Aktuelle latente Vergiftungen?!

  • Hallo Bienenfreunde,
    Ist da was dran,
    wenn ja, warum wird dort nichts veröffentlicht ?
    Diese Imkerin fragt uns Alle,nicht nur den Fridolin.
    Nur er scheint ja etwas bekannter zu sein als wir.


    > Grüß Gott Herr Brandt,
    > wir kennen uns von verschiedenen Veranstaltungen gegen Agrogentechnik und
    > ich bekomme viele interessante mails von Ihnen.
    > Nun hab ich ein großes Problem, in einer Nachbargemeinde ( Landkreis Bad
    > Tölz- Wolfratshausen) sterben die Bienen.
    > Ich führe es auf das gebeizte Maissaatgut zurück.
    > Die Imker sind aufgebracht und hilflos.
    > Was kann ich tun? Könnenn Sie mir bzw. den Imkern helfen?
    > LG Annelies Holzer


    Gruß
    Helmut

  • es gibt anscheinend zu wenig Imker die diese Brutschäden beobachten.


    Die meisten machen zur Zeit nur die Kipp-Kontrolle und schauen nur selten wenn überhaupt mal richtig ins Brutnest.


    Selbst wenn man dann einen Blick rein wirft und nach Königinnen oder Zellen schaut kanns sein das die Brutschäden nicht erkannt werden.


    Es bedarf schon etwas mühe und Zeit um diese grauen Zelldeckel das erste mal zu finden.


    Hat man es mal raus dann fällt es einem doch in einem weit größeren Ausmaß auf als man es sich vorstellen kann.


    Man stelle sich dann nur vor, dass wenn in solchen Zellen auch noch Milben drin sind, wie diese sich dann doppelt so gut vermehren können!


    Wenn wir es nicht schaffen dies jetzt Zeitnah puplick zu machen, wird diese Sache später als eine Varroa Katastrophe verkauft werden. Soweit darf es aber meiner Meinung nach nicht kommen oder was sollten wir sonst tun?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Guten Abend Bienenfreunde,
    Heute fiel mir bei 2 Völkern auf, das viele tote Drohnen vor den Fluglöchern lagen.
    Als ich dann die Brennesseln entfernte sah ich jede Menge tote Bienen.
    Aber komischerweise alles nur Drohnen.
    3 Bilder
    http://galerie.immenwiese.de/main.php?g2_itemId=6599
    Tüte besorgt, eine große Handvoll eingetütet.
    Dann die Bilder gemacht.
    Zuhause einige auf ein Blättchen und nochmal geknipst.
    Fachleute, schaut sie euch bitte genau an, sie lassen sich durch anklicken noch vergrößern.
    Die( 2 )weiblichen Bienen dazwischen haben die Zunge raus.


    Bevor ich die Bienenprobe zum JKI schicke, und mich möglicherweise lächerlich mache, bitte ich euch um Rat.
    Wie kann es möglich sein, das so viele(nur)Drohnen vorm Flugloch liegen ?
    Die beiden Völker stehen in einer Achterreihe mittig nebeneinander.
    Ich habe nur ab und zu mal in die Honigräume geschaut(nichts drin)und nicht drin rumgefummelt.
    Kann also nichts über den inneren Zustand sagen, weil ich keine Waben gezogen habe.
    Wenn ich morgen nachschaue, auf was muß ich achten ?
    fragt
    Helmut

  • ...


    Sind Euch in den letzten Tagen auch vermehrt rausgeschmissene und tote, aber offensichtlich intakte Drohnen aufgefallen? Ist mir erstmals vor ein paar Tagen aufgefallen..


    Bestätige.
    Bei manchen Völkern hat man den Eindruck die sog. " Drohnenschlacht " hat gerade stattgefunden.


    gruß Finvara

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Schönen Abend liebe Leut,

    horch, was kommt von draußen rein?

    Momentan eben nichts oder nicht viel.

    Drum sorg Dich nicht Helmut.

    Als erstes werden die Drohnen geopfert.

    Wenn Du schon geschleuderst hast und keine Reserven mehr drin sind, würd ich mal auf Futter kontrollieren.

    Gruß Simmerl

  • Hi,
    @ Simmerl
    ich schrieb: ich habe aus diesen Völkern nichts geerntet.
    Für meine Allergiker habe ich aus meinen 15 Völkern bis jetzt
    sage und schreibe : 30 kg Honig geerntet !
    INSGESAMT !!
    Hier und da ne verdeckelte Wabe.
    Doc Snyder hat wohl Recht :
    Helmut, bleib beim Apfeltrocknen, das kannst du!
    Trotzdem, meine Frage; soll ich die Drohnen einschicken ?
    Vor 2 Völkern einen ganzen Eimer toter Drohnen halte ich für viel zu viel.
    Obwohl einer der rechnen kann, sagen könnte, das es möglich ist das in dieser Zeit so viele Drohnen vorhanden sein könnten ?
    Mal sehen , morgen , wieviele Drohnenwaben in den Völkern sind.
    Gruß
    Helmut

  • Servus Helmut,

    schau Morgen mal rein, ich schätz trotzdem, daß die "Trocken" sind.

    Drohnen hauen mächtig rein, aufs Brutmaximum wird zugesteuert, wenn da nicht ständig was fließt, wirds heikel und die Drohnen werden zuerst "rausgebaatzt".

    Berichte mal Morgen, was Sache ist!

    Gruß Simmmerl


  • horch, was kommt von draußen rein?

    Momentan eben nichts oder nicht viel.


    Bei mir ist jeweils der dritte HR noch voll, weil bislang zu hoher Wassergehalt. Und es kommt nicht wenig rein, durch Robinie, Brombeere, Waldblüte..


    Trotzdem sehe ich dieses Drohnen-Phänomen - wenn zum Glück auch nicht eimerweise - seit Wochen..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Morgen liebe Leut,

    sorry, hab erst bei Artikel 17 von Helmut angefangen zu lesen.

    Man soll halt erst die Vorgeschichte auch lesen.:oops:

    Aber Helmut schrieb ja, im HR nichts drin, so hab ichs jedenfalls verstanden.

    Die Ableger und einige Apidea haben auch bei mir schon Drohnen rausgeschmissen.

    Die Hochzeiter werden zum Teil nicht mehr gebraucht und bei mir ist seit ca. 14 Tagen tote Hose mit Tracht.

    Deshalb meine Vermutung.

    Helmut, öffne doch einige Drohnenzellen und berichte.

    Gruß Simmerl

  • Guten Abend,
    ich habe heute das Volk mit dem stärksten "Drohnentod" geöffnet.
    Im Honigraum ist gar nicht gebaut worden
    Aber die 4 ausgebauten Altwaben sind mit Honig gefüllt und fast verdeckelt.
    Kein Absperrgitter.
    2 ter, also oberer Brutraum sind vorne und hinten je 2 verdeckelte Honigwaben.
    Dann kommen die beiden Drohnenwaben pos. 3 und 8(ich glaube, da liegt der Fehler.)
    Die Drohnenwaben sind sehr dunkel ohne verdeckelte Brut, in die langsam Nektar eingetragen wird.
    Es sieht so aus ,als wären am laufendem Band Drohnen produziert worden, die dann sofort rausgeschmissen wurden.
    @Simmerl, ich schau morgen in das andere Volk, vor dem nicht ganz zu viele Drohnen lagen.
    Da öffne ich Drohnenbrut,wenn noch welche vorhanden ist.
    Aber Schäden waren an den toten Drohnen nicht zu entdecken.
    Ich werde den Totenfall nicht einschicken.
    Am Rande eine andere Beobachtung :ich habe gesehen,das im Wasserbottich eine ertrinkende Biene von einer anderen Biene angeflogen wurde und von ihr ans rettende Ufer gezogen wurde.
    Toll
    Gruß
    Helmut

  • Schönen Abend, liebe Leut,

    wir sollten Pergaproben im Herbst an die Lufa in Speyer mal von Dr. Martens untersuchen lassen auf Methiocarb (Wirkstoff im Mesurol).

    Maisanbauimker sollten sich hier kurzschließen.

    Darin seh ich Gefahr.


    Gruß Simmerl

  • Guten Abend,
    Am Rande eine andere Beobachtung :ich habe gesehen,das im Wasserbottich eine ertrinkende Biene von einer anderen Biene angeflogen wurde und von ihr ans rettende Ufer gezogen wurde.
    Toll
    Gruß
    Helmut




    Hallo Helmut,

    diese Beobachtung finde ich den Hammer! Kannst Du es noch etwas beschreiben?

    Gruß,

    Markus

  • Guten Abend,
    ich habe das andere Volk geöffnet und nachgeschaut.
    Drohnenecken sind noch vorhanden.
    Ich habe einige Drohnenzellen geöffnet und einigen beim Schlupf geholfen.
    http://galerie.immenwiese.de/main.php?g2_itemId=6612
    Mir ist nichts Ungewöhnliches aufgefallen(was nichts sagt)
    Starkes Volk,aber unruhig,etwa 5 kg Honig verdeckelt.
    Sieht für mich aus, als hätte das Volk entschieden keine Drohnen mehr am Leben zu lassen.
    Was ich nicht verstehe, warum lassen sie die Drohnen schlüpfen und räumen sie nicht vorher aus,
    Da keine offene Drohnenbrut vorhanden ist,wirds wohl haushälterisch einfacher sein, die Zellen nicht zu öffnen und nach dem Schlupf die Drohnen einfach nur rauszuwerfen.
    Was für eine Verschwendung.


    @Bienemarkus,(OT)
    Die Biene strampelte in Rückenlage auf der Wasseroberfläche.
    Die Andere flog sie direkt an, als wollte sie auf ihr landen.
    Sie klammerten sich aneinander,
    Die Obere flog, die Untere wurde in Rückenlage über die Wasseroberfläche gezogen(wie Wasserski)
    gegen die Bottichwand.
    Beide krallten sich an der Wand fest und liefen dran hoch, und flogen weg.
    Ich habe heute fast ne Stunde am Bottich gesessen, aber es hat sich leider nicht wiederholt.
    Gruß
    Helmut