Roundup Dämmerung?

  • Hallo Bernhard,


    jetzt sind wir wieder beim Thema vorbeugend behandeln. Wovon ich grundsätzlich nichts halte. Weder im Forst, noch in der LW noch in der Imkerei.


    Ja, dadurch kann es auch passieren, dass man Lehrgeld zahlt. Dieses Jahr sind es bei uns z.B. wieder bei Kartoffeln, die von innen heraus faulen. Eine späte Spritzung war aufgrund der Wartezeit nicht mehr möglich. Aber ich sag mal so - ist einfach Natur pur und die Kunden, die Kartoffeln zum einkellern bekommen haben, bekomen eben noch eine Nachlieferung.


    Gruß GM

  • Die Dinger, die seit Jahrtausenden von ganz allein auf jedem noch so nährstoffarmen, trockenen Sandboden wachsen?


    Ja bitte, ein normaler, eventuell mit krummen Ästen und einigen braunen Nadeln ist doch kein Weihnachtsbaum? Hier kommen nur makellose, perfekt gewachsene, absolut gerade und schön grüne Exemplare in Frage. Der Konsument kennt dies von Obst und Gemüse. War da nicht mal was mit krummen Gurken und EU Vorschrift?
    Es ist nicht so einfach, die perfekte Tanne für Weihnachten zu finden. Berliner Forscher tüfteln nun an dem idealen Nadelbaum aus dem Labor: genetisch identische Weihnachtsbäumchen ohne Makel.
    Wer mehr lesen will:
    http://netzfrauen.org/2013/12/…rt-und-giftig-sind-deine/
    Wieder mal die Netzfrauen, die ich mit ihren Beiträgen sehr schätze.
    Gruß winolf

  • Was mir schon passiert ist, dass im Raps direkt in die Blüte gespritzt wurde und dann die Flugbienen getötet wurden.
    Leider! Und das sage ich nicht einfach so. Seitdem nehme ich mit den Bauern Kontakt auf und versuche die Spritzzeiten in Zeiten ohne Bienenflug legen zu lassen.


    Hallo Luffi,


    wenns so einfach wäre....


    Nur das Feld, das Anfang Oktober glyphosatisiert wurde, hat eine Größe von ca. 500 m * 2000 m. Das sind 100 Hektar. Allein zum Umpflügen der totgespritzten Fläche hat der Traktor 1,5 Tage benötigt. Die bewirtschaftende Genossenschaft hat dutzende solcher Felder. Erschwerend hinzu kommt, dass viele der Felder in sehr hügeligem Gelände liegen, was eine Bewirtschaftung bei zu feuchtem Boden nahezu unmöglich macht. Dann gibts da noch die begrenzte Anzahl an Personal und zur Verfügung stehender Maschinen...


    Die lachen sich kaputt, wenn da jemand anruft und versucht den ohnehin schon sehr engen Terminkalender durcheinanderzubringen. Es wird auch keinerlei Rücksicht darauf genommen, obs windig ist oder nicht und es den Sprühnebel auf die Wohnbaugrundstücke weht, mal ganz unabhängig von den Bienen.


    Daher sind unsere Tage hier gezählt.


    Gruß Sven

  • Moin,


    das ist die Antwort :



    Pestizide und Parkinson - Wenn Spritzmittel krank machen
    Hier ein Audiobeitrag vom BR 5 Radio zu den Folgen und der Bewertung von Pestizidanwendungen:


    Pestizide und Parkinson - Wenn Spritzmittel krank machen - 21.12.2014
    In Frankreich ist Parkinson als Berufskrankheit von Landwirten anerkannt. Als Auslöser der Krankheit gilt der exzessive Einsatz von Spritzmitteln. Auch in Deutschland häufen sich die Fälle. Bei einem Parkinson-Spezialisten im Allgäu geben sich kranke Landwirte die Klinke in die Hand. Doch von einer Anerkennung als Berufskrankheit oder dem Verbot von Pestiziden ist man hierzulande weit entfernt. Hier der ganze Radiobeitrag unter der Rubrik: Pestizide und Parkinson - Wenn Spritzmittel krank machen - vom 21.12.2014 : http://www.br-online.de/podcas…dcast-funkstreifzug.shtml


    Gruß
    Helmut

  • Widerstand ist zwecklos.


    Gestern Abend sass ich in lockerer Runde mit Kollegen. Eine holländische Wissenschaftlerin, welche mit Bienen und Landwirtschaft eigentlich nichts am Hut hat, reagierte plötzlich, als ich die Story vom hiesigen Imker und seinen vergifteten Bienen erzählte.
    Dieser Imker hatte sterbende Bienen über die Veterinärverwaltung ans JKI geschickt, mit dem Resultat, dass eine Beprobung nicht stattgefunden hat wegen "Formfehler " beim auszufüllenden Formular...


    Darauf die Wissenschaftlerin, in ihrem herrlichen Holland-Deutsch: Da wird nie was gefunden werden, denn sämtliche Referenzlabore hängen an irgendwelchen Geldern dran und werden sich die Finger nicht verbrennen an gerichtsrelevanten Ergebnissen.

  • Zitat

    Über 80% der Bienen sind aus Kanada verschwunden. Für die Natur ein Drama, für Monsanto ein neuer Geschäftszweig. Der Konzern verleiht nun Bienenvölker gegen Gebühr an die Landwirte.


    zu finden hier im pdf

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Vielleicht müsste man bei der Auswahl der Labore ansetzen.
    Es gibt Labore, deren große Auftraggeber sind Firmen, die z.B. Heilprodukte für die TCM herstellen. Diese Produkte werden von den Laboren auf eine große Anzahl an Umweltgiften sowie auch Agrargifte getestet.
    Ich weiß, das ein schweizer Unternehmen seine Produkte z. B. in einem tschechischen Labor testen lässt.
    Den Namen habe ich leider nicht mehr zur Hand, habe diesen aber dem Bernhard geschickt.