Flugloch bei Ableger?

  • Hallo Zusammen,


    ich habe seit etwas mehr als einer Woche meine ersten beiden Ableger mitsamt begatteter Königin bekommen. Die Brutwaben sind auf einer Seite der Zarge, dann folgen Mittelwände und am Rand eine Futtertasche (1l). Das Flugloch habe ich mit einem Schaumstoffstreifen klein gehalten. Spielt es eine Rolle, ob das Flugloch auf der Seite der Brutwaben, oder auf der anderen (in meinem Fall bei der Futtertasche) ist?
    Danke für Eure Hinweise!

  • Hallo Beebook!
    Die Bienen brüten immer in der Nähe des Flugloches, soll heißen das dein Ableger sich mit der Brut in Richtung des Flugloches bewegen wird.
    Konkret bedeutet das, dass die Königin neue Stifte vorzugsweise und verstärkt in die fluglochnahen Waben legen wird (sofern ausgebaut) und sich das Brutnest mit der Zeit dorthin verlagert.
    Was mir aber auffällt ist die Tatsache, dass dein Ableger, der vermutlich die bebrüteten Waben am stärksten besetzt, das Flugloch an der entgegengesetzten Seite der Zarge hat und dann noch direkt dort wo die Futtertasche sitzt.
    Das bedeutet relativ hohe Räubereigefahr, da die Bienen das entfernte gelegene Flugloch kaum bis garnicht verteidigen werden zumal sie als Ableger so oder so keine ordentliche Fluglochwache stellen können.
    Mein Tip: Das Flugloch direkt an der "Brutwabenseite" der Beute machen und schön eng halten (ca. 2-3 Bienen breit). Und immer möglichst geruchsneutral füttern, sprich Sirup o.Ä., aber nix was süss riecht.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,
     
    besten Dank für die Antwort,
     
    ich werde Deinen Ratschlag berücksichtigen und das Flugloch auf die Brutwabenseite verlegen. Mal sehen was passiert!

  • Und immer möglichst geruchsneutral füttern, sprich Sirup o.Ä., aber nix was süss riecht.


    und am besten auch nichts Süßes füttern... :p


    Auch Sirup riecht süß, lass mal einen Futtereimer in einer Trachtpause offen stehen... :Biene::Biene::Biene:



    Nur abends Füttern,
    möglichst oft kleine Portionen, die nach einem, spätestens nach zwei Tagen aufgebraucht sind,
    nichts verkleckern - weder in, noch ausserhalb der Beute,
    Futter immer auf der fluglochabgewandten Seite geben
    Flugloch eng halten, am besten seitliches Flugloch.

  • und am besten auch nichts Süßes füttern... :p


    Ist auch ganz schlecht für die Zähne und die Bienen sind der Beweis. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder