Aressive Bienen

  • Hallo,
     
    seit ca 14 Tagen sind meine Bienen extrem aggressiv. Noch im März konnte ich mich bei Flugwetter unbeschadet neben die Beuten stellen und die Bienen beobachten.
     
    Zur Zeit ist es so, dass ich schon in einer Entfernung von 5 bis 7 Metern die erste Biene im Haar habe oder mich eine permanent verfolgt (und auch sticht bzw. es versucht). Dazu brauche ich zuvor gar nichts an den Beuten gemacht zu haben und habe auch sonst nichts getan um solche Attacken auszulösen (keine besonderen Gerüche oder Geräusche). Die Beuten habe ich unter einem Carport zu stehen. Räume ich hinter den Beuten auf, kommen so nach ein bis zwei Minuten schon die ersten drei bis vier Bienen an und attackieren mich.
     
    Ich habe zwar erst im vorigen Jahr angefangen, ab so etwas gab es bisher noch nicht. Auch auf den Wabe bleibe sie bei der Durchsicht nicht ruhig sitzen, sondern schwirren wie wild los und attackiern mich.
     
    Die Königinnen sind unterschiedlichster Herkunft: 2 aus Celle, 2 von erfahrenen Imkern mit ruhigen Völkern und der Rest eigene Nachzucht. Letztere waren schon im vorigen Jahr nicht so richtig schön ruhig. Diese wollte ich demnächst sowieso ersetzen. Allerdings waren auch diese bisher nicht in diesem erstaunlichen Maß aggressiv.
     
    Woran kann dieses Verhalten liegen?
     
    Viele Grüße
    Nantaku

  • Zitat


    Hast du blühenden Raps ind der Nähe?


    Raps ja, aber er blüht noch nicht (vielleicht so in 5 Tagen)

    Zitat


    Ist die Kö noch drin?


    Ja

    Zitat


    Haben Die Völker noch Futter?


    Ja und sie tragen auch schon reichlich ein (Obstblüte - Kirsche und Wildpflaumen blühen)

    Zitat


    Sind alle Völker so agressiv?


    Alle sind aggressiver als sonst - die mit den selbst nachgezogenen Königinnen besonders.

    Zitat


    beehead

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  • Dein Wort in Gottes Ohr!
     
    Im Moment leidet meine Liebe zu den Bienen nämlich erheblich. Heute oder morgen muss ich in der Nähe der Bienenkästen Rasen mähen, ich vermute, danach werde ich sie hassen.:evil: Zum Glück für die Bienen habe ich keine Schwefelstreifen im Haus.:wink:
     
    Wie lange hält diese Aufmüpfigkeit denn an - hoffentlich nicht, bis der Raps abgeblüht ist!? Im vorigen Jahr waren die Bienen überhaupt nicht so. Allerdings haben wir den Raps dieses Jahr in nur ca. 70 m Entfernung vom Stand - letztes Jahr waren es min. 300 m.
     
    Schon mal vielen Dank und ein schönes Wochenende!
     
    Nantaku

  • Ahoi :wink: zusammen!
    Nantaku :
    Ich würde auch vermuten, dass die Bienen wieder ruhiger sind wenn der Raps durch ist. Bei meinen Völkern, die in den letzten Jahren stets einige hundert Meter neben einem Rapsacker standen, konnte ich keine vermehrte Aggression feststellen während der Rapsblüte.
    Und da dies bei dir letztes Jahr mit dem Rapsacker auch so war, denke ich schon, dass ein Rapsfeld in unmittelbarer Umgebung der Völker durchaus eine Verhaltensänderung bewirken kann.
    Da musst du dann wohl durch und dich z.B. beim Rasenmähen einfach direkt vorher schon gut vermummen...oder den Bienen eine andere Ausflugrichtung verordnen. Geht ganz gut mit Sabi(e)nes Anleitung zum "Umsetzen von Beuten auf kurze Distanz".


    Schönen Gruß
    Patrick


    P.S.: Wobei, wenn die Bienen dich auch beim Hinter-den-Beuten-Laufen angreifen, dann bringt wohl auch kein Ändern der Ausflugrichtung was...:roll:.

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Nantaku ,
    wenn dein Volk mit selbst nachgezogener Kö besonders heftig ist, kann dies auch eine Eigenschaft der Kö sein. Dies ist natürlich nur eine Eigenschaft, die anderen können vorzüglich sein. Ich hatte dieses Jahr auch eine Kö die besonders heftiges Abwehrverhalten im des Volkes bewirkt hat. Mir war es zuviel, denn ich imkere überwiegend mit Buckfastbienen, die mich zwar auch mal stechen, aber überwiegend ruhiges Verhalten haben. Ich habe das betreffende Volk umgeweiselt, auch weil ich von dieser Eigenschaft des stechens, keine Drohnen erzeugen lassen wollte. Das mögen andere, anders sehen, aber an dem Standort hätte es mir wohl Ärger eingebracht. In der Nähe ist ein Pferdehof und auch viele Kinder und wenn dann da immer wieder welche gestochen werden, würde ich wohl dort weg müssen. Das Gute an diesem Pferdehof ist, dass die ein ganzes Tal mit Wiesen bewirtschaften, auf dem auch Obsbäume stehen und die Wiesen sehr spät erst für die Heuernte gemäht werden. Da sind halt dann alle Wiesenblumen lange für die Bienen verfügbar und es wird nicht gedüngt. So muss man halt auch Kompromisse finden.
    MfG
    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Erst mal vielen Dank an alle.Ich war gestern bei einem bekannten Imker und wurde voll neidisch. Wir sind immer mal wieder durch seine schwirrenden Bienen gelaufen und keine hat gestochen. Allerdings hat er auch keinen Raps in der Nähe.In meinem Verein bekam ich jetzt noch den Hinweis, dass der Raps ja in den letzen beiden Wochen gespritzt wurde, und da im Raps reichlich rote Taubnesseln stehen, fliegen die Bienen halt rein und werden vom Gift giftig. Dort wurde nun wieder gesagt, wenn der Raps dann erst blüht werden die Bienen wieder vernünftig. Ich habe mich heute vermummt und hinter den Bienenkästen gearbeitet - es gab keinen Angriff auf mich! Vielleicht legt sich das Problem schneller wieder als ich dachte. Mit dem Rasenmähen war mein Mann schneller als ich. Ich kam nach Hause, sah den gemähten Rasen und bekam einen Heidenschreck. Ich dachte, wenn ich jetzt nach hinten in den Garten komme, leigt mein Mann am Boden und tausende Bienen auf ihm, die ihn schon mit Propolis überziehen. Der grinste aber nur und meinte eine einzige sei ihm immer wieder gegen die Mütze geflogen - sonst kein Problem. Also kann ich sowieso nur abwarten und sehen, was in den nächsten Tagen und Wochen so passiert.Viele GrüßeNantaku