Eure Meinung zu meinem Vorhaben!?

  • Was haltet Ihr von folgendem Vorhaben?
     
    Nach Vorbild des u. a. Textes, erstelle ich mir ab der kommenden Woche 1-2 Königinnen... in ca. 6 Wochen, wenn die neue Kg in Eilage ist, entnehme ich meinen zwei Völkern je ca. 2-4 Brutwaben und setzte die neue Kg sofort zu.
    Müsste die Kg nicht auch hier dann sofort in Eilage gehen und hätte ich damit nicht eine gewisse Gewähr, dass mein Ableger recht schnell wächst????
     
    Achtung Zitat - Königinnenzucht:
    "Was braucht man ?
    Man braucht derlei wenig: man benötigt eine zur Gänze verdeckelte Brutwabe, eine frisch bestiftete Wabe, ein scharfes Messer, eine Schablone mit dem Außenmaß von 10,0 x 7,0 cm - Rechteck. natürlich Bienen und letztendlich eine kleines "Bienenhaus" (Apidea Zuchtkästchen - alle anderen Systeme funktionieren genauso gut) und Gummiringe verschiedener Größe und Länge, einen Plastikkübel zum Auffangen der Bienen, eine kleine Menge an Honigwasser - wenn Sie natürlich mehr Kästchen befüllen wollen, benötigen Sie mehr Honigwasser.
    Achtung Zuchtkästchen von vorne verschließen!!!! Schieber nach unten.
    Was machen wir?
    Wir schneiden aus der verdeckelten Brutwabe Rechtecke 10x 7 cm heraus, schieben diese Miniwaben in die kleinen Plastikrähmchen, drücken mit dem Daumen oder Zeigefinger Wachs vom Randbereich der "Miniwabe" fest an den Seitenteil des unten offenen Rähmchen (damit die Wabe dann beim Hineinstellen nicht nach unten rutscht) legen einen Gummiring in einer Schlinge (Achterschlinge) um die Seitenteile des nach unten offenen Rähmchens, jetzt schneiden wir aus der frisch bestifteten Wabe (natürlich alles ohne Bienen) ein Stück von ca. 2x2 cm heraus - es sollten mindestens 2 Stifte (Eier) in diesem Stück für die spätere Nachzucht bzw. Ausbau als "Weiselzelle" vorhanden sein.
    Wir plazieren dieses kleine Rechteck unterhalb der verdeckelten "Minibrutwabe" - egal ob mittig oder seitlich.
    Es ist bloß wichtig, daß Sie Platz für die spätere Weiselzelle lassen.
    Nachdem dies gut befestigt ist, hängen wir die "fertige Miniwabe" (verdeckelte Brut und Eier (Stifte) mittels Gummiringen am Abrutschen gesichert) als letzte (erste Wabe) neben dem Futter (nur Teig geben) ein. Dann nehmen wir die 2 restlichen Rähmchen (in die wir schon leere Mittelwände gelötet haben) und hängen diese ebenfalls ein.
    Dann nehmen wir aus den Volk, wo genug Bienen vorhanden sind, eine ca. zu 30 % mit Bienen besetzte Wabe, (ohne Königin) halten diese über dem mit Honigwasser mäßig feuchten Kübel und schütten mit einem kräftigen Ruck die ansitzenden Bienen in den Kübel. Die Beinen werden durch den Kontakt mit dem Honigwasser flugunfähig.
    Wir nehmen jetzt den Kübel mit den Bienen und füllen die Bienen in den Futterraum ( wir haben aber vorher bereits den Futterraum zu 1/3 mit Futterteig gefüllt!!!) bis dieser voll ist, dies entspricht ca. 150 bis max. 200 Bienen. Die Bienen laufen nach dieser Methode sofort in das Kästchen rein, wir legen das durchsichtige Plastik darüber, geben den Deckel darauf und sind fertig.
    Was machen wir jetzt?
    Wir nehmen die gefüllten Kästchen, fahren mit ihnen mindestens 3 km weit (ab besten zu einem eigenen Grundstück) zu einem Bekannten oder Gönner und stellen die Kästchen im Abstand von 2-3 m auf, dann öffnen wir die Zuchtkästchen (Schieber ca. 1 cm nach oben) legen einen Gegenstand zur Beschwerung oben drauf und warten bis die Weiselzelle gebaut ist, verdeckelt ist, die Königin schlüpft und nach erfolgtem HOCHZEITSFLUG begattet nach Hause kommt und einige Tage später mit der Eiablage beginnt. Wenn die Waben frisch bestiftet sind, dann können wir die Jungkönigin einem anderen Volk zusetzen oder einen Ableger bilden oder verkaufen oder mit diesem Minivolk ein ganz normal größer werdendes Volk beginnen.
    Was passiert?
    Die ansitzenden Bienen bauen sofort Weiselzellen um die Stifte (max. 2 Zellen) pflegen diese natürlich gut, weil ja nur 2-3 offene Brutzellen vorhanden sind, verdeckeln diese und beginnen inzwischen mit dem Ausbau der Mittelwände, da sie ja eine Königin "ziehen" können ist das Völckchen "weiselrichtig", es schlüpfen auch bald Jungbienen, welche dann die ihnen zustehenden Arbeiten ausführen.
    Sie werden erstaunt sein, mit welchem Tempo dies alles passiert.
    Ich gebe Ihnen auch die Garantie, daß Sie es nicht schaffen werden, das Ganze nicht des öfteren zu betrachten und sehen zu wollen was passiert. Es ist einfach zu faszinierend um dies nicht zu beobachten." von
    Dr. Albert Novotny Aug.2006

    ...schon zwei Minuten gespielt und noch immer enorm hohes Tempo...!

  • Es funktioniert !
    Welche Chance haben die Bienen denn ?
    Sie müssen, ob sie wollen oder nicht.
    Und das ist die Crux, der Haken, an der Sache.
    ........
    Jetzt mal der Reihe nach, aber bitte nicht böse werden, wie der "Kollege" eben.
    Wann vermehrt sich unter normalen Umständen ein Bienenvolk?
    Wenn es ihm in allen Belangen gut geht, es sich "sauwohl" fühlt und im Wohlstand schwimmt
    Okay?
    Und was machen wir?

    Zitat

    Wir nehmen jetzt den Kübel mit den Bienen und füllen die Bienen in den Futterraum ( wir haben aber vorher bereits den Futterraum zu 1/3 mit Futterteig gefüllt!!!) bis dieser voll ist, dies entspricht ca. 150 bis max. 200 Bienen.


    Diese armen Tierchen, die sich dazu auch noch abfliegen, oder vielleicht gar zu alt oder verbraucht sind, müssen nun "irgendwie" eine WZ pflegen.
    Welche Königinnen wirst Du dadurch wohl erhalten?
    Lies mal Br. Adam dazu !
    Eine Königin muss im Überfluss geboren werden!
    Nochmal:
    Die Methode funktioniert, ich kenne sie schon lange und habe sie vor 15 Jahren selbst angewandt.
    Zum Üben sicher eine super Sache.
    Aber man sollte sich sicher sein, was man (den Bienen) tut.
    Nix für Ungut, verstehe mich nicht falsch.
    Aber Du hast eine Meinung gewollt, da isse.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,
     
    Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen - denn wie Du schon sagtest, ich wollte Deine/Eure Meinung. Ist ja auch nicht so, als hätte ich diese Variante Erfunden und müßte jetzt eingeschnappt sein, weil Ihr meine Erfindung kaputt redet. Ich brauche die Meinung von Erfahrenen...
     
    ...aber Du würdest mir schon recht geben, wenn ich es mal ausprobieren wollte??? Wie heißt es so schön: NUR VERSUCHT macht "KLUCH"?

    ...schon zwei Minuten gespielt und noch immer enorm hohes Tempo...!

  • Hallo Michael,
     
    Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen - denn wie Du schon sagtest, ich wollte Deine/Eure Meinung. Ist ja auch nicht so, als hätte ich diese Variante Erfunden und müßte jetzt eingeschnappt sein, weil Ihr meine Erfindung kaputt redet. Ich brauche die Meinung von Erfahrenen...
     
    ...aber Du würdest mir schon recht geben, wenn ich es mal ausprobieren wollte??? Wie heißt es so schön: NUR VERSUCHT macht "KLUCH"?


     
    Hallo Wartenix.
    Warum dieser ganze aufwand ? Mach einfach gescheite Ableger im Wabenmas deines Standes und gut is.
     
    mit imkerlichem
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Für ein bis zwei Königinnen würde ich diesen Umstand nicht machen.
    Ich stell mir das als Riesen Gemansche vor ... Brutwaben zerschneiden ... naja


    Wie auch immer.
    Zwei Queens hast du einfacher und besser gezogen in dem du die Weiselzellen verwertest die dir der Bien sowieso schenken wird. Einfacher geht es nu wirklich nicht mehr!


    Ausserdem hat der Michael recht, wenn er sagt, das eine Königin im Überfluss geboren werden muss :daumen:




    Grüße!
    Arnd

  • Ausserdem hat der Michael recht, wenn er sagt, das eine Königin im Überfluss geboren werden muss



    Ja, das denke ich inzwischen auch. Daher gibt eine Zucht nach den Nachschaffungstrieb in kleinen Einheiten zwar Königinnen, aber sicher keine super fetten verhätschelten Volksmütter.
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.