Bienenfluchten und Feuchtigkeit

  • Hallo zusammen!


    Weiß jemand, ob es zu einer Beeinträchtigung des Wassergehaltes des Honig kommt, wenn man Bienenfluchten zur Ernte einsetzt?


    Gruß,
    Malte

  • Das kommt wohl darauf an, wann du die Bienenfluchten einlegst.


    1. Wenn die Fluchten am Morgen eingelegt werden wird kein neuer Nektar mehr in den Honigraum eingetragen und somit sollte der Honig den rechten Wassergehalt haben. Allerdings müssen sie dann wirklich vor dem ersten Trachtflug eingelegt werden.



    2. Wenn die Fluchten abends eingelegt werden wird der Honig nicht mehr eingedickt, da die Bienen über nacht nach unten gehen.

    Gruß Otto Übrigens:Wenn man etwas will, findet man Wege! Wenn man etwas nicht will, findet man Gründe!

  • Kann denn jemand sagen, wie lange es IN ETWA dauert, bis der HR Bienenleer ist?


    Wenn ich die Fluchten morgens um 6:30 einlege - ob ich die HR dann gegen 11:30 (also nach 5 Stunden) bienenleer abnehmen kann? Das wäre natürlich ideal...


    Schonmal jemand versucht?

  • Ich wollte auch Bienenfluchten nutzen, die aber nicht geliefert werden konnten.
    Deshalb hab ich die Bienen von den Waben vor das Flugloch abgekehrt. Das hat super funktioniert und sie waren mir auch nicht böse.


    Nach der Hälfte der Waben kam dann das Paket mit meiner Imkerjacke an ;-) - die hab ich sicherheitshalber auch angezogen, aber nötig war das eigentlich nicht.


    Ich werde mir das Geld für die Fluchten (erstmal) sparen.


    So kannst Du auch sicher sein, dass der Honig bis zum Schluss optimal behandelt wird.


    Geerntet hab ich - um Nektareintrag zu vermeiden - vor Beginn des Flugbetriebes.


    Übrigens: ne schöne Homepage habt ihr!

  • Moin


    Bei so kurzem Einsatz der Bienenflucht wird wohl nicht gleich der Wassergehalt explodieren.
    Was Du bedenken soltes, das der Honig dann kälter wird und schlechter aus der Waben und durch die Siebe geht.
    - gerade bei Rapshonig und bei Einsatz der Flucht über Nacht, habe ich schon viele Imker über Fluchten fluchen hören.
    Tagsüber sehe ich da nicht so ein Problem.


    Aber 100% Bienenfrei wird es nach 5 Stunden nicht sein.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo zusammen!
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Arbeit mit Bienenfluchten super klappt wenn man sie am Morgen einlegt und am nächsten Morgen um in etwa dieselbe Uhrzeit die HR runternimmt. Sprich nach 24 h sollten bei trockenem und nicht gerade saukaltem Wetter keine Probleme entstehen.
    Ich hatte so bisher keine Probleme mit zu kaltem und festen Honig, auch nicht im Raps.
    Und ich bin sicher, wenn du nach 5 Stunden die HR runternimmst musst du trotz Bienenflucht abkehren. Zumindest meine Bienen lassen sich nämlich immer gut Zeit, die HR zu räumen (s.o.).
    Ich stelle unter die abzuerntenden HR und die Bienenfluchten seit diesem Jahr übrigens immer eine Leerzarge in der die "überschüssigen" HR-Bienen sich aufketten können. Klappt gut, ich kann die Bienen aus der Zarge beim Wiederaufsetzen der HR dann bequem vor das Flugloch abstoßen und die flitzen dann flott wieder rein zum Putzen und Reste-Schlecken :wink:.


    Schönen Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hi,


    ich habe heute morgen um 8:00 Uhr die Bienenfluchten eingelegt (kühles Wetter --> vor Beginn vom Bienenflug).
    Um 13:00 waren nur noch je einige huntert Bienen im Honigraum (das ist nicht viel!). Es war wesentlich entspannter die paar Bienen abzustoßen und abzukehren, als es ohne Bienenfluchten ist.
    Und über Nacht hatten die Bienen noch Zeit die gerade beendete Robienientracht einzudicken.


    Bin sehr zufrieden so, ich denke ich werde es wieder so machen (evtl. früher am Morgen, wenn warmes Wetter mit früh einsetzendem Bienenflug zu erwarten ist).


    Gruß
    Malte

  • Nach der Hälfte der Waben kam dann das Paket mit meiner Imkerjacke an ;-) - die hab ich sicherheitshalber auch angezogen, aber nötig war das eigentlich nicht.


     
    Moin, Moin aus Hamburg,
    bei der Spätsommerernte wirst Du Sie brauchen.:wink:
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo


    Nee, keine Angst ;-)
    Solange keine Räuberei aufkommt geht es noch.


    Es geht auch um den häuslichen Frieden.
    So sind dann die Propolis- und Honigflecken in der Imkerjacke und nicht im guten Hemd!


    Deshalb arbeite ich mit Overral.
    Einfach über alles rüber gezogen und ich muss mir keine Gedanken um Kleckerei machen.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Du machst mir ja jetzt schon Angst ;-)
    Oliver


     
    Moin,Moin aus Hamburg,
    bitte um Verzeihung:p_flower01: das wollte ich nicht:wink:. Ich wollte nur ausdrücken, das das Bienenverhalten im Vergleich zur ersten Ernte schon etwas anders ist . Jedenfalls bei meinen.
    Im Frühjahr geht das mit der Ernte notfalls auch nur mit einer Badehose bekleidet. Im Spätsommer würde ich das nicht machen:wink:.
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ja, Feuchte habe ich gemessen: 18,5 % (in der kräftig durchmischten Gesamternte).


    Die Waben ließen sich prima schleudern, bis auf einige wenige, in denen der Honig bereits kandiert war. Aber das dürfte mit dem Thema hier nix zu tun haben...