EU Öko/Bio-Verordnung

  • In was unterscheiden sich die Richtlinien der EU-Öko/Bio-Verordnung (Richtlinie?) zu den Bedingungen der einzelnen Bio-Verbände (Bioland, Demeter...)?


    Es ist wohl einfacher... aber grundsätzliches?


    Holzbeuten ein MUSS?
    Kosten für Zertifizierung?
    eigener Wachskreislauf oder gekaufte Bio-Mittelwände möglich?
    Absperrgitter erlaubt?


    Ich habe jetzt ewig und vergeblich gegoogelt, hier wirds hoffentlich wer wissen und aus Erfahrung schreiben können.

  • Hallo Oranje,
     
    das ist recht übersichtlich in dem Buch "Ökologisch imkern" von Claudia Bentzien aufgeführt.
    In dem Buch werden Demeter, Bioland, Naturland, Biokreis und EG-Öko-Verordnung gegenübergestellt.
    Die Kosten für die Zertifizierung sind allerdings nicht angegeben.
     
    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Ich habe vor mir eine Übersicht welche ich von Michael Weiler (Demeterimkerberater) bekam.
    Darin wird Demeter,Bioland,Naturland und das Eurobiosigel (glaube ich) sowie DIB verglichen.
    Holz, Lehm und Stroh sind als Beutentyp bei allen Verbänden (außer DIB) ein Muss.
    Kosten für die Zertifizierung stehen hier nicht.


    Demeter schreibt Naturbau vor im Brutraum (HR sind MW zugelassen welche aus Naturbauwachs bestehen müssen) .
    Bioland und Naturland lässt Mittelwände im Brutraum zu aber einige Mittelwände als Naturbau sein. MW aus Naturbau oder Entdeckelungswachs.
    Eurobio schreibt vor dass im Brutraum die Mittelwände aus "rückstansfreiem Wachs aus Ökoimkerei" sein müssen.


    Bei Demeter ist kein Absperrgitter erlaubt.
    Wie das bei den anderen Verbänden ist steht nicht da.
    Grüße
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • hier Infos zur EG Verordnung (Neuregelung zum 1.1.09!):
    http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/f86000.htm
    hier der Text:
    http://eur-lex.europa.eu/LexUr…18920070720de00010023.pdf


    Details zur Imkerei:
    ix) Der Standort von Bienenstöcken muss so gewählt werden, dass Nektar- und Pollenquellen vorhanden sind, die im Wesentlichen aus ökologisch/biologisch erzeugten Pflanzen oder gegebenenfalls aus Wildpflanzen oder nichtökologisch/nichtbiologisch bewirtschafteten Wäldern oder Kulturpflanzen bestehen, die nur mit Methoden bewirtschaftet werden, die eine geringe Umweltbelastung mit sich bringen. Der Standort von Bienenstöcken muss sich in ausreichender Entfernung von Verschmutzungsquellen befinden, die die Imkereierzeugnisse kontaminieren oder die Gesundheit der Bienen beeinträchtigen können.
    x) Bienenstöcke und in der Bienenhaltung verwendetes Material müssen hauptsächlich aus natürlichen Stoffen bestehen.
    xi) Die Vernichtung von Bienen in den Waben als Methode zur Ernte der Imkereierzeugnisse ist untersagt.


  • xi) Die Vernichtung von Bienen in den Waben als Methode zur Ernte der Imkereierzeugnisse ist untersagt.


    Macht das jemand? Das hab ich noch nie gehört.... oder gehört das in die gleiche Kategorie wie die angeblichen "Keine Tiere in der Mikrowelle trocknen" Hinweise?

  • Haben die Korbimker (soweit ich weiß man möge mich korrigieren) so gemacht. Die wurden da ab geschwefelt. Das wird aber glaube ich nicht mehr gemacht.
    Olli

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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von honig () aus folgendem Grund: was schreib ich für einen bullshit

  • Urgs. Das könnte ich nicht. Ich trau mich ja noch nicht mal, Drohnen zu schneiden. Ich töte ungern.


    Ausser jemand schaut mich schief an. :cool:

  • Hallo Miteinander,
    zum Thema Abtöten zur Ernte:
    Früher wurden in der Tat viele Korbvölker zum Abernten abgetötet.
    Vorallem in Körben, die nicht zum Abtrommeln vorgesehen waren bzw. nicht dazu geeignet waren.
    Dies waren allerdings nicht die Stülpkörbe der Imker aus der Lüneburger Heide.
    Die hatten einen Markt für ihre Bienen.
    Leider auch Pharmaziewerke die daraus Bienengift machten...
    In den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden dann auch Bienenvölker in dafür nicht geeigneten Körben abgetrommelt, was ein schönes Gemantsche gegeben haben soll.
    Kam ja auf Anordnung von oben, man brauchte viele Bienenvölker.
    Aber man braucht gar nicht so weit zurück gehen in der Geschichte.
    Bis zum Auftreten der Varroa in den südlichen USA wurde in den nördlichen Staaten und Kanada auch kaum Bienenvölker überwintert und jedes Jahr neue Paketbienen gekauft.
    Daher diese Forderung.
    Als ich dies erstmals las, habe ich auch so reagiert.
    Die paar Bienen die bei der Honigernte stechen, gequetscht werden usw.,
    darum so viel Geschrei machen?
    Aber, ich habe mich erkundigt, s.o. .
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    ohne jetzt hier den Thread kaputt machen zu wollen. Ist ein Klärwerk etwas was a) einen Standort generell als ungeeignet erscheinen lässt b) was das Öko-Siegel unmöglich macht?


    Das Dingen steht in einem Wald und reinigt Haushaltsabwässer!


    Gruß


    Tom

  • Der Drohn denkt,
    dass das Schlachten von Völkern,
    vielleicht sogar der richtige Weg zu einer wesensgemäßen Imkerei wäre!!!
     
    Der
    Drohn


    P.S.: der Tod ermöglicht das Leben


    Goethe:


    "Lange habe ich mich gesträubt,
    endlich gab ich nach,
    wenn der alte Mensch zerstäubt,
    wird der neue wach."


    "Denn so lang du das nicht hast,
    Dieses Stirb und werde!
    Bist du nur ein trüber Gast
    Auf der dunklen Erde."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast013 () aus folgendem Grund: Ergänzung, zum Verständnisse

  • Nach meinem Verständnis stört das Klärwerk nicht, weder generell noch bez. des Zertifikats.
    Dazu noch ein Tip: Frag vorher bei deiner Zertifizierungsstelle an, dann weist du zum einen Bescheid und es kann bei der Kontrolle keine Diskussion zum Standort geben.
    Haben wir auch so gemacht. In GoogleEarth mehrere Zoomstufen eingestellt als Link gespeichert, dazu die GPS (WGS84) Koordinaten. Den Standort kurz beschreiben, auch bez. unserer Bedenken, (Entfernung zu Autobahnen). Das ganze an unsere Zertifizierungsstelle (ABCert) gemailt und um Auskunft gebeten.
    So hat man die Stellungnahme der Zert. Stelle dann sogar schriftlich.


    Gruß - Jochen