Drohnenbrut oder Buckelbrut?

  • Hallo werte Imker und Experten :-D,


    als VHS-Imker(schnupper)kurs-Absolvent habe ich mir am 8. April bei einem Imker meine ersten zwei Bienenvölker gekauft (der Imker wurde über den Kursleiter vermittelt).


    Bin also neu hier im Forum und werde die nächste Zeit hier öfters mal Fragen stellen, mit dem Ziel irgendwann selbst mal Fragen im Forum beantworten zu können.


    Nun aber zu meiner ersten Frage bzw. Unklarheit:
    Beide o.g. Völker stammen aus Ablegern vom Vorjahr und wurden einzargig überwintert.
    Bei einem der beiden Völker ist mir im Brutnest Buckelbrut aufgefallen. Allerdings nicht verteilt über die ganze Wabe wie man es vom Kurs oder von Fotos, die Buckelbrut zeigen her kennt, sondern zusammenhängend über eine Fläche von ca. 6cm x 13cm. Direkt daran grenzt flach verdeckelte (Arbeiterinnen-??)Brut mit einer größeren Fläche. Daneben befinden sich einige bestiftete Zellen (mit je 1 Stift). Die KÖ konnte ich in diesem Volk leider noch nicht finden, Drohnen auch noch nicht.


    Ist das jetzt Drohenbrut auf einer Arbeiterinnenwabe oder handelt es sich doch um Buckelbrut? :confused:


    beeswax

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :-)


    Es ist Vermehrungszeit, d.h. die Königin macht auch "Männer" ;-)
    Es ist normal, das Drohnen um die Zeit gemacht werden, wenn du gleichzeitig ein schönes Brutnest findest ist alles in Ordnung.
    Häng den Bienen einen Drohnenrahmen rein, dann versauen Sie Dir die Mittelwände nicht und der natürliche Drang zu bauen ist auch befriedigt.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Imkers,
     
    ein Drohnenrahmen ist eine halbe Mittelwand, die fehlende Hälfte wird von den Bienen zu Drohnenzellen ausgebaut, richtig?
     
    Ich war bisher von den Baurahmen, die dann zur Varroareduktion ausgechnitten werden, wenig überzeugt, weil ich den Mädls auch etwas Spass gönnen wollte. Den Sinn dieser Aktion habe ich ausschliesslich in der Varroabekämpfung gesehen. Aber mich stört gewaltig, dass die MW's so ungleichmässig ausgebaut werden. Naja, werde nun auch Baurahmen einhängen.
     
    Für meinen diesjährigen Naturbau-Versuch würde mich int., ob die Bienen beim Naturbau die einzelnen Drohnenzellen auch irgendwo vereinzelt in den Waben einbauen, oder ob insgesamt eine erkennbare Struktur und damit ganze Bereiche für Drohenzellen ausgebaut werden?
    Wäre sehr dankbar für eine Antwort und danke dafür schon mal im Voraus!
    viele Grüsse und schönen Tag
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Moin, Gerd,
    wenn es ein Schwarm ist, egal ob natur oder KS, ergibt sich eine klare Struktur, und insgesamt erstaunlich wenig Drohnenbau im Vergleich zu anderen.
    Der ist dann quasi der "Kugelmantel" des Brutnestkerns, hinten-außen-unten, und wird ziemlich gegen Ende der Bauphase erstellt.
    Und durchaus im ersten Jahr auch mal als Honiglagerplatz benutzt.
    Schau mal hier http://www.summ-summ.ch/bibl/imk/t_naturb.html , da steht das detaillierter.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,
    Danke für diese Seite.
    Habe ich schon oft so geschrieben, ohne diese Seite gekannt zu haben:
    Drohnenbrut ist ein Kraftüberschuss der Völker,
    deshalb am Nestrand.
    Nur starke Völker schaffen es diese in großer Menge aufzuziehen.
    Bei Rückschlägen wird diese zuerst geopfert, weil nicht überlebenswichtig.
    Der/das Bien (winke zu Drohn) zieht sich dann auf den Kern des Nestes zurück auf die Arbeiterinnenbrut.
    Ein noch größerer Kraftüberschuss sind die Weiselzellen, die noch freier hängen.
    Jetzt überlegt mal, wo wir den Baurahmen so im Allgemeinen einordnen...
    Beeswax:
    Scheint eine ganz normale Brutfläche mit Drohnenbrut zu sein.
    Wenn das Volk Drohnen- oder Buckelbrut hätte, wäre diese überall zu sehen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Danke Sabine, für den Link. :p_flower01:
    Ähm, den Baurahmen hänge ich dann, so wie die MW's, direkt ans Brutnest, oder?
    Wobei, wenn man den Naturbau als Modell für das Wabensystem zugrunde legt, müsste man diese Drohnenwaben ggf. auch nach aussen versetzen (Kugelmantel), wenn sich das Brutnest über den Baurahmen hinaus erweitert.
    Das macht ihr aber nicht, oder?
     
    viele Grüsse
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Danke für die hilfreichen Beiträge!
    Zum Glück keine Buckelbrut! :daumen:



    Häng den Bienen einen Drohnenrahmen rein


    Das hatte ich bereits vor. Allerdings unterscheiden sich die mit den Bienen gekauften Rahmen (ohne Hoffmann-Mod., dafür wechselweise einmal auf der Vorderseite und einmal auf der Rückseite ein festgeleimtes Abstandsklötzchen) mit meinen anderen Rahmen (Hoffmann-Mod.).
    Gibt es eine Möglichkeit diese Rahmen zu mischen?


    Weiters müsste ich eigentlich auch die Zarge des 1. BR für die nicht Hoffmann-Rahmen mit einem Abstandshalter je einmal links und rechts ausstatten.


    Wie bekomme ich das auf einen Nenner?


    beeswax

  • Hallo beeswax,
    ich hatte durch Völkerkauf ein ähnliches Problem.
    Auf einer Seite sind im Mischbetrieb die Wabengassen zu eng und auf der anderen zu breit.
    "freie" alte Rähmchen habe ich fix umgebaut auf meinen Hoffmann Abstand. Einfach das Klötzchen auf der einen Seite entfernt und 2 neue, kleinere draufgetan.
    Mit den noch im Volk befindlichen Rähmchen muss ich erstmal leben. Ich halte die zu kleinen Gassen einfach "frei Schnautze" auf Abstand, dh. ich schiebe sie nicht komplett gegeneinander.
    Die zu großen Gassen muss ich erstmal in Kauf nehmen, hoffe die Bienen sehen es mir nach.
     
    Prämisse ist für mich, meine in großer Zahl vorhandenen Hoffmann Rähmchen nicht umzubauen, sonst komm ich nie wieder aus dem Mixbetrieb raus.
     
    Grüße Mimi

  • Hallo Mimi,


    dann werde ich die Rähmchen vorerst so "frei Schnauze" in der Zarge belassen müssen, bis irgendwann alle Rähmchen in Hoffmann eingetauscht wurden.


    Vielleicht sehe ich das mit dem Abstand und der Parallelität der einzelnen Waben zueinander zu eng???


    Viele Grüße,
    beeswax

  • Die Frage liegt mir auch seit heute auf der Zunge.
     
    Vielleicht kann ein Erfahrener Imker was dazu sagen.
    Ich habe eben mal draufgeschaut und wohl ein Rähmchen zu nah an das andere geschoben. Dadurch ist die Wabengasse nun nur halb so groß.
    Die Bienchen waren zwar drin aber vermutlich nur von einer Seite.
     
    Ist das dramatisch oder im Einzelfall hinnehmbar?
    Ich habe jetzt mal nix gemacht weil ich denke dass die Bienchen das im Einzelfalle (ist nur bei einer Wabengasse so) bis zur nächsten Durchsicht hinnehmen können.
     
    Was denkt Ihr?
     
    LG Mimi

  • Hallo Mimi,


    abhängig vom Abstand akzeptieren sie es und bauen normal,
    oder machen eine Seite viel breiter/schmaler
    oder bauen eine zweite Wabe "freiluftmäßig" an die Seite, die zuviel Platz hat.


    Häng sie wieder auf Augenmaß...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.