Honigpreise 2009


  • Wenn wir jetzt diese 73.840 Imker mal 9 Völker mit ihren bundesdurchschnittlichen 34kg nehmen, sind das 22.595.040kg, also fast 23.000 TONNEN.
    Und jetzt sag mir nochmal, daß die Nicht-NE-Imker keinen Einfluß auf *meine* Preise und Umsatz hätten....


    Wie man aber an der obigen Umfrage sehen kann, werden diese 23000 t nicht alle zu Dumpingpreisen verkauft.



    Auch bei dir wird es mit ziemlicher Sicherheit nicht bei 2 Völkern bleiben.
    Verschenken wäre okay, aber sobald du verkaufst - dann bist du im Markt.


    Wahrscheinlich hast Du recht, zwei, drei Völker mehr wären schon schön :-)


    Aber ich verstehe nicht, warum verschenken okay sein soll, wenn es billig verkaufen nicht ist: in beiden Fällen sinkt die Nachfrage nach Honig um die von mir abgegebene Menge.



    Was um himmelswillen ist denn falsch daran, vernünftige Preise haben zu wollen?


    Nichts. Absolut nichts. Ich hab auch immer betont, dass Erwerbsimker eine Kalkulation brauchen. Ich kaufe auch gerne Honig zu fairen Preisen. Seit ich mich für Bienen interessiere ist mir Billighonig nur noch in Hotels aufs Brötchen gekommen. Gar keine Frage.


    Und auch wenn ich Honig verkaufe, weil ich niemanden kenne, dem ich noch Honig schenken möchte, muss der Preis in jedem Fall über den harten Kosten (Futterkosten, etc.) liegen, auch wenn ich Hobbyimker bin, da habt ihr recht.
    Aber ich kann bei einem Hobby einfach keinen Stundenlohn ansetzen. Da sträubt sich alles in mir (aber dazu hab ich gerade schon was geschrieben)


    Naja, und von mir habt ihr markttechnisch vorerst nichts zu befürchten. :lol:

  • Verschenken ist die ehrlichere Variante der Subventionierung - dann macht man sich wenigstens nichts vor.:wink:


    Großmengen: was glaubst du, was Abfüller fürs Kilo zahlen? Und wieviel dahin geht? Dagegen sind dann 2,80€ fürs Glas schon wieder viel...


    Und du bist kein Hobbyimker - du bist Imker.
    Wenn du nur deine "harten Kosten" ansetzt, machst du genau das gleiche wie die "Nur-Hobby"-Fußpflegerinnen von Heike - du läßt einen ganz entscheidenden Teil der Kosten weg.
    Es geht nicht um weniger Umsatz beim Nachbarn, sondern um korrektes Marktverhalten: im Preis müssen alle realen Kosten drin sein.


    Vorschlag: wenn du deine Zeit nicht mitansetzen magst, rechne sie trotzdem aus, verkauf deinen Honig zu deinem Preis und spende die Differenz den Tafeln...:cool: (nicht ganz ernstgemeint, aber setz mal nur den Stundenlohn eines Imkergesellen an, dann dürftest du schon deutlich über 4,50/Glas liegen).
    Ich bin hier nicht umsonst im ersten Jahr mit Stoppuhr rumgelaufen, und auch heute überprüfen wir immer wieder einzelne Arbeitsgänge so.:wink:
    Time is money.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen



  • Sorry, Jonas. Wenn Du mit dem Absatz des Honigs ab 5,-€ pro Glas keine Probleme hast, warum regst Du Dich dann über andere auf? Bezeichnest gar die, die im DIB- Glas verkaufen, als blöd?

    Ein Preis wird in der Regel nicht durch "Kalkulation" und "Einrechnen der Kosten" gebildet, sondern ist de facto durch den Markt bestimmt. Orientiert sich an Angebot, Nachfrage, Produktqualität, Wettbewerber, wird mitbestimmt durch Marke, Verkäufergeschick... das ist halt "der Markt", und der ist nicht homogen. Eine Kartellbildung, wenn auch nur am Imkerstammtisch, ist das der richtige Weg? Er ist es nicht im Großen und kann es nicht im Kleinen sein.

    Klar hat der Berufsimker das Problem, dass er seine Kosten mit dem Verkaufspreis decken muss und die preisgestaltung diesen anzupassen versucht. Der Hobbyimker muss es nicht. Zugegeben, er sollte es versuchen. Jedoch nicht wenige Betriebe subventionieren ein Produkt mit einem anderen, oft nicht mal wissentlich, je nach Erfassung und Auswertung der Kostenbestandteile. Und so subventioniert der Hobbyimker sein Produkt Honig. Für mich ist das kein Problem. Er muss es sogar subventionieren, denn er könnte niemals mit den viel rationeller arbeitenden Berufsimkern konkurrieren.

    Denn ich bin mir sicher: Wenn der 5-Völker Hobbyimker "seriös" seine Kosten und Arbeitszeit umlegen würde, käme ein Preis nahe der 10,-€ Grenze pro Glas heraus, zu dem er nicht verkaufen könnte. Er müsste der Marktlogik folgen und die Produktion einstellen. Er dürfte nie eine Edelstahlschleuder kaufen und niemals könnte er seinen Schleuderraum den Erfordernissen der Lebensmittelverordnung entsprechend herrichten.

    Wenn die Hobbyimkerei aber weg wäre, was wäre dann? Ich denke, dass es gerade die Hobby- und Nebenerwerbsimker waren und sind, die den Bezug der Käufer zum regional erzeugten, hochwertigem Produkt "Honig" flächendeckend aufrechterhalten, wovon auch die Berufsimker wieder profitieren. Er hat das Bewusstsein der Käufer erhalten, dass Honig ein wertvolles Nahrungsmittel ist, gerade weil es nicht in Großbetrieben produziert wird und nicht ausschließlich über große Handelsketten vertrieben wird. Der eigentliche Wettbewerber ist Aldi & Co. Lass den Hobbyimker machen, solange er gute Ware anbietet, leistet er ein unschätzbares, flächendeckendes Marketing für regional erzeugten Honig, und der Berufsimker muss dieses nicht mal bezahlen.

    Gruss
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


  • Und du bist kein Hobbyimker - du bist Imker.


    Das höre ich gerne ;-)



    Time is money.


    Das ist mir eben für meine Freizeit zu kapitalistisch gedacht. Aber ich glaube, ich hab kapiert, worauf Du hinaus willst. Das mit den Tafeln ist eine gute Idee. Die können meinen Honig sicher gebrauchen und ich hoffe, die wissen den zu schätzen.


    Muss man eigentlich bei Honig, den man verschenken will auch ordentliche Etiketten haben? Weil: in den Verkehr bringen ist das ja trotzdem, oder?

  • Lieber Erzgebirgler,
    was ich jetzt grad gedacht hab, darf ich nicht schreiben.

    Zitat

    Er muss es sogar subventionieren, denn er könnte niemals mit den viel rationeller arbeitenden Berufsimkern konkurrieren.


    Nö, das stimmt so nicht. Absolut nicht. Weil bei den meisten Nicht-NE-Imkern die Gattin samt Kindern eingespannt werden, sei es bei der Vermarktung, sei es zum Rähmchennageln & drahten, und die Schleuderei nicht zu vergessen, ebensoweig das Abfüllen und das Etikettieren.
    Papa hat ein Hobby und die ganze Familie damit auch...:cool::p


    Und bitte wirf NE-Betriebe da nicht mit in einen Topf - ich kenne mindestens 2 mit >100 Völkern, die sehr gut durchorganisiert sind - den Schritt zum Haupterwerb machen sie nur deshalb nicht, weil dann die Sicherheit des Brotjobs weg wäre - imkern ist wetterabhängige Landwirtschaft, es kann jederzeit ein komplettes Ausfalljahr geben, und da schläft es sich mit einem sicheren Job besser...


    Zitat

    Eine Kartellbildung, wenn auch nur am Imkerstammtisch, ist das der richtige Weg? Er ist es nicht im Großen und kann es nicht im Kleinen sein.


    Kartelle und Monopole/Oligopole waren schon immer der Weg, Absatz und Gewinn für alle Beteiligten zu sichern.
    So funzt auch heute noch vieles, guck auf deine lokale Tankstelle oder deinen Stromanbieter...und die Bauern dürfen auch nicht einfach so Zuckerrüben anbauen ohne Lieferrechte, gerade da ist ein streng reglementierter Markt.


    Und angesichts deines Nicks und vermutlichen Standortes solltest du doch wissen, wie gut in der DDR die Imkerei mit dem Garantiepreis funktioniert hat - warum ist denn nach der Wende die Imkerei dort fast zusammengebrochen?


    Und ganz nebenbei, wer nur seinen eigenen Honig verkauft, ohne auf evt Kundenwünsche einzugehen, oder Beiprodukte herzustellen, verpennt eh Chancen.
    Man muß die GANZE Imkerei durchrechnen, mit allem was möglich ist und sich gut verkauft.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Schön Sabinie

    nur damit waren die Preis aber wenigsten klar!!! Deswegen gabe es hier in der DDR auch so viele Imker. Und jetzt!!! Sterben Sie aus.

    Und warum können wir nicht das tun was die großen auch machen. Energieversorger etc... und den geht es prächtig!!!!!!!!

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)



  • Hallo Sabi(e)ne,

    gerade das, was Du nicht schreiben wolltest, hätte mich interessiert:wink:.

    Nebenerwerbsbetriebe habe ich nicht gemeint, schrieb ich das?

    Kartellbildung: Ist großer Mist, wie man auch an den von Dir angeführten Beispielen sieht. Der Kunde (ww. auch der Lieferant, bei Dir der Zuckerrübenbauer) wird erpresst; machst oder möchtest Du das? Da ich diese Erpressermethoden tagtäglich als Kunde und Lieferant erlebe, habe ich davon die Nase voll.
    Und Ludwig Erhard hat das schon vorrausgesehen, als dieses System bei weitem noch nicht so perfekt war und davor gewarnt.

    Wie das mit der DDR- Imkerei war, weiss ich nur ansatzweise, Imkerei begann mich zwar bereits 1989 zu interessieren (erste Bücher gekauft, die verlorengingen), dann hatte ich aber erst mal andere Probleme.

    Sabi(e)ne, ich rede nicht dem Honigpreis von 2,50/Pfund das Wort. Ich selbst schreibe mir zwar (noch) nicht die Stunden auf, die ich an den Beuten bin, aber jede Quittung und jede Rechnung diese Sache betreffend wird archiviert, um einen Kostenüberblick zu haben. Was ich meine ist, dass es jedem selbst überlassen bleibt, wieviel er verlangt. Er meint, mit diesen Preisen auf dem Markt zu bestehen, mit seinen Rahmenbedingungen. Ein Kostenbewusstsein zu schaffen, wie durch solche Diskussionen hier, ist doch unabhängig davon notwendig und richtig.

    Und stimmt es nicht, dass durch die kleinstrukturierte Imkerei die regionalen Vermarktungstrukturen gefördert werden und das Bewusstsein der Kunden, dass Honig wertvoll ist, quasi Handarbeit, und davon auch Berufsimker evtl. profitieren? Ich denke, es ist so.

    Wenn einer gut vermarkten kann und mit Preisen jenseits der 5,-€ kein Problem hat, seinen Honig abzusetzen, obwohl andere nur 2,80 verlangen, warum darüber Diskussionen? Dann kann es nur daran liegen, das auch 5,50 nicht kostendeckend sind. Gab es da nicht mal einen Fred, wo es um die "reellen" Gestehungskosten eines Glases Honig ging? (edit: Link vom Bieneninstitut Kirchhain gefunden...)

    Grüße
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Erzgebirgler () aus folgendem Grund: nochmal gesucht...

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Du bist also selbstständiger Softwareentwickler ? Dann sieh es doch einmal so :
    Ich erwarte von der Softwareentwicklung Einnahmen von 0 (in Worten: Null) Euro und bin bereit die notwendigen Ausgaben zu tätigen. Die Softwareentwicklung ist für mich Liebhaberei. Ausschliesslich. Da muss sich nichts rechnen. Jeder Euro, den ich investiere ist gut investiert, weil die Arbeit mit den Computer und den Kunden mir das Geld wert ist.

    Diese Aussage könnte von jemanden kommen, der allen Deinen Kunden bekannt ist. Fällt der Groschen ?:u_idea_bulb02:


    Ich weiss, dass es z.B. Studenten gibt, die auf dem Papier die gleiche Arbeit für wesentlich weniger Geld anbieten. Die konkurrieren aber nicht um die gleiche Art Auftrag. Das sind getrennte Märkte. Ich hab kein Problem damit, wenn Leute, die das nebenbei machen, das für billig machen. Das ist nicht mein Markt. Wenn diese Leute davon leben wollen, dann werden sie ordentlich kalkulieren müssen und vorher ist das für mich wirklich uninteressant.


    Die Kunden, die meine Leistungen einkaufen sind bereit gutes Geld für gute Arbeit zu bezahlen. Da ist zuerst die Qualität und die Zuverlässigkeit und erst danach der Stundensatz relevant für die Auftragsvergabe.


    So ist das auch bei den Imkern: kann sein, dass der Hobbyimker seinen Honig billig anbietet. Aber kann ich da immer einkaufen? Nein, weil sein bisschen Honig zu niedrigen Preisen schnell verkauft ist.
    Hat er die 20 Sorten, die ich haben will? Nein, weil er nicht wandert.
    Wenn er davon leben will muss er kalkulieren und erst dann spielt er in der gleichen Liga und ist Konkurrent zu den Erwerbsimkern.

  • So eine Art freiwilliges PREIS HONIG KARTELL!!!


    Hallo Micha,
    es freut mich mächtig, was ich hier für eine Diskussion angestoßen habe.
    Doch leider verlieren etliche Antworten den eigentlichen Faden. Dieser war und ist, ob Honig für ab 2.80 Euro verkauft werden soll. Meine Antwort ist nein. Auch nicht für 3 Euro, auch nicht 3.50 Euro und ab 4 Euro finde ich den Preis, den ich so lala stehen lassen kann.


    Und da kannste drauf einen lassen, dass ich keine Vereinsarbeit mehr machen (und ich mache da nicht wenig), wenn wir hier uns im Dorf nicht auf 4 Euro einigen. DIB-Empfehlungen sind mir wurscht. Die können von mir aus 8 Euro empfehlen - machen tut es ja doch keiner. Dieser Verein ist leider etwas veraltet. Brauchste ja nur das Etikett mal anschauen. Dieser Verein lebt hauptsächlich noch, weil die meisten Imker versichert sein wollen und das geht halt am einfachsten über die Mitgliedschaft im DIB. Denkt doch mal darüber nach, warum nach dem Krieg das DIB-Glas und die Banderole 'erfunden' wurde. DEUTSCHER HONIG war das Ziel. Ziel erreicht. Ja, überall kannst das gleiche Glas kaufen. Diese Marketing unterscheidet sich gänzlich vom Verkaufziel des kleinen Hobbyimkers. Gut wenn er ein großen Bruder braucht der im alles sagt, dann ist da wohl ok. Das der einzelne Imker mit dem 'grünen Etikett' für den DIB Werbung macht und nicht für sich und seinen Honig, fällt den meisten (leider) gar nicht auf. Den lächerlichen Platz für den Eindruck des Erzeugers von ca. 3cm x 4 cm... also für die Darstellung meines Qualtitätshonigs reicht mir dieser Platz nicht aus. Mein Etikett geht gänzlich ums Glas. Schon aus Lichtschutzgründen!!


    Ob ich diejenigen die ihren Honig für 2.80 Euro 3 Euro blöde halte fragst Du. Aber ja doch, wenn man es so direkt betrachten will. Zudem diese Imker mit ihren Preisen auch noch sehr viel kaputt machen. Es bedeutet nämlich, dass der Nachwuchs gänzlich ausbleibt. Oder will mir hier jemand erzählen, wenn ein Neuimker viele, viele 100te Euro da reinsteckt, das er nicht auch mal was rausholen will. Soll mir doch keiner erzählen, das er von seinem persönlichem Gutmenschgehabe (ich verschenke alle meinen Honig und wenn dann nehmen ich nur....) auf Dauer sein Ego aufrecht halten kann. Lachhaft.


    Der Vergleich mit dem Fahrrad mag hinken, doch wenn man Äpfel mit Kartoffeln vergleicht wie Erzgebirgler, dann mag es wohl rechtens sein.


    Kartell aufbauen. Hahahahah Ich pinkle mich ja fast schon ein, bei diesem Vergleich. Mensch Leute, denkt etwas großzügiger. Wenn ihr mit den billigen Preisen mithalten wollt, bitte. Ich nicht. Einmal haben wir (nochmal WIR) keine Chance gegen den Importhonig, der einmal zu gänzlich anderen Bedingungen erzeugt wird (Südamerika z.b. 10 Monate Tracht) und gänzlich anderen Umständen gewonnen wird. (Arbeitslöhne von 2-4 Euro/Tag)
    Wir mit unserem Honig sind einfach nicht vergleichbar. Wer das nicht verstanden hat, geht fehl in seiner Argumentation und ihm fehlt der wesentlicher Unterscheidungspunkt.


    Meine Ansicht nach (ok, die mag aus anderer Sicht einseitig klingen) ist es viel, viel wichtiger, den Konsumenten all jene Vorzüge zu schildern die unser einheimischer Honig hat. Z.b. all den Pollen der für Allergiker so schlimm ist. Die Kehrseite ist nämlich, da er auch helfen kann, diese Probleme zu lindern - zur rechten Zeit genommen.
    Oder die 'Energie' die hier aus dem heimischen Honig kommt. Und diese ist gänzlich eine andere als jene aus einem Honig aus Mexico.
    Oder dass wir (nochmals WIR) mit unseren Bienen die heimische Flora unterstützen. machen das die Honig aus dem Ausland auch?
    Na ja. ihr kennt sicherlich etliche andere gute Gründe, das Honig von hier gekauft werden sollte.


    .... und lieber Erzgebirgler.... aus Deinem Zahlenbeispiel interpretiere ich, dass Du sehr gut rechnen kannst. Mein Vorschlag an Dich.
    Erhöhe Deinen Honigpreis auf 5-5.50 Euro. Ziehe davon den Preis ab den Du an sich nehmen wolltest und überweise den Differnezbetrag einfach an eine hilfsbedürftige Instituion in Deiner Nähe. Oder einem Bettler in der Fußgängerzone. Blöder Vorschlag? Einem gerechteren Honigpreis wäre damit geholfen und vielleicht ziehen da etliche mit. Wäre ja eine tolle Sache oder? Man könnte trotzdem darüber einmal nachdenken.

    Die andere Seite wäre: Wenn ein Imker Gutes der Menschheit tun will, ist das ok. Soll er seinen Honig auch für nur 2.80 Euro verkaufen. Auch ok. Aber warum sagt er dann nicht den Käufern, he Du, ich verzichte auf die 2 Euro, ich nehme nur 2.80 Euro statt 4.80 Euro, weil ich so ein Gutmensch bin. Blöder Vorschlag? Na ja, ist ja in unserer Kultur nicht so angesagt Geschenke so offen anzubieten. Warum aber dann versteckt und heimlich.
    Was meinst Du, wenn Du das jedem Deiner Honigkäufern erzählen tust, Du bist dann der Held oder die halten Dich für völlig bekloppt. So aber wissen sie es nicht und halten den Preis für gerecht. Ist er aber nicht.
    Sehe ich alles einseitig. Macht mir nichts aus.


    ...schönen Tag noch


    von mir aus können hier die Fetzen fliegen. Auch mal etwas weniger sachlich und überspitzt, dafür aber möglichst am Thema. Und das sind die billigen (Jakob)-Honigpreise.

  • Hallo Jonas,


    wer sind Deine Kunden? Du wohnst in einer Gegend die doch vom Tourismus lebt, so vermute ich mal... Touristen/Urlauber sind Menschen die sich einen Urlaub leisten können und bei denen sitzt das Geld ohnehin lockerer.
    Es gibt aber auch andere Gegenden und da ist es sehr schwer solche Preise durchzusetzen.
    http://www.insm-bundeslaenderr…st_arbeitslosenquote.html


    Was soll man Deiner Meinung nach in einer solchen Gegend tun? Den Honig nicht verkaufen? Klar gibt es auch in dieser Gegend Menschen die teureren Honig kaufen, nur kommt dies einer "Nadel im Heuhaufen suchen" gleich.
    Wenn Du das so durch bekommst, daß alle Imker sich im Ort einig werden und für den Honig einheitlich über 4 Euro nehmen und keiner quer macht...
    Der Gedanke ist jedenfalls gut.


    Ansonsten "komme bitte wieder runter" und stelle hier keinen als blöde hin, das hat mit Fetzen fliegen lassen sehr wenig zu tun, eher was mit einer gewissen Arroganz.


    Ah ja, ich verkaufe meinen Honig für 4 Euro - 5 Euro im gleichen Ort wo Honig auch für 2,80 angeboten wird. Man will ja hier nicht ganz als blöde abgestempelt werden....


    Hartmut

  • ...Z.b. all den Pollen der für Allergiker so schlimm ist. Die Kehrseite ist nämlich, da er auch helfen kann, diese Probleme zu lindern...


    Hallo Jonas,


    vor dieser Kundenaufklärung würde ich dringend abraten.
    Dein Honig ist kein Medikament!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo,

    Also ich habe hier kein Absatzproblem, obwohl ich mintestens 1 EURO Teurer bin wie die Imker in meiner Umgebung. Und als ich die Preisliste bei der letzten Versammlung gesehen habe bin ich echt ins Grübeln gekommen. Ob die Das Futter vielleicht günstiger kaufen als ich.
    Der Honig aus 2008 reichte bei mir bei weitem nicht ins Jahr 2009 und wenn mein Lindenblüten Honig im Februar auf´s Treppchen gekommen wäre, hätt ich echt Probleme bekommen...
    Auch was Bestäubung angeht habe ich keine Absatz Probleme ich könnte glatt noch 30 Völker mehr in die Obstblüte stellen...
    Größtenteils ist es eher eine Einstellung zum eigenen Honig. Mit den Preisen vom Dicouterhonig können wir einfach nicht mithalten. Die mit unserer Qualität und Geschmacksvielfalt aber auch nicht.
    Für jedes Glas Honig was ich hier verkaufe wurden ca 75.000 Blüten bestäubt wenn diesen Job nun ein 1EURO Jobber machen würde, wie teuer würde das denn werden?


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • ..................

    .... und lieber Erzgebirgler.... ....................
    Mein Vorschlag an Dich. Erhöhe Deinen Honigpreis auf 5-5.50 Euro. Ziehe davon den Preis ab den Du an sich nehmen wolltest und überweise den Differnezbetrag einfach an eine hilfsbedürftige Instituion in Deiner Nähe. Oder einem Bettler in der Fußgängerzone. Blöder Vorschlag? ..................



    Ja.:p

    Gruss
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Auch was Bestäubung angeht habe ich keine Absatz Probleme ich könnte glatt noch 30 Völker mehr in die Obstblüte stellen...



    Das wäre mal eine weitere Umfrage wert: Wer bekommt Bestäubungsprämie im Obst?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."