Frage an die Dadant-Imker

  • Hallo Imkergemeinde,


    ich habe eine kurze Frage zur Dadant-Betriebsweise:
    Wird beim Einfüttern mit dem Adamsfütterer das Teil direkt auf den Brutraum gelegt oder kommt erst noch ein Honigraum? Und wieviel Kilogramm sollte ein
    fertig aufgefüttertes Volk auf die Waage bringen?
    Hintergrund meiner Frage ist die Überlegung auf Dadant umzusteigen, weil ein Kollege Berufs-(Buckfast)Imker meinte, meine DNM-Beuten seien "Kinderspielzeug" ( O-Ton) für die Bienen und definitiv zu klein.


    Herzlichen Dank für Eure Erläuterungen.

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer

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  • Deine Art zu Fragen klingt nach Imker-Beginner.
    Beim Einfüttern haben Honigräume nichts auf der Brutraumzarge zu suchen. Bei keiner Betriebsweise (mit Magazinen). Die Menge hängt von der Stärke des Volkes ab bzw. wie viele Waben es belegt.


    Mein Tip.
    Bevor Du auf irgend ein anderes Beutenmaß umsteigst, solltest Du Dir erst mal gründlichst überlegen, was Du möchtest. Also erst mal die Literatur studieren, dann vergleichen bei mehreren Kollegen und über das Für und Wider nachdenken und dann mal drüber schlafen und dannnnnn entscheiden. Denn unterschiedliche Beuten bedingen auch unterschiedliche Betriebsweisen. Und die Bienen-'Sorte' kommt auch noch in die Überlegung hinzu.


    Ich selbst arbeite mit Dad. mod. Das sind keine reine Dadant(blatt)beuten mit 12, sondern mit nur 10 Rähmchen. Unterlieg nicht dem Fehler, dass Du hier was abfragen kannst (also eine von vielen Fragen, die bei einer solchen grundsätzliche Entscheidung eine Rolle spielen) und Du Dich dann schneller entscheiden könntest. Dazu ist das Thema Bienenhaltung doch etwas zu kompliziert und zu vielfältig.

  • ..., weil ein Kollege Berufs-(Buckfast)Imker meinte, meine DNM-Beuten seine "Kinderspielzeug" ( O-Ton) für die Bienen und definitiv zu klein.


    Zu klein? Ich finde 2 Zargen DNM oder Zander sollten für einen Brutraum doch mehr als reichen. Bei Dadant ist das eben auf ein Brutraum mit großen Waben verteilt.

  • Den Ausspruch möchte ich nicht kommentieren, aber zum Fütterer kann ich dir sagen, dass auf ein normales Volk der direkt drauf kommt.
    Auf starke Völker kommt zuerst der Honigraum, wenn die Einfütterung abgeschlossen ist, wird er untergesetzt. Die Menge wird wohl bei 20 kg liegen.
    Das ist aber Ansichtssache. Bei manchen meiner Linien sind die bei der Einfütterung noch auf 10 Waben und da würde das Winterfutter den Brutraum zu sehr einengen und damit den Brutraum für Winterbienen zu sehr verkleinern.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • hallo beehead,


    das Problem der Einengung des Brutraume durch Futter - kann ich aus meiner Erfahrung sagen - kommt meinst davon, dass die Mädels zu 'fettes' Futter bekommen. Versuches es mal mit einem ganz dünnen Futter. Mit so einer Plörre mit 600g Zucker und 1 Liter Wasser. Du wirst dann die Erfahrung machen, dass da nichts in die Brutnester gestopft wird. Die Mädels werden in der Regel sogar die beiden neu eingestellten Mittelwände noch ausbauen. Dann wäre Deine Beute mit 12 Rähmchen aus gut besetzt. Die Fütterung kann ruhig mit kleinerer Mengen max.5/ litern liegen und dann mehrmals. Immer eine Pause dazwischen. Die Bienen müssen dann dieses Futter erst verarbeiten und können es nicht einfach irgendwo hin stopfen, weil es ja so reichlich von 'oben' kommt. Das schnelle, oft als zügiges Einfüttern, bezeichnete 'reinstopfen' des Winterfutters, halte ich für eher schädlich als förderlich. Klar spart eine zügige Einfütterung für den Imker Arbeit, doch mit welchen Auswirkungen! Seit dieser Erkenntnis, füttere ich nur noch mit (dünnem)Zuckerwasser und kein vorverdautes, invertiertes Futter mehr. Ich weiß ich weiß, auch das Anrühren ist Arbeit - mach' ich aber gerne für meine 'Frauen'.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jonas () aus folgendem Grund: rechtschreibfehler

  • ...Seit dieser Erkenntnis, füttere ich nur noch mit (dünnem)Zuckerwasser und kein vorverdautes, invertiertes Futter mehr.


    Hallo Jonas,


    aber nicht verwechseln: Permanente Fütterung (dünn) zum Volksaufbau und Auffütterung für den Wintervorrat.
    Da muß dicke Suppe rein...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Danke für alle Antworten, ich glaub ich hab alles kapiert:u_idea_bulb02:.

    "Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewußt, daß der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und daß Dankbarkeit das Leben erst reich macht" D. Bonhoeffer