Kunststoffwaben

  • Hallo liebe Forumsmitglieder.


    Hat jemand Erfahrungen mit Kunststoffmittelwänden?


    Empfehlenswert oder nicht? Warum?



    Neben einem enormen Wachsmottenbefall (B401 hilft kaum) haben wir hier in Marokko das Problem, dass aufgrund der hohen Temperaturen normale Mittelwände schmilzen bzw. sich stark verformen.

  • Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Selber nicht ausprobiert, aber es scheint so zu sein, daß Bienen auf Kunsstoffmittelwänden weniger Honig eintragen.


    Hier z.B. als Randbeobachtung bei einem anderen Experiment:
    http://www.scientificbeekeeping.com/index.php?option=com_content&task=view&id=51


    Zitat

    A surprising result was the greater amount of honey stored in the control group (normale Mittelwände - Anmerkung ARebours). One would expect the bees to be able to store more honey in the preformed cells, since no wax would need to be produced to form the cell walls.

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!

  • Hi,


    ich habe selber keine Erfahrung mit der Kunsstoffwabe. Ich habe aber gelesen, dass verständlicherweise das Schwingungsverhalten vollkommen anders als bei einer Wachswabe ist und sich dieses von den Bienen auch nicht anpassen läßt. Dieses Schwingungsverhalten ist wichtig für die Kommunikation der Bienen im Stock (z.B. Tanzboden). Deshalb erscheint es kritisch - wie auch bereits gesagt - sie im Brutwabenbereich einzusetzen.

  • Würde es helfen, die Mittelwände dicker zu Gießen?


    Oder würde ein bestreichen der Beuten von außen mit Lehm die Beuten so kühlen das ein Schmelzen der Mittelwände verhindert würde?


    Imkern in Marokko stelle ich mir schön vor, wie sind denn die Trachtverhältnisse bei Euch so über das Jahr?

  • Wie machen das wilde Bienen ??? Die giebt es doch sicher in Marokko ?


    Vieleicht helfen folgende Maßnahmen :
    1, die Beuten aus dickerem Holz zu Bauen, oder besser isolierendem Material.
    2, weiß zu streichen.
    3, das Innenraumvolumen der Beute kleiner zu halten.


    Normalerweise müsste es einem Volk gelingen auch in eurem Klima das Beutenklima so zu regulieren das nichts zusammenbricht. Wenn dies doch geschieht, dann sehe ich die Ursache in einem offensichtlichen Missverhältnis zwischen Beutenvolumen und Volksstärke. Das Volk ist offensichtlich nicht in der Lage in der Beute im gesamten Innenraum das benötigte Beuteninnenklima aufrechtzuerhalten.
    Das gleiche trifft auf die Aussage übermäßiger Wachsmottenbefall zu. Unter normalen Umständen ist ein Volk stärkemäßig in der Lage den Kompletten Beuteninnenraum zu kontrollieren und von Parasiten weitestgehend frei zu halten. ( Wie hätte eine Art auch sonst Millionen Jahre überleben können.) Eine Selektion auf einen etwas erhöhten Wehr.- und Putztrieb wäre wahrscheinlich empfehlenswert.
    Dies sind natürlich nur Vermutungen. Auf jeden Fall wirst du die Probleme nicht mit einer Plastewabe lösen. denn was du an deinen Völkern bemängelst sind nur die Symptome. Es müssen die Ursachen der " Krankheit" gefunden und beseitigt werden.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Manche Imker schwören auf Kunststoffwaben im Honigraum weil es Mittelwände spart und kein Wabenbruch beim Schleudern mehr vorkommt. Dir dürfte das aber nicht helfen, da es sich lediglich um Mittelwände handelt die noch ausgebaut und verdeckelt werden müssen. Ab 65 Grad schmilzt dann das angebaute Wachs.


    Wie schon angedeutet, kühlt ein starkes Volk durch Fächern mit den Flügeln sein Zuhause. Vielleicht bringt ein Standort im Schatten Besserung, zusätzlich erscheint mir eine große Flugöffnung sinnvoll. Ein offener Gitterboden sollte selbstverständlich sein.


    Wie stark sind die Völker und welches Beutensystem wird benutzt? Gibt es einheimische Nachbarimker die das Problem kennen und vielleicht eine Lösung gefunden haben?

    Ich weiß von vielen Dingen, aber die Anzahl der Dinge von denen ich nichts weiß wird stets größer sein.