Wildbienen unterm Deckel

  • Hallo,


    Sieht aus als wären in zwei meiner Beuten Wildbienen unterm Deckel eingezogen.


    Kann jemand sagen, welche Art das genau ist?


    Leider muß ich die lieben Tierchen jedes Mal stören, wenn ich meine Beuten aufmache - sie bevorzugen, ihr Nest um die Abstandsklötzchen des Deckels rum zu bauen. Macht es da Sinn, die Bienen umzusiedeln? Werden die Eier lediglich auf das Pollenbett gelegt und dann "zugemauert"? Oder muß die Mama sich auch nach dem Schlupf um die Larven kümmern?


    Würde mich freuen, wenn da jemand Tipps geben könnte, wie ich den Wildbienen ein Überleben sichern kann und trotzdem regelmäßig den Deckel aufbekomme.


    Grüße,
    Markus

  • Hallo !
     


     
     
    Wollte mich nicht all zu weit aus dem Fenster hängen da ich in der Wildbienenpolitik auch nicht so drin bin, aber ich denke nicht das es eine Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) ist.
     
    Das Nest sieht für mich nach einer Mörtelbiene aus, die bauen so freistehende Nester. Mauerbienen bevorzugen doch mehr Röhren zum Bezug !
     
    Egal wie, ein Umzug ist so praktisch nicht möglich.
     
    Gruß
    B.K. A.l.e.x.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,


    Danke für die Tipps, ich werds nächstes Wochenende mal mit einem Deckeltausch probieren, um wenigstens die schon "fertig verpackten" Bienen in Ruhe schlüpfen zu lassen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Wildbienenmama dann einfach unterm neuen Deckel weitermacht. Naja, werd ich die Deckel eben regelmäßig durchrotieren.


    Grüße,
    Markus

  • Hier eine Nachricht, die ich vom Betreiber der bienenhotel.de Homepage bekommen habe:


    Bei dem Nest handelt es sich tatsächlich um Zellen der Roten Mauerbiene. Die
    Art nistet nicht nur in röhrenförmigen Hohlräumen, sie ist sehr flexibel bei
    der Wahl ihres Nestplatzes. Nach dem Abschluß jeder einzelnen Zelle endet
    die Fürsorge des Weibchens, diese Zellen sind also nun auf sich selbst und
    die Hilfe der Person, die sie fand, angewiesen.
    Nach dem Schlupf der Larven fressen diese die Pollenkuchen auf und würden
    dann einen Kokon spinnen und sich darin verpuppen. Am besten legt man das
    Nest komplett so wie es ist in eine leere Streichholzschachtel und stellt
    diese verschlossen an einen trockenen Platz bei Außentemperatur (trockener
    Schuppen wäre ideal).
    Im kommenden Frühjahr werden die Bienen dann schlüpfen, dafür bitte ca. im
    Januar oder Februar die Streichholzschachtel etwas aufschieben oder ein
    erbsengroßes Loch in die Schachtel machen, damit die schlüpfenden Bienen
    ausfliegen können.


    Viel Erfolg bei der Rettungsaktion
    Christoph

    ...drama makes the world go round... darf ja bloß nicht langweilig werden!

  • Oha,


    Verpuppt bis Januar/Februar? Na die lassen sich ja Zeit. Ich hatte da ja eher mit etwa drei Wochen bis zum Abflug getippt. Da sieht man erst mal, wie optimiert das die Honigbienen machen.


    Auf jeden Fall danke für die Infos, ich werd die Kleinen dann mal in den Schuppen verfrachten.


    Grüße,
    Markus