Drohnenrahmen

  • So weit ich das verstanden habe, werden normaleweise 2 Drohenrahmen eingehängt.
    Was passiert, wenn ich nur einen einhänge?
     
    Ich frage, weil ich mich davor schäue, das ganze Brutnest nach hinten zu schieben, um vorne einen Baurahmen rein zu hängen.
     
    Ich hab jetzt nur einen hinten als vorletztes eingehängt. Passt diese Position?
     
    Und nur in der unteren Brutzarge, richtig?

  • Hallo Günther, normalerweise hängt man den Baurahmen direkt an die bereits bebrüteten Brutraumwaben. Habe bei meinem Volk auch gerade einen Baurahmen eingehängt. Den zweiten Baurahmen habe ich mir gespart, da ich das gleiche empfunden habe wie Du. Meine Bienen wurden ein wenig ungehalten, je länger ich das Volk offen hatte.
    Muss wohl lernen noch ruhiger und effizienter zu arbeiten. Ob bei zwei Zargen Betriebsweise nur unten oder auch Oben eingehängt wird weiß ich leider nicht, da ich mit Dadant arbeite.

    [FONT=&quot]Gruß Mark [/FONT]

    Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war. (Bertolt Brecht)

  • Was passiert, wenn ich nur einen einhänge?
    Ich hab jetzt nur einen hinten als vorletztes eingehängt. Passt diese Position?
    Und nur in der unteren Brutzarge, richtig?


     
    Moin , Moin aus Hamburg,
    ich hänge die Baurahmen immer direkt an das Brutnest ( nicht in das Brutnest. Das heißt, die Position ändert sich regelmäßig.
    Ich hänge einen in der oberen und einen in der unteren Zarge.Die Rahmen werden wechselseitig ausgeschnitten , so das eigentlich immer einer fängig ist.(Mit farbiger Reißzwecke kennzeichen) Ich sehe das Drohnenschneiden kritisch, praktiziere es bei den meisten Völkern auch noch, beobachte und notiere mir aber alles. Ich würde diese Maßnahme den Bienen und mir gerne ersparen. suche Dir für die ausgeschnittenen Waben wenigstens eine guten Abnehmer. Aufzuchtstationen für Vögel und Igel , Angler , Zoofachgeschäfte .......
    Es gibt bedarf.
     
    Grüße aus dem Norden
     
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Günther,


    auch meiner Meinung nach genügt 1 BR, wichtig ist nur das einer drin ist, wo sie ihre Drohnen ziehen können, sonst hat man dann auf den ausgebauten MW, öfters Drohnenecken. Am Rande des Brutnestes ist OK. Um nicht jedesmal die obere Zarge wegzunehmen kann der BR auch in der oberen Zarge sein.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • M.E. reicht ein Baurahmen völlig am Rand des Brutnestes. Vom Drohnenschneiden halte ich gar nix. Mal abgesehen vom unnatürlichen Durcheinander, das durch entfernen der männlichen Gameten entsteht, wird m.E. durch diese Verfahren die Fortpflanzung der Varroa auf Arbeiterinnenbrut selektiert. Anders ausgedrückt: Drohenschneiden fördert den Nachwuchs der Varroa die aus Arbeiterinnnbrut stammt. Wenn man das lange genug macht ist das züchterische Tätigkeit, pro Varroa auf weiblicher Brut. Ich bin außerdem stolz auf meine Drohnen.
     
    Frohe Ostern :p

    "One of nature's biggest forces is exponential growth" (A.Einstein)

  • Ich bin noch Anfänger und habe heute in einem bereits ausgebauten Drohnen-Baurahmen Honig gefunden. Ist das denn normal? :confused:

  • M.E. reicht ein Baurahmen völlig am Rand des Brutnestes. Vom Drohnenschneiden halte ich gar nix. Mal abgesehen vom unnatürlichen Durcheinander, das durch entfernen der männlichen Gameten entsteht, wird m.E. durch diese Verfahren die Fortpflanzung der Varroa auf Arbeiterinnenbrut selektiert. Anders ausgedrückt: Drohenschneiden fördert den Nachwuchs der Varroa die aus Arbeiterinnnbrut stammt. Wenn man das lange genug macht ist das züchterische Tätigkeit, pro Varroa auf weiblicher Brut. Ich bin außerdem stolz auf meine Drohnen.
     
    Frohe Ostern :p


    In der Tat ist Drohenbrut ausschneiden keine schöne Arbeit. Im Frühling einige Male durchgeführt ist sie aber äusserst effektiv in der Dezimierung der Varroa. Denn ein eingefangenes Varroaweibchen im April, Mai, beduetet ein Mehrfaches weniger davon im August. Dass sich eine Selektion von Varroamilben auf Arbeiterinnenbrut einstellt halte ich für unmöglich. Dort werden nach wie vor gleich viele Varroamilben ihre Unterkunft und Vermehrungsstätte finden wie ohne Drohnenbrut schneiden. Milben werden nicht lernfähig sein und vorausschauend denken diesem Imker schlage ich jetzt ein Schnippchen und schlüpfe nur noch in Arbeiterinnenbrut. Fische gehen den Fischern auch seit Jahrtausenden immer wieder ins Netz (und wenn nicht mehr, dann hat das andere Gründe).
    Die ausgeschnittenen Waben schmelze ich im Dampfwachsschmelzer ein und den Trester samt Drohenmaden werfe ich an den Waldrand, morgens ist jeweils nichts mehr davon übrig. Wahrscheinlich hat der Fuchs ein Festmal. Drohnenlose Völker habe ich desswegen nicht. Ein Baurahmen angrenzend ans Brutnest, meist an Platz 2 in der oberen Zarge genügt mir.


    Grüsse aus der Schweiz
    Rolf

  • Milben werden nicht lernfähig sein und vorausschauend denken
    Grüsse aus der Schweiz
    Rolf


    Hallo Rolf


    Selektion hat nichts mit Lernfähigkeit der Varroen, sondern mit züchterischer Auslese zu tun.


    30 Jahre Drohnenbrutschneiden in Deutschland hat das Verhältnis Varroenanzahl in Arbeiterinnenbrut zu Drohnenbrut umgedreht!!!
    Das habe ich hier durch mehrere Auszählungen der Varroen in Drohnenbrut, sowie in Arbeiterinnenbrut nachgewiesen. Und das nicht nur ich.


    Somit ist durch sinnloses Schneiden der letzten 30 Jahre unsere letzte Möglichkeit genommen worden, in Notzeiten durch eine gezielte Drohnenentnahme die Varroen zu reduzieren.


    Also: ruhig mal 100 verdeckelte Drohnenpuppen sowie gleichzeitig 100 verdeckelte Arbeiterinnenpuppen ziehen und die aufsitzenden Varroen zählen.
    Das Ergebnis bitte hier im Forum posten!


    Gruß


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Rolf


    Selektion hat nichts mit Lernfähigkeit der Varroen, sondern mit züchterischer Auslese zu tun.


    Klingt logisch und gut aber gibts dafür wissenschaftl. Beweise? Gibts Zahlen die sagen, dass vor 30 Jahren die Milben bei A.M wesentlich mehr in Drohnenbrut gegangen waren als in Arbeiterinnenbrut?
    Blasphemische Grüße
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Honig


    Dann schau mal in die alten Bienenzeitschriften!
    Ich habe jetzt keine Rate im Kopf, aber durch den längeren Brutdurchgang der Drohnen sollte die Varroa zum Großteil in der Drohnenbrut sitzen!
    Meine ersten ausgeschnittenen Drohnenrahmen habe das auch bestätigt.


    Wissenschaftlich kann ich es nicht belegen. Mir ist keine Studie bekannt, die in letzter Zeit die Varroenanzahl in den Bruten ausgezählt hat.
    Ich muss auch kein Bienenwissenschaftler sein, um ein paar Varroen zu zählen! Das kann jeder von uns und dann seine Schlüsse ziehen.
    Zum Zählen brauche ich keine Hilfe. Das klappt gerade noch so.


    Gruß
    Patrick

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    Guido Sklenar, 1935

  • Ich habe leider keine alten Bienenzeitungen :) Mich interessiert, ob der Aspekt der "Züchtung" auf Arbeiterinnen Brut wirklich greift oder ob das zwar gut klingt aber in Wirklichkeit die Milbe von Anfang an in der Arbeiterinnenbrut ist.
    Hier wird geschrieben, dass die Varroa nicht gezüchtet wird wenn man Drohnenbrut schneidet. Deshalb würden mich ja mal Zahlen interessieren.
    Grüße
    Olli

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