Weitere Frage zu Anfangsstreifen

  • Schon wieder eine Frage von mir zu den Anfangsstreifen.
    Wenn man Anfangsstreifen von einer MW z.B. von DN nimmt und diese in Dadant-Rähmchen macht, bauen die Bienen dann auch seitlich aus?

  • :confused:Kannst du das näher erklären, was du meinst?
    Die Ausrichtung des Y in den Zellen ist wurscht, da halten sich die Mädels bei Anfangsstreifen eh nicht dran.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    Er will das Mittelwandstück mittig oder seitlich einlöten und fragt sich, was die Bienen mit der freien Ecke(n) anfangen.
    Nun, sie werden diese nicht nach Prägungsvorgabe auf dem Mittelwandstück erst mit Arbeiterinnenzellen ausziehen, sondern dort gleich Drohnenbrut bauen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Sabi(e)ne, Johannes,


    ich glaube Johannes meint Folgendes: Wenn er Anfangsstreifen aus einere MW im DN schneidet reicht der Anfangsstreifen ja nicht ueber den ganzen Obertraeger im Dandant Mass. Dieses ist ja laenger. Seine Frage ist wohl, ob man dsa so akzeptieren kann und die Bienen seitlich ohne Anfangstreifen trotzdem schoen ausbauen. Ich wiuerde eher zu "nein" tendieren und den Anfamgsstreife ueber den gesamten Obertraeger einloeten. Wenn ich nur MW in DN zur Verfuegungf haette, wuerde ich eben stueckeln.


    Gruss Michael

  • Ah, danke für die Aufklärung!:p_flower01:
    Ich stückle aber auch immer, bis die ganze Länge angesprochen ist.
    Kürzere Stücke führen zwar nicht zu Drohnenbau bei mir, aber gern zu rechtwinkligem Abbiegen...:roll::lol:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Egal wie ich stückle: meine Bienen bauen das Rähmchen immer aus. Und sie bauen, was sie wollen: Zellen für Arbeiterinnen, für Drohnen, für Honig, für Pollen. Alles in unterschiedlicher Grösse und so, dass es am Schluß zusammenpasst.

  • Hallo Markus,

    Markus schrieb:

    Nun versteht der Rudi und der Drohn auch Deine Probleme in einem anderen Fred

    Stimmt, ist aber in der Fotogalerie auch schon schön zu sehen. :)
     
    Was ich mich noch zusätzlich frage: Lösen die dahingezitterten Kurven in Wachslinien ein ähnliches Bauverhalten aus?
    Wenn die Linie für unser Auge und bei Lichte betrachtet auch insgesamt gerade aussieht, muss das ja aus der Perspektive einer Biene nicht unbedingt stimmen...
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Drohn :

    Zitat

    Das passiert bei frisch eingeschlagen Schwärmen nie!!!!!


    Tja, meine Schwärme wissen das wohl nicht, denn auch da passiert das ab und zu...:lol: soviel also zu absoluten Aussagen.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Zusammen, hallo Sabine,

    Sabine schrieb:

    Tja, meine Schwärme wissen das wohl nicht, denn auch da passiert das ab und zu... soviel also zu absoluten Aussagen.

    Stimmt ebenfalls! :)
     
    Unsere Honigbiene hat in den letzten 60 Millionen Jahren entschieden mehr Herausforderungen bestehen müssen, als das bischen homo sapiens mit seinem Klimawandel und dem Absperrgitter.
    Sie hat es geschafft durch ihre enorme Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
     
    Da greift jeder Dogmatismus bei der Betrachtung und erst Recht beim Erklären des Biens meilenweit zu kurz.
    Auch der wesensgemäße Dogmatismus. :)
    Und auch mein eigener... :roll: :)
     
    Viele Grüße und weiterhin nix für ungut,
    Rudi

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  • Darf ich nochmal ne Frage zu Anfangsstreifen nachschieben?
    Ich mach mal:


    Fange gerade an und habe pestizidfreie Mittelwände gekauft, um daraus Anfangsstreifen herzustellen. Geplant war die Tagliatelle-Methode, aber das funzt irgendwie nicht. (Stellt sich nicht auf. :oops:) Mittlerweile habe ich einiges ausprobiert und wollte Euch zwei der Ergebnisse mal zeigen:
    1.) Tagliatelle modifiziert: die liegende Tagliatelle (1 MW-Zellenbreite) wird von beiden Seiten mit dem Lötkolben angeschmolzen. Sitzt ziemlich fest, obwohl der Streifen in der Mitte nicht festgeschmolzen ist, wie man an der aufgerissenen Stelle sieht. Aber ist das auch genau genug? Hab mir jetzt mit 1,5mm Abhoblen so viel Mühe gegeben...
    2.) ca. 1 cm Anfangsstreifen, seitlich mit aufgespritztem Wachs angeklebt, das zur besseren Verbindung anschließend nochmal mit dem Lötkolben angeschmolzen wurde. Sitzt auch bombig, ist aber mehr Arbeit und Sauerei...


    1


    2


    Meint ihr Methode 1 ist fest genug und genau genug?
    Oder muss mehr (=genauerer) Anfang her?


    Was sagen die Erfahrungen?


    Für Tips dankbar,
    Innik

  • Hallo Zusammen, hallo Innik,
    Dein erstes Bild wird funktionieren, wenn ein starkes Volk bei starker Tracht ( --> große Bautraube ) sich dieses Rahmens annimmt. Vorausgesetzt, der Wachsstreifen hält solange am Holz, bis die Bienen selbst für Stabilität gesorgt haben. :)
    Bei kleinen Völkern und geringer Tracht ( --> kleine Bautraube(n) ) könnte der unterbrochene Streifen eine Aufforderung zur Richtungsänderung sein, besonders wenn die Bruchstelle im hinteren Drittel liegt.
     
    Stabilität ist wichtig bei Anfangsstreifen. Eine Bautraube hängt ja mit einem Teil ihres Gewichts an diesem Wachsstreifen und in der Bautraube wird mechanisch gearbeitet: Es wird gerüttelt, gedrückt, gezogen und geknetet und zu allem Überfluss wird das Wachs auf mehr als 40° C erwärmt.
    Da wird mancher Streifen labil, der nach dem Einlöten noch sehr stabil schien. :)
     
    Es gibt einige gut funktionierende Methoden für die Ausstattung mit Anfangsstreifen.
    So wie in diesen beiden Bildern gezeigt, funktioniert es bei mir seit Jahren sehr gut:
     
    Im Honigraum:
    Dort stehen meine Streifen in einer Nut und werden beidseitig mit flüssigem Wachs angegossen. Abgerissene und gelöste Streifen habe ich so noch nicht erlebt. Der freistehende Teil besteht mindestens aus 4 Zellreihen und läuft über die gesamte Oberträgerlänge.
    Das ist eine klare Ansage an das Bienenvolk.
    Einzige Einschränkung: Der Mittelwandstreifen hat später in Wabenhonig nichts zu suchen. Meine Methode zielt auf geschleuderten Honig.
     

     
    Im Brutraum:
    Hier mache ich meine Anfangsstreifen so breit, dass sie über den ersten Draht hinausgehen. Sie stehen in einer Nut oder einem Falz des Oberträgers und werden einseitig mit flüssigem Wachs angegossen. Auch diese Streifen laufen natürlich über die gesamte Länge und das von ihnen ausgehende Signal wird von den Bienen gut verstanden.
     

     
    Ich weiß, das ist etwas mehr Arbeit als bei anderen Methoden. Aber das ist ja Winterarbeit und sollte deshalb kein Problem sein.
    Im Sommer - wenn wenig Zeit ist - funktionieren diese Anfangsstreifen dann aber ohne spezielle Kontrollen und ohne Nachbesserungen.
    Viele Grüße,
    Rudi

  • Hallo Rudi,


    befindet sich im Honigraum Rähmchen überhaupt kein Draht, wie verhält sich dies beim ausschleudern?


    Im Brutraum scheint ja ein Draht vorhanden zu sein...


    Manche behaupten, dass in der Bioimkerei überhaupt kein Draht vorhanden sein darf, was hältst du (ihr) davon?