Natur und Kosmos :Bienensterben

  • Hallo Helmut !
     
    Die Beschreibungstexte verweisen zumindest schonmal grob in eine Richtung:
     
    natur+kosmos Juli 2009:
    Die Wahrheit über das Bienensterben
    Chemieriesen verschleiern die Wirkung Ihrer Pestizide
     
    Bislang wurde der gefährlichen Varroa-Milbe die Hauptschuld am großen Bienensterben zugeschoben – nun weist vieles darauf hin – dass eher die Pestizide verantwortlich sind. Doch die Hersteller wiegeln ab.
     
    oder:


    Das Bienensterben wird oft als rätselhaftes und unerklärliches Phänomen hingestellt – und wenn eine Ursache ausgemacht wird, ist es meist die Varroa-Milbe. Dabei gibt es starke Indizien dafür, dass Pestizide eine der Hauptursachen sind. Doch die Pestizidhersteller haben die öffentliche Meinung fest im Griff.
     
     
    Danke Dir für diesen Tip, auch wenns die Zeitschrift sicher nicht bei uns gibt ...
     
    Gruß
    Bienen.Knecht
    A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Danke für den Tipp!
     
    Oder man geht zu seinem Zeitungskiosk. Die bestellen mir das Heft, obwohl sie die Zeitung sonst nicht führen, ist gar kein Problem.
     
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Guten Abend,
    Ich habe mir das Heft besorgt.
    In der nächsten Stadt, am Bahnhof.


    Ein mutiger,guter Bericht.
    Auf 8 Seiten.
    Es hätten 20 Seiten sein müssen.
    Aber es wird ein klarer derzeitiger Zustand beschrieben.
    Den hätte ich gerne in der "Biene", oder im "Journal" gelesen.


    Es wird über den Brief unserer Häuptlinge an Frau Aigner berichtet.
    Die Abhängigkeit der Institute von den Industrie-Geldgebern,
    den falschen Einsatz von Forschungsgeldern,
    die Gefährlichkeit der Maisbeizung und
    des Gutationswassers,
    den Missbrauch des Bienenmonitorings,
    die Vertuschung der Erkenntnisse französischer Bienenforscher,
    die hohe Giftigkeit der Abbauprodukte des gebeiztem Saatguts,
    vergiftetem Pollen,
    und noch viel mehr......
    Etwas Gutes aus Großbritannien wird beschrieben:
    Dort hat das Unternehmen Co-op(zugleich größter Einzelhändler, größtes Landwirtschaftsunternehmen und mit drei Millionen Mitgliedern größter Verbraucherbund des Landes ist, aus Sorge um die Bienen im Februar 2009 ein ergeiziges Programm gestartet:"Plan Bee".
    Sie geben viel Geld an ihre Vertragslandwirte, das sie auf Neonicotinoide verzichten,geben kostenlose Wildblumenmischungen aus,und werden gebeten Imkern Stellflächen anzubieten.
    Imkergrundausstattungen gibt es zu gesponsorten günstigen Preisen.


    Die haben es begriffen.
    wie lange müssen wir hier noch warten ??


    Ich habe diesen Bericht einigen "Nicht-internet-imkern" gezeigt, bzw vorgelesen,
    Ein ungläubiges Staunen und "davon habe ich noch nie gehört" waren das Ergebnis.
    Wie geht es hier weiter ?
    Schaffen DIE es,das Imkervolk weiterhin von den neusten Erkenntnissen auszuschließen ????
    Mein Dank an die Redaktion von " Natur und Kosmos" für diesen guten Bericht.
    Mal sehen was da für ein Echo kommt
    Gruß
    Helmut

  • Hmm das klingt nach Aufklärungsarbeit :)
    Dann werd ich mir nächste Woche das Heftchen auch mal holen, sollte es noch in den Regalen zu finden sein.

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris

  • Hallo,
     
    das Heft lohnt sich auf jeden Fall.
     
    Der Bericht hat auch noch einmal meine Ablehnung von "Drittmitteln" von der Industrie an die Forschung bestätigt.
     
    Die Forschungs- und Bieneninstitute bekommen viel Geld von Bayer & Co. Dafür veröffentlichen sie für die Industrie unvollständige und zum Teil falsche Daten. Das sind dann die neuen "Forschungsergebnisse". Entgegen landläufiger Behauptungen wollen insbesondere große Firmen nämlich keine wirklichen Innovationen! Sondern: so lange es geht mit der eigenen Ursprungsidee Profit machen und andere Wege so lange es geht aus dem Markt drängen.
     
    Shell hat gerade angekündigt, nicht mehr in regenerative Energiequellen investieren zu wollen!
     
    Wenn ich mich richtig erinnere, war es noch vor dem zweiten Weltkrieg, dass das erste Auto gebaut wurde, dessen Karosserie aus Hanf bestand! Daraufhin hat die chemische Industrie so eine dermaßene Hetzkampagne gegen Canabis veranstaltet, dass die Pflanze fast weltweit verboten wurde.
     
    Man kommt auch durch den Artikel ins Grübeln über die sogenannten "systemischen Pflanzenschutzmittel". Diese verteilen sich in der ganzen Pflanze. Angeblich muss man deshalb weniger spritzen. Aber wohin verteilen die sich eigentlich noch? Wenn wir das Zeug essen? Oder wenn es in den Boden gelangt? Und wenn eine Biene es aufnimmt und in den Stock zurückfliegt?
     
    Der Artikel ist wirklich lesenswert! Aber mich macht er auch so wahnsinnig wütend...:evil:
     
    Gruß,
     
    Markus