Brutableger füttern und erweitern?

  • Hallo zusammen,
    obwohl ich jetzt sehr viele Beiträge hier gelesen habe, bin ich doch unsicher und stelle jetzt einfach mal meine Fragen:
    Mein Brutableger vom 1. Mai hat eine Königin nachgezogen, die ist begattet und das Volk hat Brut. Ich hatte den Ableger vom ersten Tag an mit Zuckerwasser 1:1 gefüttert, musste das Zeug aber nach Kurzer Zeit wegwerfen, da es schlecht geworden ist - abgenommen haben die Bienen nichts oder nur sehr wenig. Das hatte sich auch nicht geändert. Habe jetzt die Futterzarge entfernt.
    Was ist nun richtig: Soll ich jetzt doch wieder füttern? Soll ich jetzt schon einen 2. BR aufsetzen oder sollte ich lieber warten, bis der 1. BR voller Bienen ist?
    Danke für eure Hinweise und Ratschläge
    Grüße
    Jürgen

  • ...musste das Zeug aber nach Kurzer Zeit wegwerfen, da es schlecht geworden ist.


    Hallo Jürgen,


    nur wenig (1/2 Liter) anbieten und täglich kontrollieren.
    Nach 3 - 4 Tagen kann es schon anfangen zu gammeln, je nach Witterung und Sauberkeit.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Jürgen


    Wie Radix schon schrieb: wenig, dünn und jeden Tag.
    Versuch mal die sache mit dem Wurst oder Gurkenglas:
    Unterste Zarge mit Rähmchen voll. (2. BR-Zarge mit MW drauf) Folie drauf.
    Loch in Folie (3 Seiten eingeschnitten zum umklappen). Loch so groß, das eine Wabengasse ein paar cm geöffnet ist.
    Leerzarge drauf.


    Sauberes Wurst oder Gurkenglas: Deckel mit 1,2 mm Nagel ein paar mal durchlöcher, so das die Löcher hinterher auf der geöffeneten Wabengasse zu liegen kommen.
    In das Glas wenig Futter einfüllen.
    Glas mit zugeschraubtem Deckel auf das Loch in der Folie stellen.


    Die Bienen haben den direkten Kontakt zum Futter.
    Dieses Glas jeden Abend füllen.
    Zusehen und staunen, wie die Bienen wachsen :lol:
    Glas alle paar Tage gegen ein neues sauberes austauschen.


    Ich setze den 2. BR bei den Ablegern auf, wenn die Hälfte des unteren BR besetzt ist.


    feddich.


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Ich setze den o. BR mit LW auf, wenn der u. BR in allen Gassen von Bienen belaufen wird und ich die Aufsatzzargen und Waben frei hab. Im Sommer und in Ablegern ist das mit der Aufsetzerei nicht ganz so kritisch. Hauptsache man setzt nicht in trachtloser Zeit stark dufftende Schleuderwaben auf und läßt wo möglich noch das Flugloch breit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen,
     
    ich fütter meine Ableger mit "fladenweise" Apifonda Futterteig. Spricht da was gegen?
    Eine alte Imkerin hat mir dazu geraten, da sie meinte, dass bei Flüssigfütterung die Räubereigefahr größer sei.
    Gruß aus Hessen,
     
    Roman

  • Kannst Du machen, aber achte darauf, daß Wasser zur Verfügung steht.
    Beim frischen Ableger in der Zarge, sobald Flugbienen da sind, draußen in der Nähe.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Moin


    Beim Vergleich Flüssig, gegen Fest, habe ich festgestellt, das sie einfach besser bauen, wenn flüssig gefüttert wird.


    Dünn eben, wenig und gleichmässig.


    Fest habe ich früher gefüttert, als ich sehr weit vom Bienenstand weg gewohnt habe.
    Da war die Entwicklung der Ableger einfach nicht die Gleiche.


    Futter ist in meiner Region aber jetzt schon sehr angebracht, da die Ableger zur Zeit mehr Futter verbrauchen als Sie reitragen!


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Zitat

    flüssig aber wenig


    Das liest man in diesem Zusammenhang immer wieder.
    Was ist diesbezüglich aber wenig? Gibt es da ein Faustregel wie z.B. je besetzter Wabengasse x ml Futter? Oder ein 2 kg-Schwarm bekommt nach dem einschlagen täglich x ml Futter bis er alles ausgebaut hat?
    Welche Konzentration hat dabei das Futter?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Das liest man in diesem Zusammenhang immer wieder.
    Was ist diesbezüglich aber wenig? Gibt es da ein Faustregel wie z.B. je besetzter Wabengasse x ml Futter? Oder ein 2 kg-Schwarm bekommt nach dem einschlagen täglich x ml Futter bis er alles ausgebaut hat?
    Welche Konzentration hat dabei das Futter?
     
    Beste Grüße
    Hartmut


     
    Wenn keine Tracht herrscht, wirklich Tracht, dann alle 5 Tage Futter 5 Liter 2:1 mit einem System das nur einen Liter am Tage durch lässt.
    Diese 5 Liter Eimer mit feinem Sieb bewähren sich da optimal.
    Bei Offenfütterung entsteht das Problem, dass zu viel Futter auf einmal abgenommen wird und es zu Stockungen des Organimusaufbaus kommt.
     
    Der
    Drohn