• Hmmm


    Wenn ein Buchtitel schon ein Zitat heranzieht was Nachweislich nicht von Albert Einstein stammt, Ihm dieses Zitat aber zuschreibt...
    Was soll ich denn dann vom Inhalt halten???


    Nachdenkliche Grüße


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hier besteht ein Irrtum:
    - man kann Einstein das Zitat bislang nicht nachweisen
    - es ist aber nicht so, daß nachgewiesen wäre, daß er eine Aussage diesen Inhalts nicht gemacht habe
    oder hätte machen können
    - immerhin war er ja ziemlich klug und sogar ein bißchen weise


    meint


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

  • Zitat

    Hier besteht ein Irrtum:
    - man kann Einstein das Zitat bislang nicht nachweisen
    - es ist aber nicht so, daß nachgewiesen wäre, daß er eine Aussage diesen Inhalts nicht gemacht habe
    oder hätte machen können
    - immerhin war er ja ziemlich klug und sogar ein bißchen weise


    Das trifft auf sicherlich weitere 5 Milliarden Menschen zu.


    Lies doch erstmal, was Du für einen Blödsinn schreibst, bevor Du ihn in die Welt hinausposaunst!.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael
    Ich vermute es geht um die Zuschreibung des Zitats zu Albert Einstein.


    Hast Du einen Nachweis dafür dass dieses Zitat definitiv von Einstein stammt? Beispielsweise wann und wo soll er das gesagt haben soll?


    Mein bisheriger Wissensstand ist, dass das Bienensterben-Zitat Einstein fälschlicherweise, oder zumindest nicht nachweislich zugesprochen wird. Diesbezüglich kann ich Dem Bienenfreund nur zustimmen.


    Leider arbeiten viele Authoren, Journalisten und selbst einige Wissenschaftler recht ungenau und es steht in vielen Büchern und selbst in Fachpublikationen einiges an Unsinn, der sich durch ständiges Wiederholen immer mehr festsetzt aber deswegen nicht richtiger wird :-(


    Praktischer Weise spräche gegen den Inhalt des Zitats die Tatsache, dass es die Natur in Australien, Neuseeland und Amerika bis zur Einfuhr von Bienen durch den Menschen geschafft hat auch ohne diese über viele hundertausend Jahre zu überleben. In einer Naturlandschaft, die durch die Evolution auf Bienen eingerichtet ist, wie Europa, Asien und Afrika, sieht es natürlich etwas anders aus :Biene:

  • Entschuldigung, aber nur, ums genau zu nehmen:


    das aus "Die Zeit" zitierte besagt letztlich auch nur, daß das Einstein-Institut nicht weiß (oder wissen will/kann), ob (daß) Einstein das gesagt hat, nicht, daß er es nicht gesagt hat oder gesagt haben könnte - und wenn er es gesagt hätte, könnte es ja auch von Interesse sein, zu sagen, er habe das nie gesagt - oder?


    Was übrigens die anderen Kontinente betrifft, auf denen es früher die Honigbiene nicht gab, so kann man eine Sache dazu feststellen, daß es dort in weiten Teilen keine Entwicklung einer "Kulturlandschaft" gab, wie es eine Entwicklung seit tausenden von Jahren in den für uns historisch bedeutsamen und bekannten Regionen gibt, angefangen im Zweistromland (aber auch in Asien) bis ums ganze Mittelmeer herum und dann nach Europa hinein - auch eine Entwicklung von Kulturböden und eine darauf resultierende umfassende Pflanzenzucht ist aus Amerika, Australien, Neuseeland in der hier stattgefundenen Weise nicht bekannt.


    Inwieweit sich hier wieder eine sehr enge Beziehung zu Wesen und Bedeutung der Honigbiene feststellen läßt, wäre eine spannende Frage.


    Michael - wen oder was meinst Du eigentlich mit "Blödsinn"?


    fragt


    Der Bienenfreund

    „Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
    Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21


  • Was übrigens die anderen Kontinente betrifft, auf denen es früher die Honigbiene nicht gab, so kann man eine Sache dazu feststellen, daß es dort in weiten Teilen keine Entwicklung einer "Kulturlandschaft" gab, wie es eine Entwicklung seit tausenden von Jahren in den für uns historisch bedeutsamen und bekannten Regionen gibt, angefangen im Zweistromland (aber auch in Asien) bis ums ganze Mittelmeer herum und dann nach Europa hinein - auch eine Entwicklung von Kulturböden und eine darauf resultierende umfassende Pflanzenzucht ist aus Amerika, Australien, Neuseeland in der hier stattgefundenen Weise nicht bekannt.


    Das ist sicher so nicht richtig. Ich verweise auf die Hochkulturen Südamerikas...

  • Ouh, sam, das stimmt SO nicht, das ist NICHT vergleichbar mit der Entwicklung im Zweistromtal.
    Und überleg mal, wie viele dieser Kulturen in Südamerika nur sehr kurze Lebensdauern hatten im Vergleich zu anderen...
    Viele wurden einfach aufgegeben wegen Unfruchtbarkeit und Auslaugung des Bodens, die Regenfälle dort sind nicht vergleichbar mit unseren.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen,
    hier spricht aus einigen Beiträgen die Überheblichkeit der „alten Welt“.
    Es darf nicht vergessen werden, dass gerade die Europäische Agrarkultur mehrfach den Kontinent an den Rand des Hungertodes gebracht hat. Und auch dank der Agrar(kultur)-Importe aus der „Neuen Welt“ das Leben hier weiterging.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Und nicht zu vergessen, daß die Iren wegen der NeuenWelt-Frucht Kartoffel und ihrer Krankheiten fast kollektiv ausgestorben wären, wenn sie nicht hätten auswandern können....
    Europa ist mehrfach fast in Gänze verhungert aufgrund der Klimaänderungen über lange Jahre und das mehrfach; bei der ersten Besiedelung Grönlands und Islands wuchs in NORWEGEN noch ein einigermaßen trinkbarer Wein!
    Und ab 1300 kam die Kleine Eiszeit.
    Da gab es auch hier fast 200 Jahre lang Mißernte um Mißernte, Schnee und Frost im Juni und August und Kometen und Pest....
    Es ist nicht so einfach, es war immer multifaktoriell, und aufgrund der Subsistenzlandwirtschaft immer auf Haaresbreite, ob es Leben oder Tod bedeutete.
    Die Römer hatten damals wenig Probleme mit außergewöhnlichen Wetter& Klimaereignissen, 1000 Jahre später sah das hier ganz anders aus.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo lieber Drohn,
    leider ist Deine Frage damit noch immer nicht beantwortet. Aber ich werde die 13 € opfern und diese Buch kaufen und lesen. Es erscheint aber erst Mai! Als konnte es noch keiner lesen. Daher die Ersatzdiskussion. Die uns auch nicht wirklich weiter brachte.
    Mein Vorschlag: Löschen wir einfach dieses Pseudo-Einsteinzitat, das so oder so nie richtig war in seiner Aussage. Egal von wem es ist oder nicht ist.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk