• Kreuzjakobskraut, auch Jakobkreuzkraut


    Vorgestern in den Magazinsendungen (Taff und Co.), gestern bereits in den Nachrichten der Privaten:
    Giftige Pflanze angeblich auf dem Vormarsch auf brachliegenden Weiden/Äckern. Erster Todesfall unter Menschen nach Kräuterteegenuß.


    Angeblich sei das Gift bereits in Honig und Milch nachgewiesen worden, konkretes ist jedoch nicht zu erfahren.


    Ich weiß, was ich von solchen Panikmeldungen auf diesen Sendern zu halten habe, wahrscheinlich schreibt auch einer vom anderen ab... aber etwas beunruhigend finde ich das schon in letzter Konsequenz.

  • Schau mal bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Greiskr%C3%A4uter .
    Auch wenn da steht, dass das Gift im Honig nach gewiesen wurde dann bedeutet das erstmal garnüscht denn nachweisen kann man heutzutage kleinste Mengen die für den Organismus irrelevant sind.
    Olli


    PS: Ich wäre dafür das aus zu rotten denn es stellt für die Allgemeinheit eine Gefahr da und das muss korrigiert werden - sofort ;)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Das Zeug ist eine Pest. Selbst auf beweideten Wiesen nimmt das explosionsartig zu. Hauptgrund ist, daß es überall an den Straßenrändern wächst und die Kommunen nur 2x im Jahr mähen. So kann es sich wunderbar ausbreiten.


    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß das Gift im Honig nachweisbar ist. Schließlich schleppen unsere Damen ja nicht die Kräuter nach Hause... :wink:

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Ursache ist nicht " mangelndes mähen " der Kommunen.
    Sondern der Klimawandel.
    Wir werden uns wohl damit abfinden müssen das mit einer Änderrung des Klimas auch automatisch eine Änderrung der Fauna ud Flora einhergeht. (Dagegen anzugehen, und allen ernstes zu glauben das verhindern zu können gleicht dem berühmten Kampf gegen Windmühlen.)


    Jene " Horrormeldungen" der Medien dienen wohl mehr der Auflagensteigerrung und den Einschaltquoten. Oder wollen wir nun einen Kreuzzug gegen alle Giftpflanzen starten ?
    ( Wer so blöd und leichtsinnig ist einen Tee aus einer Giftpflanze zu "genießen" , sollte sich nicht über die Folgen wundern.)


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.


  • Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß das Gift im Honig nachweisbar ist. Schließlich schleppen unsere Damen ja nicht die Kräuter nach Hause... :wink:


    Das Gift (Alkaloide) ist definitiv im Honig nachweisbar, ebenso von Tabak, Tollkirsche, usw.
    Die Mengen sind aber so gering, dass beim Konsum von Honig keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten sind.
    Habe mal im Lehrbuch nachgeschaut. :)

    Das Leben ist viel zu bunt um es nur in schwarz-weiss zu sehen !

  • Ursache ist nicht " mangelndes mähen " der Kommunen.


    Oh doch! Dadurch kommen die wunderbar zur Blüte und können sich prachtvoll vermehren...


    Aber natürlich sind nicht die Kommunen alleine schuld. :)

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Aber, dass alles vor der Blüte abgemäht wird, wirst Du auch nicht wollen. Und praktisch machbar wäre das wohl auch kaum.


    Die Umwelt und das Klima verändert sich. Damit müssen wir klarkommen oder aussterben. Aufhalten werden wir es nicht.


    Was nicht heisst, dass wir unseren Einfluss nicht klein halten/wieder reduzieren sollten.

  • Das ist eben das Dilemma. Das Zeug verseucht mir aber die Weiden in einem Maße, daß wir zum Einen einen ungeheuren Aufwand treiben müssen, es zu bekämpfen und zum Anderen nur noch sehr eingeschränkt Pferde weiden lassen können. - Es wirkt wirklich verheerend auf die Leber von Säugertieren.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Die Frage ist: siehst Du (oder irgendjemand sonst) eine praktikable Möglichkeit, das in den Griff zu bekommen? Ich nämlich nicht. Daher auch meine etwas fatalistische Haltung.
    Obwohl ich auch zugeben muss, dass ich kein Tierhalter bin (mal von ein paar zehntausend Bienen abgesehen)

  • Die Frage ist: siehst Du (oder irgendjemand sonst) eine praktikable Möglichkeit, das in den Griff zu bekommen?


    Abgesehen von Agent Orange? :wink: Pünktliches, flächendeckendes Mähen (laut Bundesumweltamt), absammeln und hoffen, daß man einen natürlichen Feind entdeckt. - Aber Nichtstun ist definitiv keine Option.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Agent Orange klingt toll. Meinst Du, das das bienenverträglich ist?
    :lol:


    Ich glaube nur, dass abmähen die Ausbreitung nicht verhindern wird, wenn es nicht mehr nur ein kleiner lokaler "Herd" ist. Wenn das Kraut schon an Strassenrändern, Pferdeweiden, etc. angekommen ist, dann wird das mit dem "flächendeckend und pünktlich" abmähen genausowenig funktionieren, wie die Varroa auszurotten.


    Aber ich freue mich, wenn Du Recht behältst!

  • Hallo,


    der Jakobskrautbär http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobskrautb%C3%A4r könnte sich ja dementsprechend demnächst stark vermehren, vielleicht tritt dann irgendwann eine natürliche Balance ein und das Problem löst sich in Wohlbehagen auf.


    Allenthalben wird nun in den Medien der Ruf nach Herbiziden laut (bei uns in der Tageszeitung mit einem Artikel über die "Killerpflanze die auch dem Menschen gefährlich wird")... Dummheit ist noch schwerer auszurotten als geiles Kraut, so scheints.
    Aber schaun wir mal, ich kann mir nicht vorstellen das die wirklich anfangen das Zeug wegzuspritzen.


    Apropos Dummheit: Ich hatte neulich eine Blühmischung in einem bekannten Discounterladen gekauft und eben auf einen Flecken (keine 5 qm) im Garten, den ich umgegraben hatte, gesäht. Auf dem Weg zurück ins Haus schaute ich kurz hinten auf die Samentüte, da stand dann ganz unschuldig unter anderem drauf: "Jacobs-Greiskraut"... Also ich den Spaten genommen und noch einmal umgegraben, das Stück behalte ich nun im Auge und säe da dieses Jahr nix mehr.
    Ich hätte da nicht mit gerechnet das harmlose Blühmischungen solche Pflanzen enthalten, wenn die Saatgutproduzenten nicht bescheidwissen, wer soll es dann?

  • Agent Orange klingt toll. Meinst Du, das das bienenverträglich ist?


    Wer braucht denn dann noch Bienen??? :wink:

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!