche Literaturliste mit weiterführenden Quellen.


    Viele Grüße,

    Robert

  • imkerei-sester.de, da unter Rezepte. Das mit dem zusammen mit dem Wachs kochen find ich persönlich fies.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und wie bekommt man das Wachs "ganz einfach" wieder raus? Im kochenden Wasserbad ist das theoretisch klar. Der durchschnittliche Mitteleuropäer ekelt sich, wenn er Maden (gekocht oder roh) mit bloßem Auge erkennt und auch noch essen soll. Absurderweise geht das sogar den meisten Imkern so.

    Beim Aufbrechen eingefrorener Waben ist die Trennung von Maden und Wachs durchaus mühsam und langwierig, abhängig von Larvenalter und schonender Behandlung beim Einfrieren (Druckstellen sind tunlichst zu vermeiden, aber anfassen muß man die ausgeschnittenen Wabenstücke ja irgendwo...). Trennung im Kaltwasserbad funktioniert nur leidlich und taut v.a. die Larven auf, deren dünne Haut dann bei der geringsten mechanischen Belastung aufplatzt. Für praktische Ratschläge, die auf Erfahrung beruhen, wäre ich sehr dankbar.

  • Absurderweise geht das sogar den meisten Imkern so.

    Was ist daran absurd?


    Wer seinen Kindern das selbst aufgezogene Kaninchen serviert, der wird feststellen, dass das keineswegs nur mit den Essgewohnheiten zu tun hat.


    Im Dampfwachsschmelzer wird die Made fein säuberlich vom Wachs befreit und im gleichen Zug durchgegart. Wer mag es probieren?