ApiLife Var

  • Hallo Bienenknecht,


    bitte entschuldige, wenn ich dir und allen anderen die diese Meinung vertreten da mal widersprechen möchte:



    - schlechtere Futteraufnahme während der Behandlung


    Kann ich so nicht bestätigen.
    By the way füttert bei einer AS Behandlung ja auch keiner auf :wink:



    - lange Zeit größerer Verflug auf dem Stand, da alle Völker lange gleich richen


    Leider so auch nicht richtig.
    Seit wann orientieren sich die Bienen nur nach dem Geruch? Verflug hat wirklich mehrere Gründe!



    - nach Thymol duftende Waben, nach Thymian schmeckender Honig (je nach dem was der Imker mit den Waben macht).


    Das ist auch nicht richtig.
    Wenn jemand die Plättchen in den Völkern vergisst und erst im Frühjahr entfernt, denn muss er mit seiner Schusseligkeit und nach Thymol duftenden Waben auch leben können und darf nicht meckern. Wenn denn auch noch der HR bei der Behandlung drauf bleibt, und das Ergebnis nach Thymian schmeckender Honig ist, entziehe ich dem Mensch den Titel Imker höchst persönlich.


    Die Dinger funktionieren wunderbar.
    Wie bei jeder Behandlung müssen Regeln eingehalten werden, das ist unabdingbar um zu einem respektablen Ergebnis zu kommen.


    Deine Beschreibungen haben was mit falscher Anwendung zu tun und nicht mit dem Produkt.


    ... hier mal was zum lesen:
    https://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/feldversuch.html





    Freundliche und sonnige Grüße aus Heidelberg!
    Arnd



  • Bienenwohl ist eine bewährte Rezeptur, das ist was anderes als selber OS herstellen, sicherer in der Anwendung und im Handling. Die Kombination wurde nicht umsonst so gewählt, hinter dem Rezept steckt nach meiner Meinung mehr als der blosse einzelne Wirkstoff.

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Hallo !

    Hallo Bienenknecht,

    bitte entschuldige, wenn ich dir und allen anderen die diese Meinung vertreten da mal widersprechen möchte:



    Widerspruch ist kein Widerspruch ...


    Kann ich so nicht bestätigen.
    By the way füttert bei einer AS Behandlung ja auch keiner auf :wink:



    Nein, natürlich füttert keiner (der mal eine Anleitung oder Behandlungsempfehlung geleen hat) bei der AS Behandlung auf. Aber in zwei Wochen habe ich drei AS Stoßbehandlungen durch ...

    Ich habe Zeit zum Füttern, die Thymolpräparate (wie ApiLifeVar) brauchen erheblich länger im Volk:


    Leider so auch nicht richtig.
    Seit wann orientieren sich die Bienen nur nach dem Geruch? Verflug hat wirklich mehrere Gründe!



    Nicht nur, aber man hat festgestellt das bei Reihenaufstellung die Eckvölker durch Verflug eigentlich immer die "Stärkesten" am Stand sind.
    Wenn den Bienen also sich so schon verfliegen (obwohl angeblich die optische Ausrichtung die stärkste ist) dann wird das Verhalten durch einen einheitlichen Geruch noch verstärkt. ggf. erhöht es auch ja auch Räuberei, so zumindet der Hauptvertreiber.


    Das ist auch nicht richtig.
    Wenn jemand die Plättchen in den Völkern vergisst und erst im Frühjahr entfernt, denn muss er mit seiner Schusseligkeit und nach Thymol duftenden Waben auch leben können und darf nicht meckern. Wenn denn auch noch der HR bei der Behandlung drauf bleibt, und das Ergebnis nach Thymian schmeckender Honig ist, entziehe ich dem Mensch den Titel Imker höchst persönlich.


    Okay, aber hier wird gesagt das man die Streifen auch bedenkenlos bis im nächsten Frühjahr im Volk lassen kann. (Leider ist ApiLifeVar halt Wachslöslich und somit unweigerlich auch darin zu finden, im Gegensatz zu den wasserlöslichen Säuren). Also nach Thymian duftende Waben habe ich schon mehr als einmal gerochen ...
    ... entsprechdenen Honig noch nicht gegessen ...


    Die Dinger funktionieren wunderbar.
    Wie bei jeder Behandlung müssen Regeln eingehalten werden, das ist unabdingbar um zu einem respektablen Ergebnis zu kommen.



    Gut ... oder sehr gut, wenn Du damit klar kommst !
    Behaupte nicht das Thymol nicht funktioniert ...
    ... ich behaupte auch das es weit aus schlechtere (aber auch wirksamme) Mittel als Thymolpräperate gibt (siehe oben Lothar007) ...



    Deine Beschreibungen haben was mit falscher Anwendung zu tun und nicht mit dem Produkt.



    Okay, schau einfach mal in den Link oben ...



    Okay, ich kenn die Berichte, ich weiß was bei Untersuchungen herauskommt. Diese Untersuchungsergebnis finde ich immer lustig ... und sind für mich relevant wenn die Mitarbeiter an diesen Untersuchungen auch unter der Hand das Ergebnis für gut heisen und nicht sagen das ist das Ergebnis der Insitutsleitung nicht das der arbeitenden Praktiker ....
    (Mein Lieblingsinstitut hat innerhalb des letzten Jahres eine entsprechende "Thymolpräperat" Untersuchung in biene/adiz/if publiziert ... und in meinem IV sind Mitarbeiter des Instituts)


    Freundliche und sonnige Grüße aus Heidelberg!
    Arnd



    Auch von mir ein feundlicher Gruß aus dem nicht so freundlichen Oberhessen ...
    Bienen.Knecht


    Postscriptum:
    Noch ein Nachtrag zu Bienenwohl:
    Die einmalige Applikation des Mischpräparats Bienenwohl ... erreicht zwar ausreichende Wirksamkeit (bis zu 96%), führt aber zu hohen Bienen und Völkerverlusten ....



    Hier die Adresse die funktioniert:
    http://www.neurobiologie.fu-be…6_ADIZ_Oxals%C3%A4ure.pdf

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Bienenknecht () aus folgendem Grund: Postscriptum als Nachtrag ... bin gerade darüber gefallen !

  • @ Bienenknecht

    der Link funzt nicht. Was dort steht deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen.

    Eine persönliche Frage hast du eigene Erfahrung mit alv ?

    Die Auffütterung ist kein Problem, auch während der Behandlung, es sei denn du willst das Futter später als Honig gewinnen:lol:

    Die Belastung der Waben ist nicht zu negieren, davon kann kein Honig mehr gewonnen werden, bei mir ist der Honigkreislauf getrennt vom Brutraumkreislauf also auch kein Problem, nach Einsatz von alv vergehen über ein halbes Jahr bis wieder Honigzargen eingesetzt werden.

    Ich hab Buckis und Carnica am Stand, starker Verflug fällt sofort auf, bei mir verfliegen sich die Völker nicht stark, so gut wie kein Verflug, nur bei den Drohnen, die machen was sie wollen :p Vielleicht sind sie günstig aufgestellt, kein Wind, genügend Abstand, angemessene Völkerzahl usw. auch unter Einfluss von alv, gar kein Unterschied.

    Thymol hat meines Wissens nix mit Thymian zu tun. Wenn behauptet wird der Honig könne hinterher nach Thymol schmecken, sollte man dazu sagen, dass man diese Ergebnis nur durch extravagante Anwenderfehler hinbekommt. Nicht das jemand der es richtig anwendet hat hinterher geschmacklich frustriert ist.

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Hiho!
    Ich behandele meine Völker seit ich sie habe mit Thymol bzw. ApiLifeVar, von Thymolgeruch oder -geschmack habe ich noch nix bemerkt; wie man das hinkriegt ist mir schleierhaft. Was mich allmählich etwas stutzig macht, ist, daß es so viele verschiedene Meinungen zur Anwendedauer gibt. Von 4 Wochen, bis Dezember (steht auf der Packungsanweisung) oder bis in's nächste Frühjahr war alles dabei...
    Thymol hat sehr wohl etwas mit Thymian zu tun!: Das ist ein Bestandteil der ätherischen Öle aus Thymian, Oregano, Bohnenkraut und Ajowa. Wobei ich annehme, daß die meisten Thymolpräparate synthetisch hergestelltes Thymol enthalten.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Wobei ich annehme, daß die meisten Thymolpräparate synthetisch hergestelltes Thymol enthalten.


    Diese Annahme trifft den Nagel auf den Kopf.
    Und daraus erwächst möglicherweise das Hauptproblem.
    Synthetisch hergestellte künstliche Duftstoffe sind in ihrer Molekularstruktur nie identisch mit den natürlichen Originalen - dies führt zu einer hohen Persistenz (Stabilität gegen organischen Abbau) in Lebenszusammenhängen. Viele synthetische Duftstoffe reichern sich in Organismen im Fett (Körperfett) oder fettähnlichen Substanzen an - so wie auch im Bienenwachs, also in den Waben.
    Ist die Anreicherung hoch genug (Sättigung?), wandern die Substanzen dann auch in ihre Umgebung, z.B. in den Honig ein.


    Abgesehen davon, daß Bienen tatsächlich vorwiegend in ihrer Geruchs- und Geschmackswahrnehmung leben und sich in ihr orientieren und wir uns schon aus dieser Einsicht fragen können, wie es einem Bienenvolk mit einem permanenten "Hintergrundstinken" so gehen mag?


    - ist die Frage, was mit dem synthetisierten Thymol geschieht, wenn es mit dem Honig gegessen wird usw.?


    fragt
    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Ich habe vor ca 3 Jahren auch mal ApiLife Var an 5 meiner Bienenvölker getestet. Ich habe hier die Behandlung nach dem Einfüttern durchgeführt und das ApiLife Var dann bis ins Frühjahr im Volk belassen.

    Ich habe mit Apilife Var eigentlich keine Schlechten erfahrungen gemacht. Die Völker sind gut aus dem Winter gekommen und auch soweit bombig gestartet.

    Allerdings ist halt die Sache mit dem Geruch und etwaigen Rückständen die mich dann bewogen hat von diesem Behandlungskonzept abzusehen. Ich habe, was Punkto Rückstände usw betrifft auch den Beitrag der Forschungsanstalt für Milchwirtschaft in Bern herangezogen. Diese kommt zur Schlussfolgerung, dass eine Behandlung mit Thymol bezüglich der Bedenklichkeit der Honigqualität derzeit noch nicht ratsam sei.

    Hinweis zum Artikel:
    http://www.beekeeping.com/artikel/thymol.htm

    Allerdings denke ich, dass eine Behanldung von Ablegern schon passen könnte. Allerdings habe ich mich jetzt auf ein anderes Behandlungskonzept eingeschossen ....

  • Ich habe hier die Behandlung nach dem Einfüttern durchgeführt und das ApiLife Var dann bis ins Frühjahr im Volk belassen.
    ...
    Allerdings ist halt die Sache mit dem Geruch und etwaigen Rückständen die mich dann bewogen hat von diesem Behandlungskonzept abzusehen. [/COLOR]


    Von dem Konzept, die Völker auf ALV überwintern zu lassen? Davon hätte ich auch abgesehen, ist doch klar, dass man dann im Frühjahr noch was riecht..


    Grüße


    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter



  • O.K.- Ich habe jetzt mal ein bischen gegoogelt und auf die ApiLifeVar-Packung geguckt. Wenn man dem Hersteller und allen anderen glauben schenken will, sind die Inhalsstoffe alle natürlichen Ursprungs. (nat. Thymolkristalle, Eukalyptol, nat. Kampferkristalle, nat. Mentholkristalle)

    Das Hintergrundstinken ist ja nicht permanent vorhanden, je nach Behandlungsdauer und Kombination mit anderen Methoden 4 Wochen bis 4 Monate.

    Wer seine Honigwaben nur im Honigraum und zu gegebener Zeit einsetzt, kann überhaupt keine Probleme mit Fremdgeruch/Geschmack haben. Ich denke, jede Behandlungsmethode hat ihre Vor- und Nachteile, da muß jeder abwägen, welches 'Übel' ihm am sympathischsten ist...
    Grüße! zonia

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo Zonia
    Ein bisschen Wachs wird immer umgetragen/verarbeitet. Thymol lagert sich im Wachs ab, im Honig hast Du immer ein bisschen Wachs und somit auch Thymol.
    Das ist somit ein Grund wiso es immer mehr Thymianhonig gibt.
    Man lässt die Produkte sicherheitshalber den ganzen Winter oder noch besser auch den Sommer in den Völkern.
    Als ehemaliger Gesundheitswart hat man sehr viel gesehen und gerochen.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo




  • Wenn ich die HR aufsetze bauen die Bienen die immer neu aus, jedenfalls ist der Einbau von altem Wachs aus den Bruträumen unsichtbar, wozu auch ? Wenn sie im Brutraum nennenswerte Mengen abbauen würden für die HR, dann müssten sie es doch wieder ausschwitzen, weil der Raum benötigt wird.

    Heisst natürlich nicht, dass die Bienen grundsätzlich nicht in der Lage sind Wachs aufzunehmen und anderswo einzusetzen, aber die Situation beim Ausbau der HR ist ganz anders, es herrscht Tracht, die Bienen verfügen über Energie, die Räume werden aufgeheizt und ausgebaut, mit weißem Wachs

    Wachs im Honig ? In Spuren vielleicht, von den Honigwaben, die durch das Altwachs umtragen kontaminiert sind. :p

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • [quote='Hugo Greber','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=195358#post195358']Hallo Zonia
    Ein bisschen Wachs wird immer umgetragen/verarbeitet. Thymol lagert sich im Wachs ab, im Honig hast Du immer ein bisschen Wachs und somit auch Thymol.
    Das ist somit ein Grund wiso es immer mehr Thymianhonig gibt.

    Selbst wenn, ich nehm's in Kauf. Und das bischen Wachs samt Spuren von Thymol macht doch aus einem x-beliebigen Honig keinen Thymianhonig!? :confused:

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Am 29.7. habe ich das erste Plättchen auf die Waben meines Ablegers gelegt. Die übrigen Tage im Juli keinen Abfall einer Milbe.
    Am 3.8. fiel die 1. Milbe, am 5.8. eine weitere, am 8.8. 2 Milben, am 9.8. 1 Milbe, am 10.8. 2 Milben, am 11.8. 1 Milbe und heute am 12.8. (dem Tag, an dem das ätherische Öl komplett verdunstet sei oder die Stockluft intensiv angereichert sei 5 Milben.
    Heute habe ich nun ein weiteres Plättchen aufgelegt.

    Wie würden Sachkundige bei ApiLife Var das Ergebnis beurteilen?

    Lydia