Studie über den Erfolg einer Hyposensibilisierung

  • Hallo,


    Prof. Dr. Karsten Münstedt von der Universitätsfrauenklinik Gießen hat eine Studie über Imkerei mit Bienengiftallergie bez. Allergie + Hyposensibilisierung durchgeführt. Die Ergebnisse seiner Studie veröffentlicht er in der Juliausgabe der Biene/ADIZ/Imkerfreund. Da ich diese Zeitungen leider nicht mehr im Abo habe und es wohl auch nicht möglich ist, eine einzelne Ausgabe zu kaufen, würde ich mich freuen, wenn mir jemand den Artikel zur Verfügung stellen könnte.


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Wenn die nächste Ausgabe in meinem Briefkasten ist kann ich den Artikel scannen und als eMail versenden. Dazu brauche ich allerdings noch eine "Erinnerung" kurz vor oder nach Erscheinungstermin.


    Das Thema interessiert mich sehr, weil ich selber betroffen bin. Leider gibt es viele falsche Informationen und Ärzte und Apotheker bezeichnen sehr oft eine harmlose Überempfindlichkeit (große Schwellung) als Allergie. Das Ergebnis sind sehr viele Menschen die unnötig Angst vor Bienen haben.

    Ich weiß von vielen Dingen, aber die Anzahl der Dinge von denen ich nichts weiß wird stets größer sein.

  • In "Die Biene" (z.B, 5/2009 S.25 oben links) inseriert öfter eine Heilpraktikerin
    "Bienengiftallergie - Hilfe durch Homöopathie".


    Kennt jemand die Dame und Praxis?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo und vielen Dank,


    irgendwie scheine ich die automatische Benachrichtigung abgeschaltet zu haben, aber egal.


    Ich habe mir gerade die Originalstudie ausgedruckt, hätte aber trotzdem gerne noch den Bericht in Deutsch.


    Zeidler : meine Emailadresse ist Thomas@Reimelt.net


    Übrigens stimmt es, dass es bei den Ärzten keine einhellige Meinung gibt. Ich bin mit meiner Allergie bei drei Ärzten und hier sind die drei Meinungen:


    Hausarzt: "Das mit dem Imkern sollten Sie vergessen. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Immunisierung langfristig gewirkt hat."


    Allergologe: "Nach der Immunisierung wäre es sogar gut, wenn Sie wieder imkern, da Sie dann regelmäßig gestochen werden und das die Immunisierung auf dauer auffrischt. Sie sollten aber für die drei Jahre Immunisierung eine Pause einlegen."


    Allergolgieprofessor der die Immuniserung durchgeführt hat: "Sie können ruhig weiter imkern. Nach der Schnellimunisierung kann Ihnen nichts mehr passieren. Allerdings sollten Sie die Behandlung dann nicht nach drei Jahren beenden, sondern solange Sie imkern fortführen.


    Da ich jetzt sowieso fast drei Jahre lang keine Bienen mehr habe, liegt mir natürlich die Meinung meines Allergologen am meisten, aber jetzt lese ich erst mal die Studie.


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Drei Ärzte-fünf Meinungen ! Das ist normal und spiegelt häufig die persönliche Ansicht eines Mediziners wieder.
    Fakt ist: Der Erfolg liegt bei rund 90% und ist damit emfehlenswert. Hyposensibilisiereungen gegen Pollen o.ä. liegen bei 30-40% ( Immer die Frage, wie man den Erfolg misst)
    Die Schnell-Hyposensibilisierung (im Krankenhaus) ist geringgradig schlechter, dafür geht es flott.
    Während der Hyposensibilisierung imkern ist auch kein Problem. Es gibt einige Imker, die hoch allergisch, aber gut geschützt arbeiten.
    Auch langfristig gibt es einen guten Schutz, zumal dieser durch nicht vermeidbare Stiche potenziert wird, wie der Allergologe schon sagte.
    Homöopatisch liegen mir keine Studien vor, die Erfolge liegen meist auf Placeboniveau.

  • Ja. Dass mir keine vorliegen, ist Fakt. Ich hab keine gefunden. Gibt es welche ?
    Dass ich die Wirksamkeit gering vermute, ist meine Meinung und liegt an der Art der Erkrankung und an ca. 20 Jahren medizinischer Erfahrung.

  • Ich hab da einen sehr guten Link für alle, die englisch gut verstehen können, oder spanisch lesen. James Randi aus Kanada, ein Gegner von Pseudowissenschaften und Mitglied der Skeptics Society beschreibt dort, mit einer Spur Sarkasmus und Witz wie Homöopathie funktioniert. Danach darf man sich noch mal fragen, ob es einen Effekt über Placeboniveau geben wird oder kann.


    http://www.youtube.com/watch?v=Xd23gBkhf9A Part 1
    http://www.youtube.com/watch?v=Sh7J7cbmXPo&feature=related Part 2



    Gruss


    Dominik

  • Dass ich die Wirksamkeit gering vermute, ist meine Meinung


    Das stand da so nicht ;-)


    Der Bien schrieb:


    Danach darf man sich noch mal fragen, ob es einen Effekt über Placeboniveau geben wird oder kann.


    Äh, ist das der gleiche Randi, der auch Akupunktur für Placebo hält!? Und das Akupunktur besser und nebenwirkungsloser wirkt als die "klassische" Medizin wirkt, hat die Charité in Berlin ja schon in Studien bewiesen. Also soviel zu Randi...


    Ich bin aber nicht zum Streiten über solche Themen hier ins Forum gekommen, ich kann es nur nicht ab, wenn Leute Meinungen als Fakten präsentieren.


    Gruß,


    Michael

  • Das stand da so nicht ;-)
     
     
    Äh, ist das der gleiche Randi, der auch Akupunktur für Placebo hält!? Und das Akupunktur besser und nebenwirkungsloser wirkt als die "klassische" Medizin wirkt, hat die Charité in Berlin ja schon in Studien bewiesen. Also soviel zu Randi...
     


     
    Ja, der Randi ist´s. Und das widerspricht sich ja auch nicht: Natürlich gibts Fälle, wo Akupunktur wirkt. Placeboeffekt heißt ja NICHT, daß eine Therapie NICHT wirkt, sondern, daß die Theorie hinter der Therapie evtl. nicht stimmt.
     
    Gerade die Untersuchungen über Akupunktur zeigen, je nach Erkrankung, ganz unterschiedliche Ergebnisse.
     
    Ich hab mal was an der Uni von Placeboraten von 30 bis 40% gehört. Und zwar nicht bei kleinen Wehwechen, sondern gerade bei Allergien, Asthma und Co. Und nicht nur bei Homöopathika, Akkupunktur etc. sondern natürlich auch bei den "bösen" Schulmedizinen.
     
    Aber das ist doch egal, ob ich von einem Placebo oder einem Medikament geheilt werde... (Doch, Placebos haben auch Nebenwirkungen...).
     
    Bevor es hier OT wird, verweise ich auf die Skeptikerbewegung ( http://www.gwup.org/ ).
     
    Gruß, Faxe (der eine wissenschaftlich fundierte Naturmedizin begrüßt, bei Homöopathie vorsichtig wird und bei Spagyrik, Bachblüten etc. zunächst einmal den Kopf schüttelt. Dafür habe ich täglich mit zu vielen Scharlatanen zu tun.) :p_flower01:

  • Hallo,


    mir geht es ähnlich, wie dem Thomas, ich habe 4 Jahre geimkert und dann mit einem allergischen Schock auf einen Stich reagiert. Danach habe ich die Schnellhypsensiblisierung angefangen und nach 4 Monaten darauf allergisch reagiert. Daraufhin wurde die Hyposensiblisierung abgebrochen.Das ganze wurde mit Vernomil durchgeführt. Inzwischen hat mir mein behandelnder Arzt gesagt, daß ich es im Herbst nochmal mit einem Depot Präparat versuchen kann.


    Hat irgendjemand dazu Erfahrungen?

  • Hallo Thomas,
     
    für eine kleine Info wäre ich dankbar, wenn Du irgendwie diese Studie in deutsch auftreiben könntest. Gilt natürlich für alle anderen auch, die "den Zugang haben".
     
    Gruss
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)