Muss man das verstehen, oder gehts einfach nur um unser Geld, siehe Imkeranteil

  • MINISTERIUM FÜR ERNÄHRUNG UND LÄNDLICHEN RAUM
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    Stuttgart, April 2009
    Merkblatt
    Bekämpfung der Varroose – Anwendung der 85%igen Ameisensäure
    – Verfahren 2009 –
    Beachte: Landesbeihilfe kann nur für Mitglieder des Landesverbandes Badischer Imker e.V. oder des
    Landesverbandes Württembergischer Imker e.V. ausbezahlt werden!
    Anlagen
    1. Informationsschreiben des Bienengesundheitsdienstes der Tierseuchenkasse
    Baden-Württemberg und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität
    Hohenheim
    Zur Gewährleistung eines rechtmäßigen Kaufes, einer gesetzeskonformen
    Anwendung der 85 %igen Ameisensäure (im folgenden kurz "Ameisensäure 85"
    genannt) und zum Erhalt der finanziellen Unterstützung durch das Land Baden-
    Württemberg ist folgendes Verfahren einzuhalten:
    1. "Feststellung des Therapienotstandes durch einen Tierarzt":
    Das Arzneimittelgesetz (AMG) ermöglicht einem Tierarzt gemäß § 56 a Abs. 2
    Nr. 4 AMG unter bestimmten Umständen, soweit die arzneiliche Versorgung
    der Tiere ansonsten ernstlich gefährdet wäre und eine unmittelbare Gefährdung
    der Gesundheit von Mensch und Tier nicht zu befürchten ist, für Einzeltiere
    oder Tiere eines bestimmten Bestandes ein geeignetes Arzneimittel in
    einer Apotheke herstellen zu lassen (gemäß § 21 Abs. 2 Nr. 4 in Verbindung
    mit Abs. 2a AMG). Voraussetzung hierfür ist die Feststellung des "Therapienotstandes"
    durch einen Tierarzt. Zur Beurteilung kann der Tierarzt beigefügtes
    Schreiben des Bienengesundheitsdienstes der Tierseuchenkasse Baden-
    Württemberg und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität
    Hohenheim heranziehen bzw. sich direkt an diese Bienenexperten wenden.
    2. "Ausstellung eines Rezeptes durch den praktischen Tierarzt":
    Bei der Ausstellung des Rezeptes sind die Vorgaben nach § 2 der Verordnung
    über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln zu berücksichtigen. Anhand
    - 2 -
    des Rezeptes muss nachvollziehbar sein, welche Menge Ameisensäure 85 für
    welchen Imker bestimmt ist. Hierbei ist zu beachten, dass bei Verschreibung
    von Arzneimitteln für Lebensmittel liefernde Tiere ein Original mit zwei
    Durchschlägen erforderlich ist. Eine Durchschrift verbleibt beim Tierarzt, das
    Original sowie die zweite Durchschrift erhält der Tierhalter. Die zweite
    Durchschrift verbleibt bei der Abgabe der Ameisensäure in der Apotheke, zu
    deren Dokumentation.
    Zur Beantragung der Beihilfe muss vom Imker eine dritte Kopie erstellt werden,
    welche an die Tierseuchenkasse geht.
    3. "Einlösung des Rezeptes in einer öffentliche Apotheke":
    Durch die Vorlage der Rezepte in einer Apotheke kann die Ameisensäure 85
    bestellt werden. Dies sollte möglichst auf Vereinsebene geschehen. Für die
    Herstellung der Ameisensäure 85 als Arzneimittel ist die DAC-Qualität als
    Ausgangsstoff ausreichend.
    Es wird als notwendig erachtet, dass vor der Bestellung der Ameisensäure 85
    der Imkerverein mit der Apotheke den Verfahrensablauf bespricht.
    4. "Bezahlung und Abholung der Ameisensäure in der Apotheke":
    Der Apotheker erstellt entsprechend den Vorgaben des Rezeptes eine Rechnung
    an die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg. Die Rechnung wird samt
    der dritten Kopie des Rezeptes an die Tierseuchenkasse BW gefaxt bzw. mit
    Briefpost versendet. Anschließend überweist die Tierseuchenkasse BW die
    entsprechenden Rechnungsbeträge an die Apotheken.
    Daraufhin kann die Abholung der Ameisensäure 85 durch die Imker in der
    Apotheke erfolgen.
    Die Finanzierung der Ameisensäure 85 erfolgt durch einen Imkeranteil und
    einem Landesanteil. Die Mehrwertsteuer ist vollständig vom Imker zu tragen.
    Der Landeszuschuss beträgt 50% des Nettoendpreises, höchstens jedoch 10 €
    pro Liter.


    Beispiel: Kauf von 10 Litern Ameisensäure 85. Bei einem Gesamtrechnungsbruttobetrag
    von 238 € (Literpreis 23,80 € brutto) beträgt der Imkeranteil 138 €
    und der Landesanteil 100 €.


    Die Tierseuchenkasse BW fordert den Imkeranteil entsprechend den
    vorliegenden Rechnungen von den Imkern /Ortsverbänden an.
    - 3 -
    Die beiden Landesimkerverbände erhalten von der Tierseuchenkasse BW eine
    Liste über Empfänger und Menge der bezahlten Ameisensäure 85. Diese Liste
    wird von den Landesimkerverbänden auf Plausibilität überprüft.
    5. "Anwendung der Ameisensäure nach Vorgaben des Tierarztes":
    Die Ameisensäure 85 ist entsprechend den Behandlungsanweisungen des
    Tierarztes anzuwenden. Der Tierarzt sollte dabei die Hinweise des beigefügten
    Schreibens der Bienengesundheitsdienste der Tierseuchenkasse Baden-
    Württemberg und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität
    Hohenheim berücksichtigen.
    Zusatzinformationen:
    Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
    Anstalt des öffentlichen Rechts
    Hohenzollernstr. 10
    70178 Stuttgart
    Telefon: 0711 / 9673-60
    Telefax: 0711 / 9673-700

  • Hallo Bernhard,
    was ist daran nicht zu verstehen?
    AS 60 % at us vet zahlt der Imker, da ein zugelassenes Varrobekämpfungsmittel, 100% des Preises aus seiner Tasche.
    Bei später im Jahr erforderlicher AS-Varroabekämpfung, da früher im Jahr z.B. wegen Spättracht nicht möglich, wird mit diesem Verfahren AS 85% DAC-Qualität in einem Ausnahmenverfahren legalisiert und der Imker erhält 50% der Kosten max. 10 €/l über die Tierseuchenkasse erstattet. Man könnte auch Zuschuss sagen.
    Gruß Eisvogel


    Nachtrag: Das Einzige was ich nicht verstehe, warum nur Imker die "organisiert" sind in den Genuss des Zuschusses kommen sollen.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hallo Zusammen,
    schon der erste Satz ist doch ein Schlag ins Gesicht:
    "Landesbeihilfe kann nur für Mitglieder des Landesverbandes Badischer Imker e.V. oder des Landesverbandes Württenbergischer Imker e.V. ausbezahlt werden."
    Ist dieses Ministerium nicht für alle Imker in diesem Land zuständig?
    Man stelle sich vor:
    Kindergeld wird nur für Mitglieder des Kinderschutzbundes ausbezahlt.
    Für mich klingt das nach Kliquenwirtschaft.
    Haben sich da der Minister für Landwirtschaft, der Vorsitzende der Tierärztekammer, Apothekenverbandes , die Vorsitzende der oben erwähnten LV und noch welche aus der dortigen Landesanstalt für Bienenzucht zusammengesetzt,
    um ein als solches nicht zugelassenes Mittel als Arznei gegen Varroamilben zu subventionieren?
    Bisher dachte ich, solche Förderungen seien für alle und das der Staat nicht zugelassene Arzneimittel nicht fördert.
    Zugelassen sind AS 60%ig im Verdunster und Fördermittel gibt es für alle Betroffenen.
    Kann man sich in B-W irgendwo über ein solches Vorgehen beschweren?
    Scheint mir nicht ganz gesetzeskonform.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Was war da noch mit dem Artikel des Grundgesetzes auf Gleichbehandlung?
    Nicht alle imker werden gleich behandelt <=> nicht alle Imker behandeln gleich
    Die haben das eh noch nicht verstanden..... Resistenzen mit Potenzen in den Griff bekommen?
    Forschung anstatt wäre doch auch mal sinnvoll.....
    Und wenn ich den Wehretat sehe, dann frage ich mich eh, wofür wir unser gutes Geld verpulvern..... Wo sich doch meine Mädels teils auch etwas Wehrhaft benehmen ;-)

  • Hoppala, da antwortet man auf eine Frage und kurze Zeit später - ist die Antwort gelöscht :daumen:.


    Liegts an "Happach - Kasan" oder daran das man den Betrug an der Imkerei öffentlich benennt :wink:? (Auch Herrn Maske hat man die öffentliche Benennung von Problemen der Imkerei ja schon vorgeworfen - deshalb sehe ich mich hier in bester Gesellschaft :daumen:)
    Sind die Probleme Varroabekämpfung von der "Varroapolitik" wirklich zu trennen? - wer legt fest wo was anfängt, denn in Deutschland ist doch die gesamte Landwirtschaft ein Politikum. Wo kommen wir hin, wenn eine "allwissende" Abgeordnete festlegen möchte wann und wie ich die Varroa in meinem Bienenbestand zu bekämpfen habe.


    Hat der Friedolin Brandt etwa Recht, wenn er mir sagt, das der Admin Hartmut nur Meinungen in seinem Sinne zulässt?
    Der Honig-Lutz wird sich jedenfalls in Zukunft dieser Zensur durch den Admin Hartmut nicht mehr aussetzen :p !


    Also ich wünsche allen Imkern volle Honigtöpfe, eine Varroamilbe, mit der sie ohne Mühe und Explossion der Kosten - mit wenig Einsatz an Bekämpfungsmitteln zurecht kommen.
    Weiterhin wünsche ich unseren Bienen auf die trügerischen Vorhaben einer Frau Happach - Kasan nicht angewiesen zu sein.
    Tschüss sagt der Honig-Lutz

  • wer legt fest wo was anfängt


    Wir (die Forenbetreiber/Admins/Mods)

    Zitat


    Der Honig-Lutz wird sich jedenfalls in Zukunft dieser Zensurnicht mehr aussetzen :p !


    Soll ich gleich den Löschbutton drücken? :roll: 
    Olli genervt


    PS: Es geht hier um AS die nicht vom Staat bezahlt wird wenn man nicht in einem Verein ist. Muss man sich deswegen so auf regen? Für eure Hunde, Katzen, Fische, Reptilien und Vögel bekommt ihr auch keine Arzneimittel bezahlt.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Na holla, Du bist ja doch noch da. So zählt also Dein Wort?
    Deine Beiträge da habe ich schon lange gelesen, und sogar in Thüringen bestätigt bekommen wie toll Du doch bist. Die Welt ist ein Dorf, aber... wenn ich das nächste Mal in Thüringen, ganz in Deiner Nähe bin, dann sollten wir uns mal auf ein kühles "Altenburger" treffen und Du wirst feststellen, daß wir durchaus in die gleiche Richtung ziehen.
    Man darf nur nicht alles blind glauben was man erzählt bekommt, besonders wenn es nur die eine Hälfte ist die man zu hören bekommt.
    Stöbre im Forum, oder in anderen Foren zu Brandtaktuellen Themen, Du wirst sehr schnell wissen was ich meine.
    Die Ziele sind ok, nur wie sie erreicht werden sollen, da gab es bislang beträchtliche Meinungsunterschiede...


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Ist eben so mit der "Goldwaage" und dem was man drauf legt.
    Keine Angst, auch ich beziehe meine Informationen von mehreren Seiten - da wird die Gefahr der "Irreführung" einwenig geringer, jedoch nicht vollends ausgeschlossen. :wink:
    Aber das mit dem "Altenburger" ist 'ne gute Idee - für'n Notfall habe ich auch 'nen top Met - natürlich selbst vergoren.


    Also nix für ungut.


  • Hat der Friedolin Brandt etwa Recht, wenn er mir sagt, das der Admin Hartmut nur Meinungen in seinem Sinne zulässt?


    Den Eindruck kann man selbst bei bösestem Willen NICHT gewinnen!!! - Die Admins beschützen hier nur teilweise einige User vor sich selbst bzw. wildgewordenen Anwälten und versuchen zumindest ein Mindestmaß an Ordnung hier zu erhalten, die dem Nutzen der Bienen-Inhalte sehr dienlich ist...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!