Imkern ein teures Hobby?!!

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    Moin


    Wenn Dir gekaufte Zargen zu teuer sind:


    Habe mir nun Holzbeuten nach Sabines Vorbild gebaut.


    Da kostest eine Zarge dann nur noch 3 Euronen und nen Keks.
    Ein Deckel etwa 1,5€,
    Boden glaube ich 5 Euronen.
    Schau mal in diesen Faden:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=16027&page=6


    Falls Du Maße benötigst: einfach fragen.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • wie ist es so bei euch ???


    Hallo Manni,


    für mich ist die Imkerei ein Tätigkeitsbereich in den ich absichtlich investiere. Möglicherweise werde ich längerfristig oder auf Dauer niemals (finanziellen) Gewinn machen. Denn (finanzieller) Gewinn interessiert mich nicht.


    Mich interessiert es eine stabile Dauerkultur (Permakultur) aufzubauen. Dazu gehören Bienen als multifunktionales Element. Also Bestäubungsleistung, der wunderbare Klang im Garten, Honig aus eigenem Garten (regionale Pollen helfen dem Immunsystem), Propolis, evtl auch mal Bienengift, dazu Bienenwachs als Heil- und Leuchtmittel und vieles mehr.


    Ob ich jemals Honig, oder andere Produkte (gegen Geld) verkaufen werde kann ich noch nicht sagen. Für mich ist es eine langfristige Frage: Produktives Wirtschaften funktioniert nur sofern die Basis stabil steht. Landwirtschaftliche Produktion gibt es also meines Erachtens nur sofern die Natur gesund ist. Denn nur dann produziert sie einen Überschuss. Wenn die Natur krank, vergiftet etc ist, und trotzdem ein "Gewinn" erwirtschaftet wird, dann ist es keine Produktion sondern Ausbeutung. Und die funktioniert nie langfristig sondern nur kurzfristig.


    Bisher habe ich einiges an Euros (die ich aus anderen Quellen bekam) in den Aufbau der Imkerei gesteckt. Ich addiere diese Zahlen nicht mal, statt dessen freue ich mich über jede einzelne Biene die fliegt und summt. Ich rette auch jede einzelne Biene (sofern ich sie entdecke), die z.B. im Teich gelandet ist statt am Ufer.


    Viele Grüße
    Konstantin

  • Zu teuer isses mir jetzt nicht, aber klar wollte ich bei nem Schreiner bzw beim Holffachhandel mal anfragen was mich das Holz so kosten würde. Denn wenn man sparen kann dann tut man das ja gerne ;)
    Und da ich keine zwei linken Hände habe ist das mit dem selbstbau ja kein Thema :daumen:

    Alle Angaben ohne Gew(a)ehr ;) / Gruß Chris

  • Bienenknecht : DAS war doch genau meine Aussage: "ist für mich relativ"!, eben weil man unterschiedlich an die Sache rangehen kann. Mein Beispiel sollte zeigen, dass es mit wenig Geldeinsatz durchaus geht. Ob dieser Geldeinsatz wiederum, gemessen am eigenen Einkommen, für einen persönlich zu "teuer" ist, muss jeder selbst entscheiden.


    Wenn die Frage gehießen hätte:"Rentiert sich das Imkern finanziell?", wäre von mir hier keine Zeile zu lesen gewesen. Der Honig steht bei mir an Dritter Stelle, und dann im Grunde zum Selbstverzehr. Um den Zynikern zuvorzukommen: an erster Stelle steht die Freude beim Umgang mit den Tieren und an zweiter der Beitrag zur Umwelt... ...ich weiß, das schlechte Gewissen, weil ich mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, also doch ganz egoistisch...

  • also bei mir war das so:


    ich habe mit geschenkten Bienen und Material angefangen!


    Hab für den Honig schon bald soviel Geld verlangt, daß ich die Geschenkten Sachen durch solche ersetzen konnte die ich wollte.


    Imkerei ist harte arbeit die zu allem auch noch einen gewissen Kapitaleinsatz nötig macht. Jeder entscheidet letztlich durch sein handeln was er schlußendlich will.


    Eine Zuschuß Imkerei die egal woher subventioniert wird, oder eine Imkerei die neben den Kosten auch die Arbeit und das eingesetzte Kapital entlohnt.


    Dies ist vollkommen unabhängig von der größe, ob man das mit 2 Völkern macht oder mit 200


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • hallo


    ich besitze bereits 5 völker und werde dieses jahr so um die 6 ableger machen.
    möchte hinterher so um die 12 völker besitzen.


    Nach Adam Ries(e) musst Du dann wohl noch ein Volk dazukaufen :cool::cool:

  • Hallo,
    hab mir alles neu zugelegt, wohl schon die 1500 €/ Marke geknackt, ohne Schleuder (!). So ist das mit nem neuen Hobby. Denke, das dauert ein bis zwei Jahre, bis man sich gefestigt hat. Dann arbeitet man wirtschaftlicher und die Anfangsinvestitionen können sich zumindest zum Teil amortisieren.
    Überlege: Bei welchem Hobby hast Du diese Chance, daß es sich zum Teil rechnet? Da fällt mir von Angeln über Fußball bis Golf oder Reiten nix ein, es sei denn Du verkaufst den Fisch (musst aber jeden Tag 10kilo fangen), heisst Luka Toni oder Bernhard Langner und beim Pferdchen als Hobby bist Du im ersten Jahr mit Einstellgebühren mehr los als Du in der Imkerei für 15 Völker mit allem Equipment ausgeben kannst.


    Denke, das wird mit der zeit weniger, und weniger, und weniger...


    Viele Grüße

    Wenn nichts unmöglich ist, kann "gut" nicht ausreichend sein...

  • Oder man ist jung und Eltern und Oma werden Schritt für Schritt von dem Hobby begeistert oder sind es schon.
    Was da bisher an Geld und Arbeitsleitung geflossen ist, soviel Honig müssen die Bienen erst einmal sammeln um das zu vergelten. Damit dürfte ich wohl auch lange Zeit keine Absatzprobleme haben :-D.
    Es ist auch die Frage, wieso man ein Hobby ergreift. Wenn ich bedenke, wie viel Honig ich mir für das ganze Geld hätte kaufen können...:wink:

  • Isch bin bei ca.375 Gläsern. Bei nem Wochenbedarf von 1,5 Gläsern hätte das für locker 4,8 Jahre gereicht. Aber was dann? Dann tät ich nach 4,8 Jahren honiglos sein :-(:roll:


    Und so ham mia dann Bienchen und immer Honig und schönes Wetter und das Bier fließt in Bächen von den Bergen und die Süssigkeiten wachsen auf den Bäumen :wink:


    Und außerdem ham mia dann auch ein bischen Zeit für uns...Und die liebe Frau zu Hause auch für sich und daher ist Bienenhaltung auch sozial - kulturell wichtig:daumen:

    Wenn nichts unmöglich ist, kann "gut" nicht ausreichend sein...

  • Hallo Bienenfreunde!


    Ich hatte schon viele Hobbies, und egal welches, es kostete viel Geld!
    Im Vergleich zu anderen Hobbies ist Imkern (Grundeinsatz <300 € siehe Bernhard Heuvel) sogar sehr günstig!


    Erst wenn man investieren muss um Honig an Dritte abgeben zu können (egal ob verschenkt oder verkauft), wird es Kosten intensiv!
    Neben der obligatorischen Edelstahl-Honigschleuder benötigt man auch einen Lagerraum für das Material, einen Schleuder-und Abfüllraum, Ettiketten, Gläser, usw. (2500 € aufwärts)


    Aber dann kann es auch zu Kostendeckung kommen, sofern man großzügig über die Arbeitszeit hinweg sieht!


    Aber bis etwa 10 Völker bleibt es Hobby.


    Meine Meinung!
    Gruß
    Kalle

    Ich bin im Forum um zu lernen und zu fragen, nicht um alles zu Wissen!

  • Unsere Imkerkursdozentin stellte kürzlich eine Anfangsinvestition von 100,-€ für ein Volk in den Raum (Segeberger, Schleier, Jacke, Stockmeißel). Mir ist ein wenig die Spucke weggeblieben.
    Meine hier eingestellte Materialliste für die Erstausstattung (5 Völker, Segeberger Plastikvilla, keine Großgeräte) habe ich nun auf kompletten Ganzzargenbetrieb umgerechnet und komme auf etwa 2.000,-€.
    Meine erste Liste wurde im Forum heftig kritisiert - aber wenn man ehrlich ist, alles einrechnet (z.B. 600 Gläser, Etiketten, ...), dann ist die Summe realistisch. Ich finde es gegenüber den Neuen unfair die Imkerei als Pfennigspaß zu verharmlosen und die späteren Kosten zu verschweigen. Aber zurück zur Ausgangsfrage - ich finde Imkerei nicht teuer - kommt doch die Investition in wenigen Jahren durch Eigenkonsum oder sogar Verkauf wieder herrein. Den Erkenntnisgewinn und die Freude an den Kreaturen kann man gar nicht hoch genug ansetzen. Mir ist es das wert.


    Ich mag Hobbies, die sich tragen. Im Vergleich dazu ist Flitzebogen richtig teuer: ca. 15.000 km Autofahrt, 48,-€ pro Pfeil, gut 2.500,- für eine anständige Grundausrüstung - und keine Chance die Kohle wieder hereinzubekommen - es geht nur um Ruhm & Ehre und -,50 € DM-Medaillen. Aber Spaß macht's und das zählt und relativiert den finanziellen und zeitl. Einsatz.




    *edit* Für den, dem es noch zu billig ist: die Hobby-Luxus-Abfüllanlage für den kleinen Nebenerwerbsbetrieb: Drehtisch mit FillUp. Besser: 2 Drehtische & Förderband. :wink: http://www.youtube.com/watch?v=h7CL0VW-zeQ
    Interessant, dass die zu füllenden Gläser gleich von der Palette des Lieferanten genommen werden...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von HRuebbelke ()

  • Interessant, dass die zu füllenden Gläser gleich von der Palette des Lieferanten genommen werden...


    Na, da dürfte aber jemand Probleme mit seiner zuständigen Behörde bekommen...

    Robert - Versuch macht kluch... - und natürlich: KISS ME - keep it simple and stupid and most efficient!