Etwas früh, aber wie klein gehts?

  • Moin,


    Frage für nächsten Frühling: Wenn ich noch eine Ersatzkönigin habe und einen Garten (der meines Opas) mit zwei Obstbäumen ausreichend mit Bienen zur Blütenbestäubung bestücken will, was ist die kleineste Einheit die ich aufstellen kann. Reicht da ein Begattungskästchen? Je weniger Bienen desto besser, weil kleiner Garten. (anschließend werden sie wieder eingegliedert)


    Gruß und Danke


    Sebastian

  • Hallo Sebastian,
    die kleinste Einheit die im Garten deines Opas zur Betäubung eingesetzt wird ist ein Volk auf zwei Zargen das während der Bestäubung mit einer Honigzarge erweitert wird.
    Bienen kennen keinen Gartenzaun und die Nachbarn wollen auch was von der Bestäubungsleistung haben. Alles andere ist Quatsch.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Aber ein Begattungskästchen funktioniert doch auch eine Zeit lang. Kann man nicht 200 Bienen in nem kleinen Kasten in einen Garten setzen und nach 2 Wochen werden sie in das "Großvolk" wieder eingegliedert?


    Gruß


    Sebastian

  • Hallo Sebastian,
     
    ich wollte schon bei Deinem ersten Beitrag fragen, ob der Nick "Tim Taylor" Deinem Naturell entspricht, hab´s mir aber verkniffen.
     
    Nun frage ich doch...:wink:
     
    Ist nicht bös gemeint, aber man sollte das Experimentieren nicht übertreiben.
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Aber ein Begattungskästchen funktioniert doch auch eine Zeit lang. Kann man nicht 200 Bienen in nem kleinen Kasten in einen Garten setzen und nach 2 Wochen werden sie in das "Großvolk" wieder eingegliedert?
     
    Gruß
     
    Sebastian


     
    Hallo Sebastian,
    was willst Du eigentlich bestäuben lassen mit 200 Bienen von denen die Hälfte mit der Brut beschaftigt ist. Maximal einen KLEINEN Johannisbeerstrauch.
    Gruß Eisvogel
     
    ZU Deinen anderen Ideen von Heute in den verschiedenen Foren enthalte ich mich der Stimme.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Sonnenblume
    das hat nichts mit Experimentieren zu tun. Ich stolper halt über einige Informationen und mach mir dazu meine Gedanken.
    Wenn ich zum Beispiel lese, dass diese "Bienenhotels" für Solitärbienen wo sicher keine 1000 Individuen ein und ausgehen, auf die Bestäubung der Pflanzen im Garten einen entscheidenden Einfluss haben und außerdem diese Kleinstvölker in den Begattungskästchen sehe, dann überlege ich halt, wieviele Individuen notwendig sind und ob man ein "Teilvolk" temporär aufstellen kann.
    Und generell zu mir. Ich benutze meinen Kopf um Systeme für meine Bedürfnisse anzupassen und zu optimieren. Wenn mir dazu Informationen fehlen, dann suche ich mir die entsprechenden Quellen. Und ein "wir machen das aber seit 100 Jahren so" akzeptiere ich nicht. Und ich hab kein Problem damit, wenn man mich fragt, ob es Paralleln zwischen dem Nickname und mir gibt, sonst hätte ich ein anderes Pseudonym gewählt. ;-) Wenn Du Dir meine Fragen ansiehst, ist unübersehbar, dass ich 1. viel selber baue und 2. nicht immer konventionell vorgehe. ;-)


    ...ZU Deinen anderen Ideen von Heute in den verschiedenen Foren enthalte ich mich der Stimme.


    genau, bitte kommentier einfach KEINEN meiner Beiträge, wenn Du damit nur einem Anfänger mit Ideen vor den Kopf stoßen willst.

  • Hallo,


    es gibt keine Garantie, das die Bienen sich auch wirklich für die Bäume Deines Opas interessieren, vielleicht fliegen die paar Bienchen im Begattungskasten lieber woandershin und dann siehts schlecht aus mit der Bestäubung.


    Ich würde einfach einen ganz normalen Ableger (könnte man ja mit der Reservekönigin und je einer Wabe mit Brut und Futter erstellen) in den Garten stellen, und den während des Bestäubungseinsatz evtl. um eine Zarge mit Mittelwänden erweitern, die hoffentlich während des "Einsatzes" schön ausgebaut werden.
    Dann nach der Blühphase fix den Ableger zurück auf den Stand und schauen das der erste Honigraum draufkann :)


    Wenn man keinen Bedarf für einen weiteren Ableger hat kann man ihn ja im Verein anbieten, irgendeiner braucht ja immer welche.

  • Hallo Sebastian,
     


    Ich benutze meinen Kopf um Systeme für meine Bedürfnisse anzupassen und zu optimieren. Wenn mir dazu Informationen fehlen, dann suche ich mir die entsprechenden Quellen. Und ein "wir machen das aber seit 100 Jahren so" akzeptiere ich nicht.


     
    dagegen ist grundsätzlich erst mal nichts einzuwenden.
    Da wir uns aber mit lebenden Wesen beschäftigen, sollten wir nicht nur nach unseren Bedürfnissen handeln. Es geht halt auch um die Bedürfnisse der Bienen.
     
    Und bei der Suche nach Informationen trifft man immer mal wieder auf jemanden, der dies oder das "seit 100 Jahren" so macht. Geht mir auch oft so.
    Hier findest Du aber genügend Leute, die Dir auch erklären können, warum man was wie macht, oder eben nicht.
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Hallo Sebastian,


    Wildbienen sind doch im Vergleich zu unseren Honigbienen nicht massentrachtorientiert. Honigbienen suchen doch Trachtquellen, die sie mit mehreren hundert, wenn nicht tausend Bienen gleichzeitig anfliegen können. So gesehen haben die Wild-/Solitärbienen doch für die Pflanzen- und Artenvielfgalt einen viel höheren Stellenwert. Was glaubst du, wieviel einzelne Pflanzen ich habe, die keine meiner Carnicas anschaut, dafür tummeln sich viele Wildbienen darauf herum. Für diese Pflanzen ist diese Kleinstbestäubung sehr wichtig, deshalb sollte die Leistung der Wildbienen nicht unterschätzt werden.


    Und Wabenklau hat Recht. Was ist, wenn die Bienen nun ausgerechnet Eure Bäume nicht anfliegen? Je weniger Bienen, um so schlechter stehen die Chancen.


    Übrigens mache ich mir auch Gedanken über die kurzzeitige Bestäubung von Obstbäumen bei einem Bekannten. Das Wandern mit einer kompletten Bienenbeute behagt mir auch nicht so sehr. Vielleicht ist die Variante mit dem Top-Bar-Hive (rein zur Bestäubung) langfristig gesehen besser. Die könnten doch bei Deinem Opa bleiben und entspannt im "Baum hängen". Bei mir hapert es noch an der Umsetzung (Lust und Zeit), aber ich ziehe einen solche Gedanken ernsthaft in Erwägung.


    Grüße, Boje

  • na so stelle ich mir das vor, danke für die Antworten!!!


    Wabenklau
    das macht Sinn, das hilft weiter. Danke


    Sonnenblume
    nein nein nein, so wars ja auch nicht gemeint, nur wenn man nicht begründen kann, warum man was macht, dann stell ich es halt mal in Frage. Das klingt sonst arg nach meiner Oma, als ich Ihre "Plätzchen-Backmethode" revolutioniert habe. Leider hab ich Sie damit abgelöst und nun bin ich der "Weihnachtsplätzchen"-Beauftragte.


    boje
    Vielleicht stell ich ihm dann lieber so ein Bienenhotel in den Garten... mal sehen. Hast Du nen Link zu einer Top-Bar-Hive, die Du in einen Baum hängen würdest? Das was ich so dazu finde, sieht nicht nach einem Gebilde aus, dass ich zwingend über mir in einem Baum hängen haben möchte.

  • Hast Du nen Link zu einer Top-Bar-Hive, die Du in einen Baum hängen würdest?


     
    Hallo Sebastian,
     
    das Internet ist voll davon, auch mit Bauplänen. Ich weiß nicht, inwiefern man sie verkleinern kann, daß sie für ein Volk noch ausreichend sind. Für mich klingt es halt interessant, da man es nur hinhängt und sich nicht weiter groß drum kümmert (so würde ich es warscheinlich machen). Die Bienen werden dann das tun, worauf sie Lust haben. Honig ist aus meiner Sicht dann natürlich nicht drin, es soll halt nur zum bestäuben sein.
     
    Aber ein Insektenhotel ist auch super. Wie wäre es mit einem Hummelnistkasten? Leider habe ich keine Ahnung vom Hummelverhalten, ob die Hummelkönigin sich auch einen Staat schafft, der dann fleißig bestäubt, oder ob nach dem Schlüpfen alle kleine Hummeln ihres Weges ziehen. Bevor ich hier Bienen hatte, haben auch die Hummeln die Hauptarbeit geleistet.

  • das mit dem Hummelkasten hab ich auch schon überlegt. Mal sehen, was mir da so einfällt ;-)

  • Hallo Miteinander,
    Hummelnistkasten hat erst im Sommer volle Stärke,
    lange nach der Obstblüte...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    vielen Dank für den Hinweis. Soweit habe ich mal wieder nicht gedacht. Da wird dem lieben Sebastian wohl doch nichts anderes übrig bleiben, als eine komplette Beute aufzustellen. Betrifft mich im nächsten Jahr dann leider ebenso.


    Güße, Boje