Rapshonig- Anhaltspunkt zum Schleuderzeitpunkt?

  • Guten Abend zusammen!
    Ich stelle mir derzeit die Frage, wann der optimale Zeitpunkt zur Schleuderung von reinem Rapshonig gekommen ist? Gibt es da einen Anhaltspunkt wie z.B. den Verdeckelungsgrad der Waben o.Ä.?
    Oder gibt es ein von außen sichtbares Zeichen, zum Beispiel das Abblühen des Rapses, an dem man sich orientieren sollte um den Honig noch gut aus den Waben zu bekommen UND möglichst reinen Honig zu bekommen? Denn wenn ich während der Rapsbüte schleudere und es honigt danach weiter, dann habe ich wieder (möglicherweise unreifen) Rapshonig in den Waben, den ich mit in die Folgetracht schleppe, oder?
    Ich möchte / muss unbedingt vermeiden den Honig aufgrund einsetzender Kristallisation nicht mehr aus den Waben zu bekommen und möchte natürlich nach dem Raps mit möglichst rapshonigleeren Waben in die Robinie.


    Schönen Gruß
    Patrick


    P.S.:
    @ Our Mods: Macht es Sinn diesen Thread in die Rubrik der Anfängerfragen zu verschieben? Sie hat ja nur indirekt mit Bienenhonig an sich zu tun.

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Patrick Johannes () aus folgendem Grund: Frage an die Moderatoren ergänzt

  • Hallo, Patrick,
    das Problem mit der Kristillisation in den Waben ist mir gut bekannt.
    Beim Raps reicht ein oberes Drittel gedeckelt, dazu eine Stoßprobe, ob Honig
    herausspritzt.
    Wenn du nur "reinen" Honig erreichen willst, ist es nicht schlimm, wenn ein Anteil
    Raps in der Robinie ist.
    Ist so wie bei guten Weinen.
    Liebe Grüße, Udo

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

  • Hei, Patrick,
    du mußt per Refraktometer entscheiden.
    Bei der derzeitigen Dürre kannst du ganz fies trockenen Rapshonig kriegen, der dir innerhalb von 3 Tagen in der Wabe fest wird, und dann nützt dir eine Angabe wie "max. 3 Tage nach Ende der Rapsblüte" gar nix mehr. Die Trockenheit des Honigs kannst du aktuell auch nicht wirklich am Verdeckelungsgrad festmachen, der kann 15% haben und die Zellen sind nur halbvoll und die Damen warten auf Nachschub, damit sich das Zumachen lohnt....
    Und du weißt doch, Sortenhonig ist es erst, wenn mindestens 50% davon drin sind - ohne Analyse deklarier ich sowas nicht.:wink:
    (außerdem ist Raps/Akazie-Mix gar nicht so unübel vom Handling - nur Linde sollte da nicht noch reinkommen, geschmackstechnisch :wink:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo ihr beiden und danke schonmal für die flotten Antworten!
    Ich werde am Mittwoch die Völker durchsehen und dann ggf. kurzfristig die Schleuder auspacken. Ich will mal hoffen das bis dahin alles noch fließfähig bleibt.
    @ Sabi(e)ne: Bzgl. der Sortenreinheit habe ich keine Bedenken, an meinem Rapsstandort sind weit und breit kaum andere Blüher und die die da sind, sind entweder schon vor / bei Aufwanderung verblüht oder noch lange nicht so weit. Für die Robinie muss ich weiter wandern, also besteht aus diesem Grund keine Vermischungsgefahr.


    Gute Nacht
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Zusammen, hallo Patrick,
    Du hast ja keine Wahl: Nach dem Ende der Rapstracht muss die Soße raus, sonst wird sie fest.
    Ich verfahre seit Jahren nach der Regel: Vollgelbes Rapsfeld plus 3 Wochen und von dort aus das nächste Wochenende. Das hat hier immer hingehauen.
    Ich warte nicht auf das Abblühen des letzten Blütenstandes. Es reicht, wenn der Rapsacker grün statt gelb aussieht.
     
    Möglichst morgens abräumen. Alle Waben, die dann bei der Spritzprobe durchfallen, werden nicht geschleudert. Sie werden als Futterreserve an die Außenpositionen der Honigräume gestellt.
    Von dort aus werden sie am ehesten leergetragen.
    Viele Grüße,
    Rudi