Überwinterungsgröße - Beutengröße

  • Moin,


    als erstes: ich bin ganz brav und suche nach einer "großen" Beute.


    Deshalb meine Frage:
    wie groß muss eine Beute sein, dass ein Bienenvolk ganzjährig damit klar kommt. Oder anders: wie groß muss eine Einraumbeute sein, die den Bienen nicht zu groß ist bzw. auch nicht zu klein wird. Und nein, ich will nicht ans Minimum! Ich denke grade an einen hohlen Baumstamm, den man als Beute umfunktioniert. Vielleicht mit Rähmchen, vielleicht mit Naturbau,...


    Danke


    Sebastian

  • Gute (Streit)frage,
    Ich würde sagen mindestens 45 dm³ bis max. 80 dm³ nutzbare Wabenfläche.


    Bei einer Klotzbeute im Naturbau würde ich eine höhe von 80 cm ansetzen plus 10-15 cm Leerraum oben zum Füttern und zur Ameisensäurebehandlung mit aufgelegtem Schwammtuch.
    Breite für acht Waben, also 30 cm. Tiefe auch 30 cm.


    Also etwa die Maße einer vierzargigen Warrebeute. ( Die Bienen überwintern sehr gut auf Warrezargen.)


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • wie groß muss eine Beute sein, dass ein Bienenvolk ganzjährig damit klar kommt ...

    ... ist die Frage, was klar-kommen meint.


    Bienen überwintern problemlos in 3-Zargigen Mini-Plussen. Und sie schwärmen daraus ganz problemlos schon im April. Den Boden verbauen und bebrüten sie gnadenlos und schwärmen dann im Mai gleich wieder, wenn man sie nicht auseinandernimmt. Im August lagern sie als Bärte vor aber im Winter passen alle rein. Die Bienen kommen also mit sehr viel mehr klar als die Imker und die Bienen sind auch noch von Volk zu Volk unterschiedlich gut an bestimmte Wohnraumgrößen angepaßt. Das sieht man schon an den Hinterbehandler- bzw. Magazinköniginnen.


    Bei mir überwinterte ein Schwärmchen in einem Spechtloch und ...


    ... kam damit klar. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hey Sebastian!
    Ich habe mir gerade mal spaßeshalber dein Profil durchgelesen und dabei festgestellt, dass du schon seit 4 Jahren hier angemeldet bist.


    Ganz ohne zu stänkern oder gar etwas gegen dich zu haben:
    Bereits damals hast du dich nach Betriebsweise bzw. passender Beute etc. erkundigt.
    Nach mittlerweile 4 Jahren stellst du aber wie auch mit der o.g. Frage wieder Fragen, die m.E. nicht darauf schliessen lassen, dass du in der Zwischenzeit Literatur studiert hast oder eigene Bienen gehalten hast.
    Stimmt das oder täuscht mich mein Eindruck?
    Selbst falls du, und so scheint es mir, nur Bienen zum Spaß an der Freude halten willst und gar keinen Honig oder sonstige Bienenprodukte ernten willst, musst du dir trotzdem einiges an grundlegendem Wissen über die Biologie der Honigbiene, Varroabekämpfung sowie über die heutigen Bienenrassen und ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse aneignen! Anderenfalls kommen solche Ideen wie Miniplus als Betriebsweise oder "Begattungsvölkchen" von ein paar hundert Bienen dabei raus. Und das ist weder für dich noch für die Bienen irgendwie sinnvoll wobei die Bienen den großen Nachteil haben, dass sie diese Versuche mit ihrem Leben bezahlen bzw. das Gesamt-"Volk" dies tut.
    Wenn du also einfach Bienen halten möchtest, wälz` Literatur, eigne dir zudem praktisches Wissen über eine herkömmliche Imkerei (wie immer diese auch aussehen mag) an, lerne damit zu arbeiten und dann kannst du in den folgenden Jahren neben deinem regulären Betrieb sicherlich auch Versuche starten. Wobei aufgrund deiner Erfahrungen in der Folge sicherlich keine der oben genannten Art mehr auftauchen werden.
    Zu der ursprünglichen Frage: Wenn es eine einfach Einraumbeute sein soll mit Potenzial doch mal richtig zu imkern, Honig zu ernten und mit heutigen Bienenherkünften effektiv zu arbeiten, nimm eine Dadantbeute. Die ist quasi einräumig, sprich sie hat einen ordentlich großen Brutraum und bietet den Bienen so die Chance in ihr über das Jahr zu kommen. Wobei sie dir trotzdem ohne imkerliche Maßnahmen früh abschwärmen werden, was dir aber egal sein kann, solange die Nachbarschaft keine Probleme mit Schwärmen im Gartengesträuch hat und du, um ein schlechtes Gewissen gegenüber den Bienen zu vermeiden, die Schwärme ggfs. weitervermitteln kannst.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • patrick
    habe Bienen seit ein paar Wochen, Wissen wächst täglich und ja ich bin seit ca. 4 Jahren hier im Forum angemeldet, hat aber leider nicht früher geklappt.


    @All
    Danke für die Antworten.