Hinterbehandlung....

  • Habe am Wochenende mal Sonnabend "beim Imker" verbracht. Hat von 16 Völkern 15 ausgewintert. Manche ziemlich schwach, 4 Waben das schwächste. Seine Meinung: Solche Schwachen Völkchen wären ohne HBB nicht mehr aufzupäppeln, hätten in einem Magazin kaum die Chance, die Brut auslaufen zu lassen.
     
    Überhaupt riet man mir von meinem Vorhaben ab, mit Magazinen, gar mit dem großem Langstroth- Maß zu beginnen.
     
    Und tatsächlich, ich habe hier rumgehorcht, und es gibt kaum einen, der magazine hat. Selbst ein erfahrener Imker, der nach der Wende mit magazinen begann, ist wieder zu seinen HBB zurückgekehrt.
     
    Nun gibt es die HBB aber auch wieder in verschiedenen Maßen. Dachte immer, dort hätte sich das DNM durchgesetzt (Normbeute 52...), gibt aber noch Kuntzsch anscheinend.
     
    Wie es scheint, werde ich erstmal auf die Erfahrung hören, und mal schauen, wie es sich entwickelt. Ausserdem ist der Imker Tischler, und wenn ich da mit selbstgenagelten Kisten auftreffe, gute Nacht...
     
    Grüße
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


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    Hallo Erzgebirgler,
    alles blödsinn .Fange ruhig in Langstroht an ,dort kann man auch vier Wabenvölker groß bekommen ,wenn die Königin was taugt.Magazinimkern ist einfacher,schneller und arbeitssparend.Und wie leicht kommt eine Königin in Hinterbehandlungskästen um,wenn sie von den Waben läuft.Mann sieht nichts ! Hinterbehandlungskästen sind total veraltet .Der Imker will ewentuell seine alten Kästen an Dir loswerden.
     
    Mit imkerlichem
    Gruß Josef
     
    MfG

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Erzgebirgler,
    diesen Übergang von HBB zu Magazinen habe ich bei den älteren Kollegen zu Beginn miterlebt.
    Größtes Problem erscheint mir zu sein, das man altgewohnte Betriebsweisen 1:1 übernehmen möchte.
    Umlernen ist immer schwieriger als neu lernen.
    Ein Vorteil der HBB ist, das man ein Volk bis zu nur einer Wabe einengen kann/könnte.
    Deswegen ist dein Pate auch der Meinung, das man schwache Völker nur mit HBB hochbringen kann.
    Größtes Problem ist auch die Biene, besser was die jahrelange Auslese daraus gemacht hat.
    Wir haben eine Beute und brauchen dafür eine Biene.
    Das verlangt nach einer Biene mit kleineren Völkern als für eine Magazinbetriebsweise nötig wäre.
    Das hatte man hier auch.
    Wer ältere Imkerbücher liest, stellt fest das von einer Zarge bis zwei Zargen usw. zeitliche Abstände liegen.
    Frag mal die Imker bei Dir, die Magazine versucht haben, woran das deren Meinung nach gescheitert ist.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Die ökonomischen Vorteile der Magazinbetriebsweise sind mir schon klar, meinem "Paten" warscheinlich auch. ("....Die Berufsimker mit ihren Magazinen müssen das anders machen...").


    Er hat halt seine Erfahrungen, ist inzwischen älter und sagt selbst, dass es ihn nochmal reizen würde...


    Gruss
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Betreffs Biene: Er sagte, dass er mit "Pöschetz"- Linien arbeitete. Es ist eher ein Gebiet ohne Volltrachten, Wald in der Nähe. Er füttert spät ein (vor. jahr 6.9.).


    Kann sein, dass die Volksgröße den Trachtgegebenheiten sich angepasst hat.


    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Wenn du die Möglichkeit hast fang mit Magazinen an, das erspart dir eine Menge Lehrgeld.
    Allerdings rate ich dir das in deiner Gegend vorherschende Wabenmaß zu übernehmen. ( Dürfte wohl DNM sein.) Macht sich besser beim Völkerkauf.


    Wenn du aufgrund der Witterung Bedenken hast, kann ich dich beruhigen. Bei uns (Zittauer Gebirge) herrscht auch ein rauhes Klima, aber das steckt eine gesunde Biene weg. Und du kannst auch klein ausgewinterte Völker mit der dementsprechenden Behandlung durchbringen und hochpäppeln.
    Meine Völker sitzen alle in einfachen Holzkisten und sind`s zufrieden.
    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Wenn du die Möglichkeit hast fang mit Magazinen an, das erspart dir eine Menge Lehrgeld.
    Allerdings rate ich dir das in deiner Gegend vorherschende Wabenmaß zu übernehmen. ( Dürfte wohl DNM sein.) Macht sich besser beim Völkerkauf.
     
    Wenn du aufgrund der Witterung Bedenken hast, kann ich dich beruhigen. Bei uns (Zittauer Gebirge) herrscht auch ein rauhes Klima, aber das steckt eine gesunde Biene weg. Und du kannst auch klein ausgewinterte Völker mit der dementsprechenden Behandlung durchbringen und hochpäppeln.
    Meine Völker sitzen alle in einfachen Holzkisten und sind`s zufrieden.
    Gruß Finvara


     
    Magazine-DNM. Sab(e)ine hat wohl solche. Dieter Uhlig bezeichnete sie als Büttner- Beute.
    Habe letztens den Bauplan einer Kirchhainer Beute gesehen, wahlweise 12 DNM in Warmbau oder 10 Zander in Kaltbau. Aber ziemlich kompliziert aufgebaut.
     
    Naja, werde wohl mit HBBs anfangen, mir irgendein Magazin bauen und WENN dann einmal ein Schwarm zu fangen ist, hinein mit ihm....
     
    Gruss
    erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)


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    Hallo Erzgebirgler,
    Warum Postes Du hier ,wenn Dein Entschluss schon fest steht ?
    Na ja ,wem nicht zu Raten ist,dem ist auch nicht zu helfen !
     
    G. Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Erzgebirgler,
    Warum Postes Du hier ,wenn Dein Entschluss schon fest steht ?
    Na ja ,wem nicht zu Raten ist,dem ist auch nicht zu helfen !
     
    G. Josef


     
    Entschuldige, Josef,
     
    mir bleibt erstmal nichts anderes übrig. Da die Ratschläge doch irgendwie in eine Richtung gehen, nehme ich diesen Rat durchaus an.
     
    Möchte meine Vorgehensweise als Kompromis verstanden wissen.
     
    Ich hoffe jedoch, dass mir noch zu helfen ist...:p
     
     
    Grüsse
    Olb.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • An Erzgebirgler,
     
    ich habe im vollen DM-Gebiet mit 2/3 langstroh als blutiger Neuimker angefangen in Magazinnen. Das große Langstroh würde ich Dir auch nicht empfehlen da nur ein Rähmchenmass über all.
     
    Und habe es hingekriegt.
     
    Fange nicht mit Hinterbehandlung an. Das ist schrott heutzutage.
     
    Aber naja Du scheinst deine Entscheidung schon getroffen zuhaben.

    Micha aus Leipzig, Fliegen lassen ist wie anschaffen lassen!!! :-)

  • Es kommt m.E. drauf an, wie groß die Imkerei ausgebaut werden soll.
    Klar ist das Bearbeiten der Völker im Bienenhaus in einer Hinterbehandlungsbeute zeitintensiver, also nix für Großimker.
    Jedes mal, wenn ich die schwewren Honigraumzargen von den Magazinen heben muß, verfluche ich die Magazine und als ich die total verquollen Fenster der Hinterbehandflungsbeuten bei der Frühjahrsdurchschau mit Gewalt öffnen mußte, habe ich die Hinterbehandlungsbeuten verflucht.
    Völker, die man im Bienenhaus auseinander nimmt sind viel freundlicher und ruhiger, als die Magazinvölker, wo immer ein Wind bläst.....
    ...ergo: Jeder Beutentyp hat seine Vor- und Nachteile.


    Der große Nachteil der Hinterbehandlungsbeuten heute: Es gibt keine fabrikneuen mehr zu kaufen. :-( Ich glaube, wenn eine Tischlerei 4-Raumbeuten herstellen würde (zu einem vernünftigen Preis), so hätten sie sehr wohl Absatz...... Denn es ist für mich nicht nachvollziebar, warum man mit 4 oder 5 Völkern unbedingt schwere Honigraumzargen hebt. Wenn man das nicht tut (weil man das nicht mehr heben kann oder will) und jede Wabe einzeln herausnimmt, ist der Vorteil des Magazins wieder dahin......


    Was das Beutenmaß angeht: Kuntzsch hat mir mehr zugesagt, als Normalmaß (obwohl ich Normalmaß habe). Ansonsten ist das Maß bei HBB genauso eine Ideologie, wie bei den Magazinen.


    Bestimmte Arbeiten - wie z.B. Königinnenzucht - mache ich NUR in HBB und im Bienenhaus, weil ich da nicht so wetterabhängig bin.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Zusammen,
    so habe ich das bei einem Berufsimker auch mal gesehen:
    Wirtschaftsvölker in Magazinen, Zucht- und Pflegevölker in HBB.
    Machte ihn bei der Zucht wetterunabhängig.
    Wenn es denn unbedingt ein Bienenhaus sein soll, dann würde ich HBB auf vier Etagen umbauen.
    Tipps dazu kann man bei Joseph Hölzer "Die Brutdistanzierung" nachlesen.
    Für ein Bienenhaus eignen sich auch Trogbeuten und Magazine.
    Bei letztgenannten funktionieren dann allerdings nicht alle Betriebsweisen, z.B. Huckepack-Überwinterung und andere Zwei-Volks-Betriebsweisen.
    Aber braucht man diese unbedingt?
    Anfangen mit HBB würde ich nur, wenn diese gleiches Rähmchenmaß haben wie die später gewünschten Magazine.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen,
    im oberen Erzgebirge ist die Tracht ziemlich mager. Das Klima ist rau - das Bienenjahr sehr kurz. Wenn ich zb. den Honigraum aufsetzen (Mittleres Erzgebirge) fangen die Kollegen weiter oben erst an, den ersten Baurahmen zugeben. Man kommt tatsächlich mit einer kleineren Beute besser zu recht. Allerdings ist die Normbeute nicht mehr zu empfehlen. Alle Hinterbehandlungsbeuten haben einen entscheidenden Nachteil - sie sind für heutige Zuchtbemühungen zu klein! Man kann nur mit einer ausgeklügelten Betriebsweise, mit dem ständigen schröpfen und hinzugeben von Bienen, ich sag mal - die Völker bei Laune halten. Um dem Rechnung zu tragen, wurde die Dreiraum - Hinterbehandlungsbeute entwickelt. Mit ihr ist es möglich, Bienenvölker “ungebremst” entwickeln zu lassen. Mit ihr ist es möglich, fast die gleiche Betriebsweise wie in der Magazinbeute durchzuführen, zwar mit größerem Zeitaufwand, aber es geht! Auch im Honigertrag steht sie der Magazinbeute nur unwesentlich nach. Wenn Hinterbehandlung dann nur die Dreiraumbeute. Ein Manko bleibt allerdings der Arbeitsaufwand, im Vergleich zur Oberbehandlungsbeute ist er in der Hinterbehandlungsbeute deutlich grösser. Wer sich mit diesem Beutentyp beschäftigt, sollte Zeit mitbringen.


    Herzliche Grüße


    Dieter

    Götter haben die Zeit erschaffen - von Eile haben sie nichts gesagt!

  • Hallo zusammen,


    ich würde auch die Magazinbeute empfehlen, da es wirklich ein einfacheres arbeiten ist. Habe sie jetzt im 3. Jahr und bin von der Volksstärke sehr beeindruckt, habe noch nie so große Völker, um diese Zeit gehabt. Bin auch alter HBB- imker und ich brauche das, die Bienen hinter der Scheibe beobachten zu können. Deshalb werden in meinem neuen Bienenhaus 4 HBB als 4-etager stehen, die Normbeute ist einfach zu klein, wie auch meine Vorredner geschrieben haben. Für Ostsachsen oder Gebirge empfehle ich die Segeberger Beute, wegen der Wärmedämmung. Diese Meinung kann sich aber auch noch ändern, arbeite auch mit Holzmagazinen, die sich aber sehr verzogen haben und oft nicht ganz dicht sind.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)