Honig aus "falschem Wabenmaß" ernten

  • Und weil der letzte Thread so spannend war gleich mal ein neuer weil ich dazu nichts gefunden habe: Mal angenommen man möchte Honig aus Waben gewinnen, die nicht in die eigene Schleuder passen - wie könnte man das dennoch realisieren unter der Maßgabe, daß der Erhalt der Wabe nicht so wichtig ist?


    Könnte man mit einem Messer einfach die Zellen nahe der Mittellamelle/Mittelwand "köpfen" und das Wachs-Honig-Gemisch durch Siebe und Seihtücher laufen lassen?


    Ideen dazu?


    Danke!
    Melanie

  • Wenn es dir auf den Erhalt der Wabe nicht ankommt, dann kannst Du es so machen wie beschrieben, halt mit dem Nachteil, dass der Honig nicht vollständig aus der Wabe rausgeht.
    Die Korbimker haben ihre Waben einfach, ähnlich wie bei der Fruchtsaftgewinnung, ausgepresst.
    Du kannst aber auch die Waben ganz normal entdeckeln und ganz oder n großen Stücken aus dem Rähmchen schneiden. Für das Ausschleudern von Deckelwachs gibt es Gaze-Säckchen, die Du mit den Wabenstücken in die Schleuder hängen kannst. Es müsste aber auch je nach Bauart der Schleuder mit einem Stück Absperrgitter oder ähnlichem möglich sein, das Wabenwerk vor dem Zerbrechen in der Schleuder zu schützen.

  • Hallo Melanie,


    ich würde meine Astschere reinigen und die Rähmchen halbieren.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • :lol: Naja, wenn es ihr mit den Rähmchen egal ist... :roll:
    Der nächste Winter kommt bestimmt.:wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Mann/Frau könnte auch zu dem Nachbarimker mit dem "richtigen" Wabenmass gehen und dort schleudern.
    Ist vielleicht weniger originell, okay.
    Aber die Sauerei hält sich in Grenzen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Also die Rähmchen wollte ich schon erhalten...nur eben die Wabe nicht...aber danke für den Tipp ;-))


    Nachbar mit richtiger Schleuder fällt aus da nicht vorhanden, das stückweise ausschleudern ist schwierig schon wegen der richtigen Zellorientierung...das mit dem Auskratzen werde ich mal andenken...


    Danke für die Tipps!


    Melanie

  • Hallo


    Umtragen lassen


    Eine dunkle Folie auflegen mit einer Seite offen
    Zarge drauf Waben (aufgerissen geht es schneller) rein
    durchsichtige Abdecken drauf
    Das ganze wenn es in der Sonne steht, beschatten.


    Ist hier im Forum schon mehrfach beschrieben,
    geht super


    Gruß Uwe

  • Hallo,Uwe,
    stimmt, hatte ich gelesen. Da allerdings der Ausbau der Honigräume stockt weiß ich nicht, ob ich dafür genug Zeit habe da eben nicht nur umgetragen, sondern auch gebaut werden muß. Ich muß ja noch allerlei in das Jahr reinpacken. Zudem braucht es dafür mindestens eine 1,5er Zarge und ich pfeife auf dem letzten Loch - wirklich das gesamte Material in Bewegung, habe einfach nichts mehr über. Allerdings möchte ich auch ungern gänzlich auf diese Ernte verzichten ehe es ans Behandeln und Einfüttern geht...bin eh dieses Jahr nicht zufrieden mit der Honigernte aber die Kunden stehen schon in Warteschleife...


    Melanie

  • Hallo


    wenn etwas reinkommt wird auch gebaut
    es sei denn das Volk hätte im Brutraum zuviel Platz


    Du kannst auch normale Zargen nehmen.
    Mit Abstand nach unten geht es sowieso besser.


    bevor ich mir ein Honiggematsche antue
    würde ich Zargen kaufen.


    Gruß Uwe

  • Hallo Melanie,
    ich nehme an, dass du durch meinen Ratschlag diese Probleme hast, deshalb mein Vorschlag. Schneide die Wabe in zwei Teile, so das sie in ein normales DN Rähmchen passen. Fixiere die Wabe mit ein, zwei kräftigen Gummis und schleudere sie aus oder hänge die Waben in den Honigraum, dass sie eingebaut werden. Dann vorsichtig schleudern. Ich trete geistig für die Folgen meiner Ratschläge ein, hättest mich gleich fragen können.
    Gruß
    Herbert
     
    Wenn du ein Kind mit Bienenkostüm auf der Demo hattest, habe ich ein Bild von dir. Ich würde es dir schicken. Ich weiß nicht ob du es bist oder Frau von (van) der Ohe.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo, Herbert,
    nee, das hat nichts mit dem Demaree zu tun. Denke ich zumindest. Ich weiß eigentlich nicht genau woran es lag aber ich habe sie in diesem Jahr einfach nicht so gut in die Honigräume bekommen.
    Womöglich lag es einfach daran, daß ich die Honigräume konsequent nur mit Anfangsstreifen anbot da mir ausgebaute fast völlig fehlten. Hätte da eher auf Mittelwände setzen sollen. Außerdem wäre es smarter gewesen, unten ein paar Futterwaben wegzunehmen und die Völker mit Trennschieden einzuengen als ich die Honigräume aufsetzte. Da fehlt mir schlichtweg noch die Erfahrung.
    Das wird im nächsten Jahr besser werden; momentan lasse ich jeden gefangenen Schwarm eine 0,5er Honigraumzarge ausbauen damit es nächstes Jahr eine bessere Vorlage gibt...ich hoffe dann noch auf eine respektable Honigernte wenn die Linde durch ist (die hier zum größetn Teil blüht aber bestimmte Sorten haben noch geschlossene Knospen so daß ich wohl noch bis in den Juli warten werde).


    Danke für den Tipp - heisst das, ich muß (wegen der Zellorientierung) die senkrechte Drahtung der großen Waben durchtrennen und dann bei den DNM auf Drahtung verzichten? Hält das denn beim Schleudern? Dachte, das geht nur bei den Halbrahmen...
    Ich hatte es schon mal versucht, entlang der Drahtung Halbrahmen zu bestücken aber wegen der falschen Zellorientierung bekam ich beim Schleudern nur wenig raus. Allerdings hatte ich sie auch nicht erst festbauen lassen wie Du es vorschlägst - ev. korrigieren die sowas (können die das denn im gefüllten Zustand überhaupt noch?).


    Das Bild werde wohl ich sein - Kind im Bienenkostüm war m.E. nur eines da, nämlich meine Lucienne...das hääte ich gerne, vielen Dank!


    Melanie