Roundup Dämmerung?

  • Hier mal eine gute Zusammenstellung der Hintergründe zum Thema Glyphosat https://gennetz.files.wordpres…tudie-mertens-autorin.pdf


    Da bin ich übrigens drauf gestoßen, als ich wegen des Zika-Virus rumgefuchtelt* habe. Die Missbildungen in Südamerika gibt es doch schon sehr lange, warum kommt es jetzt so rüber, als sei dies ein neues Phänomen und plötzlich ist auch die Verbindung zum Glyphosat kein Thema mehr? Die Verbindung zwischen Virus und Missbildungen sind noch nicht mal eindeutig geklärt. Es werden aber schon mal 550 t Insektizide in Brasilien ausgebracht...(Zahl weiß ich gerade nicht mehr so ganz genau, aber die Größenordnung hatte es)


    Zeit, mal wieder das Caput zu schütteln
    Henrike


    *gelobt sei die Autokorrektur, ich lass das jetzt einfach mal stehen :-)

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von henrike () aus folgendem Grund: Rumgefuchtel

  • Da bin ich übrigens drauf gestoßen, als ich wegen des Zika-Virus rumgefuchtelt* habe. Die Missbildungen in Südamerika gibt es doch schon sehr lange, warum kommt es jetzt so rüber, als sei dies ein neues Phänomen und plötzlich ist auch die Verbindung zum Glyphosat kein Thema mehr?


    Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Viren sind in der Regel Eiweiße ohne eigene DNA. Das bedeutet, sie werden vom betroffenen Körper selbst produziert. Zur Heilung, zur Beschleunigung des Ablebens, etc. Die Anzahl an Viren im Körper ist nicht mehr, als ein Abbild von dessen Zustand.


    Die Verbindung zwischen Virus und Missbildungen sind noch nicht mal eindeutig geklärt. Es werden aber schon mal 550 t Insektizide in Brasilien ausgebracht...


    Das ist die logische Konsequenz aus schulmedizinischer Sichtweise. Viren wurden noch nie mit dem Vergiftungszustand eines Individuums in Verbindung gebracht. Doch, halt, bei den Bienchen gabs doch mal eine Studie, dass z.B. das DWV-Eiweiß nur dann vermehrt feststellbar ist, wenn körpereigene Abwehrsysteme giftbedingt nicht mehr richtig funktionieren. Also eine Art in Gang gesetzter Selbstzerstörungsmechanismus nicht überlebensfähiger vergifteter Individuen.


    Grüße Sven

  • Die Frage ist doch auch, warum sich die Mücken (welche das Virus beherbergen) so plötzlich und massenhaft vermehren.
    Kann doch gut sein, dass drch den Einsatz irgend eines Pestizides die Feinde der Mücken dezimiert wurden.
    Logik nach Montesanto und Co.

  • Die Frage ist doch auch, warum sich die Mücken (welche das Virus beherbergen) so plötzlich und massenhaft vermehren


    Hallo Lux,


    tun sie das tatsächlich oder tragen sie jetzt nur vermehrt den Virus (ein Protein!) in sich, weil deren Wirte eben vermehrt den Virus in sich tragen.


    Das ist ja bei Zecken auch nix anderes, bei frisch geschlüpften Nymphen sind Borreliose-Erreger auch nicht nachweisbar, die holen die sich erst bei ihren Wirten.


    Und das Ebola-Protein soll ja auch bei 5 % der Bevölkerung Afrikas im Blut nachweisbar sein, Erkrankungen, die damit in Zusammenhang gebracht werden, treten aber eher regional begrenzt auf, was dann wieder auf andere zusätzliche Belastungen schließen lässt, z.B. Pestizide oder auch hohe Quecksilberbelastungen durch die Goldgräberei, das ist dort ja weit verbreitet. In Brasilien mittlerweile übrigens auch :wink:


    Grüße Sven


    Edit: Borrelien sind keine Viren und können sich dann ggfls auch im Blutsauger vermehren und sind mit AB behandelbar.

  • Es hängt halt alles miteinander zusammen. Die Einzelbetrachtung ist es ja dann, die dazu führt, dass man den Gesamtzusammenhang nicht mehr erkennt. Glyphosat spielt da mit Sicherheit auch eine Rolle, dazu müsste man aber mal eine Übersicht haben, wo was vermehrt auftritt. In Argentinien sollte es ja eigentlich ähnlich ausschauen?


    Grüße Sven

  • Geschäft ist es aber sicherlich wieder ein hervoragendes für die Pharmaindustrie, siehe den Großeinsatz der Soldaten. Chemieeinsatz als ob es reiner Sauerstoff wäre und die guten Leute stehen neben ihrem Haus und atmen das ein.

  • Moin Sven,


    Viren sind in der Regel Eiweiße ohne eigene DNA.


    Hier irrst Du. Viren sind im Kern DNA oder RNA, die eine Eiweißhülle haben, aber keinen eigenen Stoffwechsel. Sie codieren in ihrem Kern sowohl die Erbsubstanz, die von der erkrankten Zelle vervielfältigt wird, als auch die Eiweißhülle, die entsprechend gebildet und um den Kern angeordnet wird, von der Immunabwehr erkannt werden kann.


    Die Immunabwehr kann durch biologisch aktive Substanzen sowohl gefördert, als auch gehemmt werden. Für mindestens 2 Neonics und einen Virus sowie den Nosemaerreger ist bei Bienen eine deutliche Hemmung belegt.


    Von Glyphosat ist mir das nicht so klar bekannt; für Säugetiere gibt es aber einen gut begründeten Verdacht, dass chronischer Botulismus hier eine Begünstigung erfährt.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Zur Information:
    Hier sind neue Nachrichten der EFSA zu finden:
    http://www.efsa.europa.eu/en/press/news/160113


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • http://www.gruene-bundestag.de…verfahren_ID_4398161.html


    "Die EU-Mitgliedsstaaten sollen schon am 7. oder 8. März der Neuzulassung des Total-Herbizids Glyphosat zustimmen. Daran hat der Kabinettschef von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis in einem Gespräch mit Mitgliedern des Umweltauschusses des EP keinen Zweifel gelassen. Dazu erklären Harald Ebner MdB und Martin Häusling MdEP: EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis will die Neuzulassung des umstrittenen Glyphosats offenbar möglichst schnell und noch dazu unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchsetzen. Dabei ist das Allround-Pflanzengift umstritten wie nie zuvor. ..."


    Gruß, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

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    Da bin ich übrigens drauf gestoßen, als ich wegen des Zika-Virus rumgefuchtelt* habe. Die Missbildungen in Südamerika gibt es doch schon sehr lange, warum kommt es jetzt so rüber, als sei dies ein neues Phänomen und plötzlich ist auch die Verbindung zum Glyphosat kein Thema mehr? Die Verbindung zwischen Virus und Missbildungen sind noch nicht mal eindeutig geklärt. ...
    Zeit, mal wieder das Caput zu schütteln
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    Genau! Als ich das erste Mal vom Zika-Virus hörte, dachte ich nur: Das kommt Monsanto &Co ja jetzt super zupass:roll:


    Bereits 2011 veröffentlichte der Nabu was dazu: https://www.nabu.de/imperia/md…at-agrogentechnik_fin.pdf


    Und ansonsten gibt es viiiiele Quellen mehr die sich auch direkt auf die Mikrozephalie zB in Brasilien beziehen..aber das wisst ihr alle eh besser als ich:wink:


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.