Schwärmen die noch?

  • Hallo Imkers
    habe ein paar Fragen zu zwei Völkern. Bei Volk Robinson ist mir die Königin nach der Durchsicht verstorben, nehme an, sie wurde eingeknäult. Sie lag am nächsten Tag tot vor der Tür. Diese Woche ist nun eine Neue geschlüpft. Jetzt ne Frage: Verhält sich das so wie bei einem Ableger? Dass die erst die Altbienen, bevor die Königin wieder stiftet? Zweite Frage: Können die noch schwärmen?
    Zum 2. Volk - Freitag:
    Freitag ist abgeschwärmt, konnte diesen nur teilweise einfangen, ohne König, habe die Bienen über die Bienenflucht in das Ursprungsvolk zurück gekippt (ca. 6 Liter Bienen). Waren zwar nicht ganz zufrieden, sind aber in der "alten Behausung" bei der Jungkönigin verblieben.
    Frage: Wenn ein Volk schwärmt, ist die Jungkönigin schon geschlüpft oder schlüpft sie erst noch? Vom Volk Freitag habe ich einen Tag nach Schwarmabgang die ganzen Schwarmzellen ausgebrochen. Hat das Volk jetzt eine Königin? Ist für das kleine Schwärmchen, das übrig geblieben ist, eine Zarge mit 11 Rähmchen zu viel Raum? Darf es vielleicht ein Ablegerkasten sein? (Schwarm hatte noch Kinderballgröße)
    Wann stiftet die Jungkönigin bei Volk Freitag, von dem der Schwarm abgegangen ist?
    Habe da noch eine Frage. Wieviel Völker kann ein Imker im Hauptberuf betreuen?
    Danke im Voraus für die vielen Antworten.
    Sonnige Grüße, orion.:Biene::Biene::Biene:

  • Hallo Imkers
    habe ein paar Fragen zu zwei Völkern. Bei Volk Robinson ist mir die Königin nach der Durchsicht verstorben, nehme an, sie wurde eingeknäult.


    Völker Robinson und Freitag ? Na gut, aber die Mehrzahl von Imker ist Imker und der Genitiv hat in der Ansprache so auch nichts zu suchen.


    Dass die erst die Altbienen, bevor die Königin wieder stiftet? Zweite Frage: Können die noch schwärmen?


    Was soll mit den Altbienen sein? Falls mehrere Nachschaffungszellen angesetzt wurden, was der Normalfall bei einem Verlust der Königin (nur sie legt befruchtete Eier aus denen wieder Königinnen entstehen können) ist, dann kann das Volk auch nach einer Nachschaffung schwärmen.



    Zum 2. Volk - Freitag:
    Freitag ist abgeschwärmt, konnte diesen nur teilweise einfangen, ohne König, habe die Bienen über die Bienenflucht in das Ursprungsvolk zurück gekippt (ca. 6 Liter Bienen). Waren zwar nicht ganz zufrieden, sind aber in der "alten Behausung" bei der Jungkönigin verblieben.


    Wenn Du einen Schwarm einfangen willst, dann musst Du die Königin fangen - einen König haben die Honigbienen nämlich nicht.



    Frage: Wenn ein Volk schwärmt, ist die Jungkönigin schon geschlüpft oder schlüpft sie erst noch?


    Das hängt stark vom Wetter ab. Wenn alle Schwarmzellen noch verdeckelt sind oder gar welche noch offen sind und gepflegt werden, dann ist noch keine Jungkönigin geschlüpft. Andernfall findet man meist eine leere Schwarmzelle mit dem typisch von innen aufgenagten Rand. Sehr genau hinschauen! Manchmal klappt das Deckelchen auch wieder zu, nachdem die Königin geschlüpft ist.




    Vom Volk Freitag habe ich einen Tag nach Schwarmabgang die ganzen Schwarmzellen ausgebrochen. Hat das Volk jetzt eine Königin?


    Siehe meine Antwort oben.



    Ist für das kleine Schwärmchen, das übrig geblieben ist, eine Zarge mit 11 Rähmchen zu viel Raum? Darf es vielleicht ein Ablegerkasten sein? (Schwarm hatte noch Kinderballgröße)


    Hast Du den Rest mit der Königin also doch noch gefangen? Wie schwer ist das Schwärmchen?



    Wann stiftet die Jungkönigin bei Volk Freitag, von dem der Schwarm abgegangen ist?


    Falls es eine Jungkönigin hat und die Begattung klappt in ca. 14 Tagen sicher in 20.



    Wieviel Völker kann ein Imker im Hauptberuf betreuen?


    Das kommt stark auf die Betriebsweise und das Trachtgebiet an. Die meisten Berufsimker in Mitteleuropa haben wohl zumindest in der Hochsaison Hilfskräfte beschäftigt und Familie, Freunde helfen auch noch mit.

  • Wieviel Völker kann ein Imker im Hauptberuf betreuen?


    Eigentlich ganz einfach: Es hängt von der Anzahl seiner Angestellten ab.


    In Deutschland haben wir eigentlich recht geringe Zahlen. Ich kenne den Fall von Polen, wo der 82-jährige Opa der Familie meinte, er müsse langsam kürzer treten. Er hatte 200 Völker.
    Bei amerikanischer "Palettenbetriebsweise" im Bestäubungsgeschäft gibt es eine Firma mit 36000 Völkern.

  • Danke für die Antwort. Mit Imker im Hauptberuf ist eigentlich die einzelne Person gemeint. Wollte nur wissen, ab wieviel Völkern ich Hilfe brauch.


    Volk Freitag ist ca. noch 1 1/2 bis 2 kg schwer.
    Ich will eigentlich wissen, wann und ob ich Robinson und Freitag noch nach Schwarmzellen durchschauen muss. Wollte ja Wirtschaftsvölker und keine Schwarmvölker. Es bringt ja nichts die Bienen unnötig zu stören.


    Ich wollte wissen, ob die Jungkönigin erst stiftet, wenn die alte Brut vollständig geschlüpft ist (wie beim Ableger). Wann muss ich frühestens nach Schwarmzellen schauen bei beiden Völkern (Robinson und Freitag).


    Habe die Schwarmbienen nur ins Ursprungsvolk zurück gekippt, um noch ein Wirtschaftsvolk zu haben.


    Nobody is perfect :wink:


    orion

  • Wenn ich bei einem abgeschwärmten Volk alle Weiselzellen vernichte, wo soll dann die neue Königin herkommen ? Mit Glück (und das ist nicht unbedingt der Normalfall) ist sie schon zu der Zeit als die Alte Kö noch im Volk war, geschlüpft.


    Eine neue Kö stiftet dann, wenn sie frühestmöglich dazu in der Lage ist. Schlüpfen, Begattung... Dies ist völlig unabhängig vom Schlüpfen der "alten" Bienen. Passt vom Zeitrahmen aber zufällig.

  • Hallo Gartenimker,
    das hängt nicht von der Zahl der Angestellten ab, sondern daran, das man keine braucht.
    Alles was über Mithilfe der Familie hinausgeht wird schon unrentabel.
    Es sei denn, saisonale Arbeitskräfte mit niedrigen Löhnen erledigen dies.
    Laut Buch liegt die Völkergrenze im Einmannbetrieb bei 300 Völker.
    Dank Technisierung und vereinfachtere Völkerführung dürften fast doppelt soviele Völker machbar sein, so um 500 - 600 Völker.
    Mir ist ein Berufsimker bekannt, der gerüchteweise allein doppelt soviele Völker haben soll, allerdings bei der Ernte nicht ohne Saisonkräfte auskommt.
    Vergleichen könnte man dies mit der Landwirtschaft.
    Dort haben nur die wirklich großen Betriebe Angestellte,
    während die kleineren nach oben beschriebenen Muster arbeiten.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • War nicht ernst gemeint mit den Angestellten.


    Ich weis wie gering rentabel diese Betriebe sind. Ich lebe hier auf dem Land und keiner unserer Landwirte kann sich einen Angestellten leisten.
    Berufsimker hier im grösserern Umkreis haben meist 200 (bis ausnahmsweise 450) Völker.