Schleudern von Naturbau

  • Hallo zusammen,
     
    ich habe mal eine Frage an die Naturbaufreunde:
    Bei zwei Völkern habe ich in diesem Jahr Honigräume aufgesetzt, die bis auf zwei Rähmchen, die zur Richtungsvorgabe einen Anfangsstreifen eingelötet hatten mit leeren, gedrahteten Rähmchen bestückt waren. Die Bienen haben die Zargen mit wunderschönem (überwiegend großzelligem) Wabenbau ausgebaut, diesen mit Honig gefüllt und schön verdeckelt -eine wahre Freude, leider habe ich versäumt, das zu fotografieren.
    Diese Waben haben aber leider einen großen Nachteil: der Wabenbau ist sehr filigran und instabil. Einige der Waben hatten schon durch das Abstoßen der ansitzenden Bienen waagerechte Risse. Beim Entdeckeln musste ich sehr vorsichtig vorgehen, sonst wären die Waben dabei schon zu Bruch oder besser gesagt zu Matsch gegangen. In der Schleuder konnte ich nur durch mehrfaches Wenden und äußerst behutsames erhöhen der Drehzahl den vielfachen Wabenbruch verhindern.
     
    Wie lässt sich so ein Naturwabenbau stabilisieren, oder habt ihr eine besondere Schleudertechnik?

  • Hallo Wulle,
     
    hast Du im Ho-Raum etwa Ganzzargen?:roll:


     
    Grundsätzlich sind meine Honigräume wie auch die Bruträume normale Zanderwaben. Der Naturbau ist in 2/3 Zanderrähmchen. Im Grunde war der Naturbau nur der Tatsache geschuldet, dass ich keine 2/3 Mittelwände bekommen habe und ich eine Kundin habe, die den Honig in der Wabe kaufen will und ich den gedanken an den Verzehr von Mittelwandwachs irgendwie eklig finde. Also hab ich mir gedacht, lass sie einfach bauen, verkaufe die schönste Wabe als Wabenhonig und schleudere den Rest aus, was ich ja dann auch gemacht habe.

  • Hallo Wulle,
     

    Hallo zusammen,
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    Einige der Waben hatten schon durch das Abstoßen der ansitzenden Bienen waagerechte Risse. Beim Entdeckeln musste ich sehr vorsichtig vorgehen, sonst wären die Waben dabei schon zu Bruch oder besser gesagt zu Matsch gegangen. In der Schleuder konnte ich nur durch mehrfaches Wenden und äußerst behutsames erhöhen der Drehzahl den vielfachen Wabenbruch verhindern.
    Wie lässt sich so ein Naturwabenbau stabilisieren, oder habt ihr eine besondere Schleudertechnik?


     
    1. Beim Entdeckeln unbedingt ein Absperrgitter unterlegen
     
    2. Ich habe ähnliche Probleme beim Schleudern und werde im nächsten Jahr Nordwaben nur für den Honigraum verwenden.
    Auch bei der 2. Schleuderung in diesem Jahr habe ich sehr zähen Honig in den Jungfernwaben vorgefunden.
    Obwohl kein Raps in der Nähe angebaut wird, muss viel Honig nach der Schleuderung in den Zellen verbleiben.
     
     
    Wer hat andere Empfehlungen?

  • Ich verwende DN-Halbe im Honigraum, Naturbau.
    Zum Schleudern befestige ich in der Schleuder ein zugeschnittenes Edelstahl-Absperrgitter. Dagegen lehne ich die Rähmchen.
    Damit habe ich über die ganze Fläche eine Auflage.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Sehr schonend gehen Radialschleudern mit Naturbau um. Mir ist dieses Jahr mit meiner 10er-Roland-Weber-Schleuder (mit Bruchschutzgitter) erstmals eine einzige Wabe gebrochen - die ich vorher durch eine bescheuerte, unnütze Spritzprobe schon fast komplett aus dem Rahmen gerissen hatte. Ansonsten gehen selbst frei am Oberträger hängende, seitlich und unten nicht angebaute, prallvolle Naturbauwaben mit sehr zähem, trockenen Honig dabei nicht kaputt. Allerdings erhöhe ich die Drehzahl schrittweise.

  • Hallo,
     
    Mit der Radialschleuder kann ich betsätigen. Habe in diesem Jahr zum ersten Mal Naturbau geschleudert (2/3 Langstroth). Da ich nicht entdeckelt habe (Heißluftfön), hat alles prima fnktioniert, auch wenn z.T nur die Hälfte ausgebaut war.
     
    Viele Grüße
     
    medvetty