Naturbau im Honigraum bei 1 1/2 Brutraum - Erfahrungen mit Demarée

  • Hallo, liebe Community,
    da isse wieder, bin wieder daheim. Nach drei entspannenden Wochen im Süden der Republik habe ich heute mal wieder in die Bienen geschaut. Das Wetter war hier ja bis auf ein paar Tage sehr gut und tatsächlich haben die Bienen die Brutdistanzierung nach Demarée gut mitgemacht. Zumindest in einem Turm stiftete schon eine junge Königin so daß ich das Ganze wieder zu zwei Völkern zerlegen konnte. Unten bauten sie auch fleissig die Mittelwände aus.
    Bei dem anderen Zargenturm bin ich mir noch unsicher ob es geklappt hat - hier fehlen noch Stifte. Es sind jetzt 27 Tage seit der Trennung von Queen Mom vergangen...womöglich braucht es noch etwas. Ich schaue nächste Woche noch mal rein und wenn sich dann nichts getan hat, dann werde ich mal ne Weiselprobe machen.


    Allerdings blieben die Honigräume (Halbzargen mit Anfangsstreifen) über dem Absperrgitter gänzlich unberührt. Das würde ich natürlich jetzt gerne ändern...nur eben wie. Mir ist schon einleuchtend daß das untere Volk, was ja quasi seinen kompletten Wabenbau ersetzen musste, nicht so sehr an den Honigräumen interessiert war und der obere Volksteil hatte ja dank auslaufender Brut genug Platz zum einlagern...da wurde auch nicht gebaut.


    Habe hier nun durch das Forum gesucht und als Lösungen eigentlich nur zwei Weg gefunden:


    1. Die Honigräume durch einen noch zu fangenden Schwarm oder Kunstschwarm ausbauen lassen und dann mit Zuckerwasser bestäubt oder leicht angetragen und damit honigfeucht aufsetzen
    oder
    2. Das Volk unten mit einem Trennschied einengen und ggf. unter Aufkratzen der unteren Vorratswaben zum Aufstieg und Ausbau des Honigraums motivieren.


    Macht es Sinn, ggf. kurzfristig das Absperrgitter rauszunehmen? Hatte das schon mal in den Vorjahren versucht aber war damit nicht glücklich weil eben Queen Mom immer hochkrabbelte und munter im Honigraum legte. Offenbar war ich einfach nicht schnell genug beim Auflegen...


    Danke für Euren Input dazu!


    Melanie

  • Hallo Melanie,
    an diesen Gewaltakt, dass der Honigraum auch noch im Wildbau ausgebaut werden sollte, habe ich nicht gedacht. Ich führe diese Strategie nur durch, wenn die Honiogräume schon vollgetragen sind und ich möchte das Zellenzupfen beenden. Die Frühtracht war ja bei uns und auch im Norden lange sehr4 schlecht. Ich hatte im dritten Honigraum Mittelwände, die wurden auch nicht ausgebaut. Den Bienen reicht wohl eine Baustelle. So früh, wie in deinem Falle, geht es wohl nur mit dem bayrischen Modell und dann ist der Honig im alten Brutraum, dann wird es schwierig hier zum Schluss die Jungkönigin raus zu fischen. Ich würde jetzt beide Völker trennen in ein Vollvolk und einen Ableger. Sollte der zweite Ableger keine Königin haben, würde ich eine zusetzen..
    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Melanie
    Ich hatte ähnliches Problem. Wollte aber keine Zeit verschwenden mit Büchern wälzen, und hab kurzer hand die Baubienen vom dem gleichnamigen Rähmchen auf meinen Halbzargenhonigraum abgefegt. War nach 14 Tagen komplett ausgebaut. Mein Brutr. ist aber kleiner DNM, und alle Wabengassen waren voll bienis. Du weißt ja zum Bauen brauchts wärme


    :Biene:sonnige grüße orion:Biene: