Roundup Dämmerung?

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    Moin, moin,


    da schreiben die ja, es habe sich nicht um die Heraufsetzung eines Grenzwertes, sondern überhaupt um dessen Festlegung gehandelt. Vorher habe die Nachweisgrenze gegolten, vorsorglich.


    Erstens liegt die Nachweisgrenze mindestens eine Größenordnung tiefer, als dort unterstellt.


    http://www.sofia-gmbh.de/index…sofia-gmbh.de/einzeln.htm


    Zweitens ist der Grenzwert nun 100 mal so hoch wie vorher. Dass es dazu irgendwelche Studien gibt, ist anzunehmen, dass die von der Industrie designed, durchgeführt, bezahlt wurden, auch. Dass nicht auf sie im einzelnen verwiesen wird, zeigt, dass da einfach Nebelkerzen der Marke "Vorwurf, mit der Duftnote unwissenschaftlich" geworfen werden. Und zwar von solchen, die es gerade nötig haben.


    Außerdem ist das ein Eigentor, wenn es wirklich so sein sollte, dass da ein Pflanzenbehandlungsmittel zugelassen war, ohne dass es belastbare Informationen über die vertretbaren Rückstandsmengen gegeben hätte.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    auf so einem Weg bin ich mal vor knapp 30 Jahren hingefallen und habe mir die Knie aufgeschlagen. Es hat über 20 Jahre gedauert, bis das wieder richtig zu war und die Haut nicht mehr schuppig und leidend und einreißend war... Natürlich kann ich nicht beweisen, dass das das Herbizid war, aber ich gehe davon aus.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Zusammen,
    wenn das die glücklichen Stadtimker erfahren, die auf uns arme Landimker so mitleidig herabschauen.
    Wenn sie jetzt feststelle müssen, dass ihr vermeintlich heile Welt der Stadtbienen auch nicht mehr das ist was glaubten was sie ist.
    Jetzt müssen die ganzen neuen Stadtimkern-ist-toll-Bücher umgeschrieben werden.
    Gruß Eisvogel


    Entschuldigung, ich konnte nicht anders.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Eisvogel,


    die Stadtbienen haben zweifelsohne ebenfalls Probleme wie die auf dem Land. Bislang war RoundUp und PSM allerdings nicht bei den Problemen, da nur in geringen Maß landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen vorhanden sind.


    Wenn ein Stadtimker mitleidig herabschaute, dann hat er offensichtlich das gesamteinheitliche Problem nicht erkannt und dann empfehle ich ihm die Beiträge vom Drohn, auch wenn sie inhaltlich oftmals leer erscheinen, so zwingen sie doch zum nachdenken.

    LG
    Andreas

  • Bislang war RoundUp und PSM allerdings nicht bei den Problemen, da nur in geringen Maß landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen vorhanden sind.


    Also das halte ich für Wunschdenken.
    Wer sich mal im Gartenmarkt den Giftschrank anschaut und Bekannte in der Branche hat, bekommt schnell den Verdacht, das z.B. der Verbrauch von Round up in der Stadt pro Hektar höher liegt als in der Landwirtschaft.


    Gruß Hubert

  • Also das halte ich für Wunschdenken.
    Wer sich mal im Gartenmarkt den Giftschrank anschaut und Bekannte in der Branche hat, bekommt schnell den Verdacht, das z.B. der Verbrauch von Round up in der Stadt pro Hektar höher liegt als in der Landwirtschaft.


    Gruß Hubert


    Hallo Hubert,verifizierbare Zahlen für Berlin gibt es leider anders als für Brandenburg nicht und darum kann ich mich in dem Fall nur auf die Aussage des Leiters vom Pflanzenschutzamt berufen, der zufolge die eingesetzte Menge als gering einzustufen ist, was aufgrund der Anwendungsbeschränkungen teilweise auch nachvollziehbar ist.


    LG
    Andreas

  • Auch als Stadtimker habe ich die Gesamtsituation vor Augen.
    Ich sehe, wie mein Heimatland über eine allein profit-orientierte Landwirtschaft vergiftet wird.
    und das, obwohl wir uns, als vergleichsmäßig reiche Nation, dies nicht antun müssten.
    Leider obliegen maßgebliche Veränderungen der Politik, die wiederum von Konzernen gesteuert wird.
    Solange es keine übergeordneten und unabhängigen Instanzen gibt, wird sich das kaum ändern;
    außer evtl. über einen gesunden Menschenverstand, soweit es diesen noch gibt.
    Elk, dem nichts ferner liegt, als ein mitleidiger Blick auf die Kollegen auf dem Lande zu werfen.

  • Hallo Hubert,verifizierbare Zahlen für Berlin gibt es leider anders als für Brandenburg nicht und darum kann ich mich in dem Fall nur auf die Aussage des Leiters vom Pflanzenschutzamt berufen, der zufolge die eingesetzte Menge als gering einzustufen ist, was aufgrund der Anwendungsbeschränkungen teilweise auch nachvollziehbar ist.


    LG
    Andreas


    Hallo Andreas,
    ich denke, das nicht die Stadt Berlin, bzw. die öffentliche Verwaltung, die größte Menge anwendet, sondern das es über die Privat Leute geht.
    Und da spielen Anwendungsbeschränkungen oder Höchstmengen Empfehlung nur eine untergeordnete Rolle. Die verwenden die Mittel nach dem Prinzip "viel hilft viel".
    So sagte mir z.B. mal ein Verkäufer: Wenn Du Deine Stammkunden und ihre Grundstücke kennst, wunderst Du dich immer wieder, wie oft die z.B. Unkrautvernichter nachkaufen.
    Und ich denke, das gilt bundesweit.


    Gruß Hubert

  • Hallo Andreas,
    ich denke, das nicht die Stadt Berlin, bzw. die öffentliche Verwaltung, die größte Menge anwendet, sondern das es über die Privat Leute geht.
    Und da spielen Anwendungsbeschränkungen oder Höchstmengen Empfehlung nur eine untergeordnete Rolle. Die verwenden die Mittel nach dem Prinzip "viel hilft viel".
    So sagte mir z.B. mal ein Verkäufer: Wenn Du Deine Stammkunden und ihre Grundstücke kennst, wunderst Du dich immer wieder, wie oft die z.B. Unkrautvernichter nachkaufen.
    Und ich denke, das gilt bundesweit.


    Gruß Hubert


    Hallo Hubert,
    das Pflanzenschutzamt muss ich mit ins Boot holen, da die für das Ausstellen des "Rezeptes" zuständig sind


    http://www.stadtentwicklung.be…/includes/docs/doc261.pdf


    Darum sollten die eigentlich die Zahlen recht gut kennen...


    LG
    Andreas


  • Wozu ein Rezept, wenn ich das Zeug ohne Kontrolle online bestellen kann, mal abgesehen vom auch möglichen Auslands Einkauf:


    http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=round-up&tag=googhydr08-21&index=aps&hvadid=13523063545&hvpos=1t1&hvexid=&hvnetw=g&hvrand=16888152311016408267&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=e&ref=pd_sl_3apy71rpaz_e



    http://www.ebay.de/itm/20-L-ROUNDUP-ULTRAMAX-UNKRAUTVERNICHTER-ROUND-UP-/380278000988?pt=Rasenpflegemittel&hash=item588a55cd5c



    http://www.pflanzotheke.de/sho…I2TiYKks7MCFYdd3godpzgAig


    Ich denke, da gibt es eine hohe Dunkelziffer.


    Gruß Hubert

  • Moin, moin,


    da gibt es ja eigentlich ein Pflanzenschutzgesetz, das die Anwendung von PSM nur auf Flächen land- oder forstwirtschaftlicher Produktion erlaubt. Da sind Privatgrundstücke bestenfalls Grauzone. Verkehrsflächen aber benötigen eine Ausnahmegenehmigung.


    Eine Stadtreinigung sollte sich an solche Gesetze schon halten.


    Man kann die Einzelheiten und den aktuellen Stand hier nachlesen: http://www.gesetze-im-internet…JNR014810012BJNG000200000 . Sind immerhin 64 Seiten Gesetzestext, aber nicht uninteressant.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...