• Guten Abend zusammen!


    Folgende Problematik treibt mich derzeit um:
    Und zwar habe ich vor 3 Wochen Rapshonig wie auch eine Mischung aus Raps- und Obstblütenhonig geschleudert. Diese wurden in separaten Eimern gelagert.
    Nach dem Abschäumen und bei beginnender Kristallisation / Trübung habe ich den Honig angefangen zu rühren, wie gelernt 2x tägl. ca. 5 Minuten.
    Beim Raps waren 2 Eimer schneller als ich schauen konnte und sind mir bereits am 3. Tag nach der Schleuderung fast unabfüllbar kristallisiert, wenn auch schön cremig.
    Nachdem die anderen Rapshonigeimer soweit waren, dass "der Honig perlmuttartige Schlieren zieht", habe ich diese mit den beiden erstgenannten Eimern zusammen, gut durchgerührt, abgefüllt.
    Ergebnis heute: Einige Gläser traumhaft cremigen Honigs, einige andere oberflächlich steinhart, untendrin dann doch irgendwie noch cremig.
    Wie kommt das???


    Der Mischhonig aus Obst und Raps dagegen komplett steinhart, bei einigen Gläsern hatsich allerdings zusätzlich noch eine Art Luftschicht großflächig zwischen Honig und Glas im oberen Drittel des Glases gebildet, hinter der der Honig außerdem deutlich dunkler aussieht als der Rest des Glases. Auch hier die Frage, wie kann das sein? Was habe ich verkehrt gemacht? Bitte um Hilfe um solche Fehler zukünftig vermeiden zu können.
    Und gibt es vielleicht Möglichkeiten, den Honig ohne immensen Aufwand in den Gläsern möglichst dauerhaft wieder in eine verzehrbare Konsistenz zu bekommen?


    Danke schonmal und einen schönen Abend noch
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Guten Abend zusammen!
    Und gibt es vielleicht Möglichkeiten, den Honig ohne immensen Aufwand in den Gläsern möglichst dauerhaft wieder in eine verzehrbare Konsistenz zu bekommen?


    Stehen lassen, abschöpfen, rühren und danach abfüllen, bevor die Schlieren sich bilden..... der Honig (Raps, Ahorn, Obst) wird knochenhart im Glas. Diese Gläser aber einfach ein Jahr lang im Honigkeller stehen lassen, danach ist der Honig wieder streichfähig ...

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin zusammen!
    @ Gerold: Danke für deine Antwort, aber könntest du vielleicht meine anderen Fragne noch beantworten, das würde mich dann doch noch erheblich weiterbringen.
    Und wenn tatsächlich alle Gläser bzw. deren Inhalt so fest werden sollten, wie kriege ich die trotzdem verkauft? Ich kann ja schlecht meinen kompletten Honig ein Jahr lang stehen lassen...:-(
    @ den Rest: Hat sonst keiner eine Idee / Hilfestellung, wo Probleme liegen könnten bzw. wie ich den Honig vlt. doch wieder cremig kriege?


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo,
     
    ich hatte im letzten Jahr auch so einen steinharten Honig. Probehalber habe ich davon ein Glas auf den warmen Heizkörper gestellt. Nach einem Tag war der Honig wunderbar streichfähig und ist auch über mehrere Wochen (bis zum vollständigen Verzehr) so geblieben. Die Charge habe ich fast vollständig im Freundeskreis verkauft und immer beim verkauf gesagt dass die Leute den Honig ein paar Stunden warm stellen sollen wenn er zu hart wird. Bis jetzt kamen keine Beschwerden sondern nur Anfragen, ob ich noch was von diesem Honig habe.

  • Beim Raps waren 2 Eimer schneller als ich schauen konnte und sind mir bereits am 3. Tag nach der Schleuderung fast unabfüllbar kristallisiert,
    Der Mischhonig aus Obst und Raps dagegen komplett steinhart, bei einigen Gläsern hatsich allerdings zusätzlich noch eine Art Luftschicht großflächig zwischen Honig und Glas im oberen Drittel des Glases gebildet, hinter der der Honig außerdem deutlich dunkler aussieht als der Rest des Glases. Auch hier die Frage, wie kann das sein?


    Hallo Patrick,
    ich hab auch nicht auf alle deine Fragen eine Antwort. Aber , wenn dein Raps so schnell auskristallisiert (mit oder ohne Impfung), dann stehen deine Eimer vermutlich relativ kühl.
    Auch beim abfüllen habe ich schon Lufteinschlüsse am Glas gehabt, wenn es nicht warm genug war um die Geschmeidigkeit des Honigs zu verbessern. Man kann auch beim Abfüllen ins schwitzen geraten ohne sich dabei viel zu bewegen.
    Gruß Peter

  • N`Abend zusammen!
    Danke Peter, da bin ich ja schonmal beruhigt, dass es mir nicht alleine so geht.
    Aber wie gehst du mit Schönheitsfehlern dieser Art / der Härte um bzgl. des Verkaufes?
    Und hast du vielleicht Ideen, harten Honig wieder cremig zu kriegen ohne Wartezeit von einem Jahr?
    Ansonsten probiere ich gerade die von Wulle vorgeschlagene Idee mit dem Honig auf der Heizung aus. Ich werde morgen mal berichten, ob er immerhin schonmal wieder eine ordentlich Konsistenz hat. Ob die hält, wird die Zeit zeigen.


    Gruß Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!


  • Ergebnis heute: Einige Gläser traumhaft cremigen Honigs, einige andere oberflächlich steinhart, untendrin dann doch irgendwie noch cremig.
    Wie kommt das???


    Der ist noch nicht richtig auskristallisiert, das wird er in den nächsten Tagen noch machen und dann ist er durchgängig hart.



    Der Mischhonig aus Obst und Raps dagegen komplett steinhart, bei einigen Gläsern hatsich allerdings zusätzlich noch eine Art Luftschicht großflächig zwischen Honig und Glas im oberen Drittel des Glases gebildet, hinter der der Honig außerdem deutlich dunkler aussieht als der Rest des Glases.


    Der Honig hat einen besonders niedrigen Wassergehalt und durch das fehlende Wasser im Kristllverbund der Zuckerkristalle ziehen die sich zurück...... eigentlich ein Qualitätsmerkmal wasserarmer Honige, sieht nur sehr unschön aus. Mein Raps- und Frühjahrsblütenhonig vom letzten Jahr sieht auch so aus.
    Man kann das verändern, wenn man die Gläser vorsichtig im Wasserbad erwärmt und den Honig wieder flüssig macht. Ein immenser Aufwand, den ich nicht betreibe.
    Darum füllen nicht wenige Imker ihren frischen Honig nicht in Gläser, sondern Hobbocks ab und füllen die Gläser erst, wenn sie gebraucht werden. Hat in meinen Augen den Nachteil, dass der Honig Wärme ausgesetzt wird und damit Enzyme zerstört werden.
    Aber anders ist das nicht zu vermeiden.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • N`Abend Gerold!


    Danke für deine ausführliche Antwort.
    Ich entnehme ihr, dass der Honig mit der "Festwerdetendenz" wohl komplett fest werden wird und das mein Obst-Raps-Honig einen besonders niedrigen Wassergehalt hat. Das ist super zu wissen, da ich meinen Kunden so die veränderte Optik plausibel erklären kann.
    Verstehe ich dich richtig, dass du deine Honige vom letzten Jahr noch bei dir stehen hast oder sind das jeweils Stichproben, die du bewusst zurückhälst?
    Falls Ersteres nicht zutrifft, wie argumentierst du beim Verkauf für die Qualität deines festen Honigs? Denn so wie der ist mag den ja kaum wer haben, da er schwer zu nutzen ist.


    Gespannten, aber schonmal beruhigten Gruß vom
    Patrick


    P.S.: Hast du eine Idee, wieso der Honig in manchen absolut identisch gelagerten Gläsern nicht fest ist, auch nicht oberflächlich, sondern cremig weich?

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

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