Umstieg von Segeberger wg. Bio und so...

  • Hallo!


    ich denke gerade darüber nach, an meinem angepeilten 3. Bienenstand anstelle von Segeberger Beuten und DNM auf ein anderes Maß in Holzbeuten umzusteigen.
    Bio Honig darf man ja nicht aus Hartschaumbeuten Imkern...
    Da in meiner Region die Honigpreise kaputt sind, denke ich über Bioimkerei nach, das sollte es mir ermöglichen doch noch einen gescheiten Preis für das Immengold nehmen zu können. Holzbeuten haben ja noch weitere Vorteile und der Gewichtsunterschied zu Segebergern fällt ja in der Praxis doch nicht so ins Gewicht, wie ich zu Beginn gedacht hatte.


    Einerseits kann ich dann Beuten selber basteln (und Geld sparen), andererseits habe ich mit einem anderem Rähmchenmaß evtl. Vorteile gegenüber dem kleineren DNM.


    Nun bin ich nicht sicher welche Beute und welches Maß ich am besten nehmen soll.


    Die Hohenheimer Einfachbeute und das Zander-Maß gefallen mir soweit sehr gut, die Kippkontrolle ist genial! Ich habe mir beim Bienenweber schon einmal so eine Konvertierungbeute bestellt, mit der ich DNM im Warmbau und Zander im Kaltbau betreiben kann.


    Allerdings gefällt mir auch das Dadant Beutensystem, großer ungeteilter Brutraum (soll für die Frühentwicklung gut sein) gut, auch die Lösung mit flacheren Rähmchen für den Honigraum gefällt mir. Zusätzlich könnte man in Dadant Beuten fertige Bee-O-Pac Rähmchen unterbringen, das Maß würde ja passen - bloß ist ja das Bee-O-Pac wieder nicht Bio und dementsprechend fiele der Vorteil für mich schon wieder flach.


    Ist jemand von Segebergern umgestiegen und kann seine Erfahrungen teilen?

  • Hallo Andreas,
     
    wenn es Dir nur um Holzbeuten geht, würde ich bei DNM bleiben.
    Du bist mit dem System vertraut und einen echten Vorteil zu Zander sehe ich da nicht, Kippkontrolle kannst Du auch in DNM machen.
     
    Ich bin vor einigen Jahren, auch wg. Bio, auf Dadant umgestiegen; es ist schon ein anderes Imkern als in der Segeberger Bienenquetsche.
    Du mußt einiges umlernen, aber...richtig leicht ist so ein Dadant-Honigraum auch nicht.
    Stünde ich heute vor der Entscheidung, nähme ich die 8er-DNM-Beute ala Sabine. Bei Bienenüberschuss kannst Du Kunstschwärme/Ableger überwintern und im Frühjahr verkaufen. Auf Dadant ist das schon schwieriger, weil nicht so verbreitet.
    Trotzdem ist in Dadant ein faules Imkern möglich; ich habe bis jetzt ein mal, unnötigerweise, in den Brutraum geschaut, sonst nur HR gegeben.
    Richtig rückenschonend ist Golz/Bremer, das probiere ich gerade aus.
     
    Herzliche Grüße
    Thorben

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Schreibt Demeter Dadant vor?
    Lese gerade in "ökologisch Imkern" von Claudia Bentzein, dass Demeter Zitat:
    "Die Rähmchengröße ist so zu wählen, dass sich das Brutnest organisch mit den Waben ausdehnen kann, ohne von Rähmchenleisten durchtrennt zu werden"
    ungeteilten Brutraum vorschreibt.
     
    Somit müsste man ja mit einer Brutraumzarge auskommen, was bei DNM, Zander und Langstroth ja ohne das von Demeter ebenfalls verbotene Absperrgitter schwer möglich ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Drops () aus folgendem Grund: Rechtschreibteufel

  • Moin


    Da hätte ich als Demeterimker dieses Jahr aber schlechte Karten, da sich meine Brutnester über mehr als 60 cm in der Höhe ausbreiten!


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Drops es gibt noch 1.5DN und Zadant und so. Das kann man AFAIK auch nehmen.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"