Aktuelle latente Vergiftungen?!

  • Moin,


    bin gerade von der Durchsicht meiner Stände zurück. In der Nähe lediglich eines der Stände spriest seit ein, zwei Wochen der Mais.
    Genau an diesem Stand beobachte ich, wie auch andere Imker in der Nähe eigentlich durchweg einige wenige Bienen mit typischen Vergiftungserscheinungen vor einzelnen Beuten. Nicht so viele, dass ein unkundiger Dritter das als dramatisch bezeichnen würde.


    Bei der heutigen Durchsicht fiel mir zum zweiten Mal auf, dass v.a. in Drohenecken auf einzelnen Waben fast fertig entwickelte, aber dann abgestorbene Drohnen in den Zellen stecken, die exakt so geschädigt scheinen, wie auf Abbildung 3 in Bernhards Vergiftungs-Flyer. Eine Königin einer Schwarmzelle hatte ihre volle Größe erreicht, war aber beim Ausbrechen als schwarz und matschig zu erkennen.


    Verkühlung kann trotz fünf Zargen aufgrund genug Bienenmasse nicht sein. Nun überlege ich, ob das Ganze quasi Beize-Vergiftungen in lediglich weitaus geringerem Ausmaß wie im vergangenen Jahr sein kann. Die Symptome zeigten sich erst, als die Tränke leider zu spät nachgefüllt wurde.


    Da die Völker so stark sind, merkt man den entsprechenden Schwund vielleicht nicht unmittelbar...


    Wie seht Ihr das? Verrenne ich mich da? Habt Ihr ähnliche Beobachtungen gemacht?


    Grüße & danke!
    Marcus

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Wentorfer () aus folgendem Grund: RSF

  • Sammel doch die toten Bienen ein und lass die Analysieren... dann weisst Du mehr. Für mich als quasi-Laien hört sich das schon verdächtig an...

  • Sammel doch die toten Bienen ein und lass die Analysieren... dann weisst Du mehr. Für mich als quasi-Laien hört sich das schon verdächtig an...


    Prinzipiell natürlich ein nahe liegender Gedanke, aber da das Ganze irgendwie schleichend und latent von statten geht, müsste ich für die zur Analyse nötige Bienenmenge richtig suchen..

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Neulich war in einem Bienenmagazin (ich weiss leider nicht in welchem) ein Artikel über die Vergiftungsuntersuchungen. Das hat sich so gelesen, als ob viele Leute da zu wenig einschicken und die trotzdem was draus messen können. Ruf einfach mal da an und schildere die Situation, ich kann mir gut vorstellen, dass die auch geringere Bienenmengen untersuchen (besonders weil Du ja einen guten Grund hast, warum Du nicht 1000 Bienen einschicken kannst.)


    edit: und halte uns bitte auf dem Laufenden!

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem eiskalten, rgnerischen guten Morgen :)


    Schick doch mal die Drohnenwabe und tote Bienen mit ein, vieleicht kann man da was erkennen.
    Überzeuge die Nachbarimker, das selbe zu tun.


    Gestern habe ich so einen "Liebesbrief" :-? von so`n Verein?? Ufop (Union zur Förderung von Oel-und Proteinpflanzen e.V. ) bekommen.
    Dort wird für den Paps, Überschrift ist
    In Sachen Raps...
    ein Prosa ausgebreitet und um Verständnis der "armen" Landwirte geworben.
    Ist natürlich auch verständlich das Sie Geld verdienen müssen, bestreitet keiner, aber warum auf Kosten anderer?
    Es ist nicht der Bauer schuld, sondern die Chemieindustrie, der Bauer ist nur ausführendes Organ, weil ihm nichts anders geboten wird.
    Wer den Brief haben will, soll mich anmailen und/oder mir seine Faxnummer geben.
    Vielleicht schaut mal einer unter der Hompage von diesem Verein:


    www.ufop.de


    Ich habe leider für so Sachen keine Zeit im Moment.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem"wunderschönen" guten Morgen, die 2.-te
     ;-)


    Gestern beim Pflegevölker erstellen, habe ich auch lilaverfärbte tote Bienenpuppen in halb verdeckelten Zellen gefunden :-(
    Tote Bienen ist schwierig bei langsamer Vergiftung zu finden, denke sogar unmöglich.
    Der Mais ist schon am Aufgehen und es regnet in Strömen :-?.
    Ich dachte das Proncho +pro wurde verboten?
    Was kann das nun sein, in der Nähe blüht Raps.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike


  • Meines Wissens ist der Wirkstoff für die Rapsbeize zugelassen, wohl auch, weil Aussaat nicht mit Druckluft wie beim Mais geschieht. Für Vergiftungen könnte es aber trotzdem reichen. Lass uns die Augen aufhalten - in Summe können so über latente Vergiftungen flächendeckend betrachtet womöglich ähnlich viele Bienen ihr Leben lassen wie durch eine massive Vergiftung in einer Region..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
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  • Hallo Heike,


    für Deinen negativen Unterton gegen den Verein UFOP finde ich auf dessen Webseite keine Belege.


    Im Gegenteil:


    Auf der Seite


    http://www.ufop.de/3167.php


    wird unter der Überschrift


    "Aktiver Einsatz für eine verbesserte Bienensicherheit bei der Rapsaussaat"


    für ein vernünftiges Miteinander von Imkern und Landwirten geworben.


    Mit freundlichen Grüßen
    Rubikon


  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Das ist richtig, aber les bitte in den Zeilen.
    Die sprechen/schreiben das Sie zwar das aussähen sicherer machen wollen, aber auf den Einsatz von uns kritisierten Beizmittel leider nicht verzichten können, da ja wir so viele böse Tiere haben, die dem Raps an die Wäsche/Blätter,Blüten wollen.
    Mir ist es auch klar, das gegen Rapsglanzkäfer u.s.w. etas unternommen werden muß.
    Aber muß z.b. ein Mittel zum einsatz kommen, das den Kohlweisling wenn er an der Plfanze frißt tötet?
    Wenn es die Raupen tötet, was ist dann im Nektar?



    Hast du ein Fax ?
    Ich schick Dir dann das Teil mal rüber.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Moin,


    .........
    .......
    Verrenne ich mich da?


    nein überhaupt nicht!


    Es ist wohl eher so, daß viele Imker so was erst gar nicht erkennen!



    .....


    Habt Ihr ähnliche Beobachtungen gemacht?


    Marcus


    Ja und zwar immer wieder auch an ganz normaler Arbeiterinnenbrut und mitten im "warmen" Brutnest


    Aus dem Raum Bietigheim hab ich solche Schäden auch gehört. Es soll dort sehr massiv sein. Man riecht scheinbar die tote Brut in den Völkern schon, sagen mir die Imker von dort.


    Einige Imker haben den Raps wegen dieser Schadbilder im Focus und das ist wohl auch der Grund warum UFOP da auf dem Plan ist. Im Raps gibt es immer mehr Probleme mit dem Rapsglanzkäfer! ganze Felder mußten schon geschlegelt werden!


    Es kann aber auch der Mais sein. Das Mesurol ist auch ein Insektizied von dessen Gifiigkeit wir null komma null wissen!


    Aussaat mit Abluft in den Boden und anschließende Termik könnten hier durchaus auch zu Vergiftungen führen!


    Wir wissen viel zuwenig und nur ganz wenige Imker haben offenbar überhaupt ein Gespür für diese Dinge.


    Eines aber dürfte immer klarer sein, das Fass läuft an immer mehr stellen über!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • nein überhaupt nicht!


    Es ist wohl eher so, daß viele Imker so was erst gar nicht erkennen!


    Ja und zwar immer wieder auch an ganz normaler Arbeiterinnenbrut und mitten im "warmen" Brutnest


    Ein Nachbarimker kam gerade mit seinen Bienen (aus welcher Tracht auch immer) aus der Nähe des Rheingrabens zurück. Ein erwachsener Mann mit reichlich Tränen in den Augen, weil nach seinen Aussagen seine Völker arge Vergiftungserscheinungen haben und nur noch halb so groß sind. Plus Kalkbrut. Werde mich mal genauer mit Ihm unterhalten. Ich hoffe mal, er hat wenigstens Proben eingeschickt.


    Sind Euch in den letzten Tagen auch vermehrt rausgeschmissene und tote, aber offensichtlich intakte Drohnen aufgefallen? Ist mir erstmals vor ein paar Tagen aufgefallen..

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Tote Drohnen vor den Fluglöchern sind mir auch schon aufgefallen und auch krabbelnde Arbeiterinnen, allerdings bei unterschiedlichen Völkern und bei jedem Volk anders.