Mit welchen "Blumen" kann man Wiesen bienenfreundlich gestalten?

  • Hallo, besonders an alle Gärtner unter den Imkern :p_flower01:


    Ich möchte eine normale Wiese, auf der es inzwischen nur noch Löwenzahn, Brennesseln, Disteln und eben Gras gibt, etwas mehr durchmischen.


    Das Hauptproblem besteht darin, dass auf der Wiese auch Tiere grasen (Pferde und Schafe). Es sollten also Pflanzen sein, die für die Bienen und für diese Tiere funktionieren.


    Außerdem sollen die vorgeschlagenen Blumen in das Gesamtkonzept Wiese passen... :confused: Im Sinne von "organisch aussehen", also keine Tulpe mitten im Gras, ich hoffe Ihr wisst, was ich meine.


    Ich besitze zwar Bücher über Bienentracht, aber damit komme ich irgendwie nicht weiter. Eine weitere Frage ist natürlich auch immer, wo ich entsprechende Samen herbekommen kann, am besten natürlich auch in etwas größerer Menge als ein normales Samentütchen.


    Herzlichen Dank für Eure Mithilfe!!!:liebe002:

  • Moin , Moin aus Hamburg ,
    schau doch einmal hier : www.bluehende-landschaft.de


    Die sollten Dir helfen können.


    Liebe Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,
     
    Löwenzahn und Brennesseln sind Stickstoffzeiger und wo zuviel Stickstoff ist, halten sich die meisten Wildblumen nicht. Am Besten wäre es, die Wiese nicht mehr zu düngen, nicht mehr Beweiden und nur 2* pro Jahr mähen, dann kommen über die Jahre die Wildkräuter und Blumen von allein zurück. So weit wolltest du aber nicht gehen glaub ich.
     
    @Thorben Springkraut wird auch gut beflogen :oops:
    cu

  • @all Danke für die ganzen Infos!!!


    Vor allem die Seite Wildacker.de ist sehr aufschlussreich, und ein erstes 10kg Paket ist schon bestellt.


    gstrasser Der Stickstoff ist sicher ein Problem. Aber die Tiere kann ich ja nicht einfach loswerden, und die Düngung durch ihre Anwesenheit wohl auch nicht... Gemäht wird schon sehr selten, anscheinend zu selten für die nicht gewollten Unkräuter. Ich werde im ersten Schritt vielleicht einmal etwas ausprobieren: Ich mache beispielsweise einen Sauerampfer weg (so richtig mit Wurzel, bzw. so viel Wurzel wie möglich), und in das entstandene Loch gebe ich ein wenig Samen von der Wildblumenmischung. Nach und nach entsteht so eine unkrautfreie Wildblumenwiese (oder ist das jetzt total naiv gedacht?!).


    Die Kosten und der Aufwand, eine komplette Wiese direkt mit diesen tollen Mischungen zu veredeln, sind ja wohl auch nicht zu unterschätzen. Daher mein minimalistischer Ansatz...


    Oder spare ich da am falschen Ende?


    Liebe Grüße


    Kulturfreundin

  • ...und in das entstandene Loch gebe ich ein wenig Samen von der Wildblumenmischung. Nach und nach entsteht so eine unkrautfreie Wildblumenwiese (oder ist das jetzt total naiv gedacht?!).


    Ja, leider.


    Sobald die Pflänzchen wachsen, werden sie doch gefressen - oder kommen die Tiere (Schafe, Kühe...?) nicht mehr auf die Weide?


    Mähen darfst Du dann auch erst, wenn die Blumen ausgesamt haben.
    ...abgesehen von der Stickstoffproblematik. :-(

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • ...und wenn sie nicht gefressen werden, lautet die Parole Survival of the fittest...

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo,


    es ist ohnehin schwierig, eine Wiese in eine Blumenwiese bzw. Wildacker umzugestalten. Mit grasenden Tieren darauf ist es ein sinnloses Unterfangen und bevor Bienen einen Nutzen davon hätten wären alle Blüten gefressen.


    Wäre schade um die Mühen...


    Gruß
    Henry

    Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, sondern wie wir sind. (Anais Nin)

  • :confused:


    Im Endeffekt heißt das ja dann wohl, dass ich mir gleich die Kugel geben kann - ein Ausprobieren ist ja total sinnlos??!!


    Wobei ich dazu sagen sollte, dass die Wiese nicht ständig beweidet wird, es stehen aber jedes Jahr immer einmal wieder Pferde darauf. Aber ob das jetzt bereits den großen Unterschied macht?


    Ich werde das erste Saatgut wohl eher dazu nutzen, einen Nicht-Wiesenstreifen zu beblumen. Mit meiner "Methode", immer nur Sauerampfer und Disteln wegzustechen, und in das entstandene Loch Samen zu geben. In zwei Jahren berichte ich Euch dann, ob inzwischen Touristen zu diesem immer-blühenden Garten Eden pilgern, oder ob ich mir nochmals die Kugel geben darf.


    Bis dahin, und herzlichen Dank nochmals für die ganzen Antworten!


    Kulturfreundin

  • Nimm doch einfach Phacelia. Dafür interessieren sich Hummeln und Bienen und auch Wollschweber. Da kannste auch in das Loch was rein schmeißen da es Dunkelkeimer sind. Sonnenblumen sollten auch gehen. Immerhin wäre das besser als nichts oder? :)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • .
    Moin!


    :confused:


    Im Endeffekt heißt das ja dann wohl, dass ich mir gleich die Kugel geben kann - ein Ausprobieren ist ja total sinnlos??!!


    Ich würde auch sagen, dass es nur wenig aussicht auf Erfolg gibt.




    Wobei ich dazu sagen sollte, dass die Wiese nicht ständig beweidet wird, es stehen aber jedes Jahr immer einmal wieder Pferde darauf. Aber ob das jetzt bereits den großen Unterschied macht?


    Habe hier in ca. 200 Metern Entfernung auch eine große Wiese, die immer sehr schön mit Wildblumen jeder Art bewachsen war.
    Seit etwa zwei Jahren werden dort auch immer mal wieder Pferde zum Weiden draufgelassen. Leider muss ich sagen, denn inzwischen ist es eine reine Graswüste, und dass obwohl die Gäule nur gelegentlich dort draufgelassen werden. :-(




    Ich werde das erste Saatgut wohl eher dazu nutzen, einen Nicht-Wiesenstreifen zu beblumen.


    Bei Randstreifen von Wiesen und Weiden könntest Du wesentlich mehr Glück mit Deinem Vorhaben haben. :wink:



    Gruß
    Waldfee

    "Achte das Kleine nicht klein!" Goethe

  • Hallo Kulturfreundin,


    vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit.


    Wenn Du schon in Saatgut investieren willst, spreche doch mal die Landwirte in Deiner Nachbarschaft an, oder das Grünamt Deiner Stadt (oder wer da sonst zuständig ist).


    Vielleicht stelle sie Randstreifen zur Verfügung und bringen Dein Saatgut dort aus. Das wäre sehr effektiv.


    Leg Dir ein paar positive Argumente bereit.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • oder nen kleinen Teil der Wiese nicht beweiden sondern das Gras stehen lassen und 1-2 mal abmähen.
     
    Das Futter kann ja trotzdem den Schafen verfüttert werden.
    Vorteil:
    Wenn der kleine Streifen nicht beweidet wird, wird auch nicht gedüngt (durch die Tiere) und langsam nährstoffarmer, so dass sich dort die Blumen alleine ansiedeln können.
     
    Und erst nach der Blüte abmähen, so dass sie sich vermehren können